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Sheriff schockt Europas Elite

“Wir sind heute unglaublich glücklich”, erklärte Sébastian Thill nach seinem Treffer zum 2:1-Sieg des moldauischen Meisters bei Real Madrid.

Highlights: Real Madrid 1-2 Sheriff

"Das war mit Sicherheit das schönste und wichtigste Tor meiner Karriere", freute sich Sébastian Thill nach dem späten Siegtreffer von Sheriff Tiraspol bei Real Madrid - sicher eine der größten Überraschungen der jüngeren Champions-League-Geschichte.

Schon am ersten Spieltag hatten die Moldauer mit einem 2:0-Heimsieg gegen Shakhtar Donetsk für Aufsehen gesorgt, dennoch hatte wohl keiner mit dem Sensationssieg im Santiago Bernabéu gerechnet.

Obwohl massiv unter Druck, gelang dem Gruppenphasen-Debütanten die überraschende Führung durch Jasurbek Yakhshiboev. Als dann aber Karim Benzema in der 65. per Elfmeter ausgleichen konnte, schien das Spiel den erwarteten Verlauf zu nehmen, auch wenn Gäste-Torhüter Giorgos Athanasiadis eine Sahnetag erwischt hatte und Sheriff im Spiel hielt. In der 90. Minute stellte Thill das Spiel mit seinem Treffer dann endgültig auf den Kopf.

"Wir sind heute unglaublich glücklich”, strahlte Thill, der sich als erster Luxemburger überhaupt in der Gruppenphase der Königsklasse als Torschütze bejubeln lassen durfte. Schon in der UEFA Nations League hatte der 27-Jährige, im Januar vom FC Progrès Niederkorn an Tiraspol ausgeliehen, zuletzt mit seinem Land für die eine oder andere Überraschung gesorgt, doch ein Sieg bei Real Madrid toppt natürlich alles. “Wir haben wirklich gut und mutig gespielt und dann hatte ich auch noch das Glück, so ein großartiges Tor erzielen zu können."

Sheriff-Matchwinner Thill: "Eines der schönsten Tore meiner Karriere"

Sheriffs ukrainischer Trainer Yuriy Vernydub war nach dem Schlusspfiff völlig aus dem Häuschen. “Ich bin sehr stolz, dass meine Mannschaft in Madrid so ein Spiel gezeigt hat. Das sind sehr emotionale Momente für mich und ich möchte mich bei meinen Spielern bedanken für das, was sie heute geleistet haben. Sie sind als echte Mannschaft aufgetreten und haben sich diesen Sieg redlich verdient."

Nach zwei Spieltagen führt die Elf von Vernydub die Gruppe D mit sechs Zählern an, Real bringt es nur auf drei Punkte. “Wir haben durch Kleinigkeiten verloren, auch wenn wir gut gespielt haben”, beteuerte Madrids Coach Carlo Ancelotti nach der Partie. “Am Ende hatten sie genau das Glück, das uns gefehlt hat."

Sheriffs Siegtor aus allen Perspektiven

Während sich ganz Europa aufgrund der Leistung des krassen Außenseiters verwundert die Augen reibt, scheint Sheriffs Kapitän Frank Castañeda kaum überrascht: "Wir wollten hier gewinnen”, erklärte der kolumbianische Stürmer der erstaunten Weltpresse. “Wir sind nicht hierher gekommen, um uns Autogramme abzuholen. Wir wissen genau, was wir können, aber natürlich war auch ein bisschen Glück dabei, dass Real seine Chancen nicht genutzt hat, im Gegensatz zu uns."

Klar, dass man bei Sheriff jetzt größere Ziele anpeilt. "Wir träumen davon, das Achtelfinale zu erreichen, das ist jetzt unser Ziel”, so Castañada. “Wir konzentrieren uns jetzt auf den 3. Spieltag und die Partie gegen Inter. Wir werden hart arbeiten, um auch da zu punkten."