Inter kämpft sich ins Halbfinale

Valencia CF - Internazionale FC 2:1
(Total 2:2; Inter kommt durch ein mehr geschossenes Auswärtstor weiter)
Inter zieht trotz einer Niederlage in Spanien ins Halbfinale ein.

Eine überragende Leistung von Torwart Francesco Toldo bringt Internazionale FC ins Halbfinale der UEFA Champions League und macht, nach dem Ausscheiden von Valencia CF, ein Aufeinandertreffen mit dem AC Milan möglich.

Zahlreiche Torchancen
Die Heimmannschaft feuerte insgesamt 27 Schüsse ab, von denen 13 das Tor trafen, aber Christian Vieris früher Auswärtstreffer stellte den Spielverlauf auf den Kopf. Zwar konnte Valencia schnell durch Pablo Aimars Ausgleich reagieren, und Rubén Baraja ließ in der zweiten Halbzeit mit seinem Kopfballtor noch einmal Hoffnung aufkeimen, doch am Ende stand trotz Valencias 2:1-Sieg ein mehr geschossenes Auswärtstor auf der Seite von Inter und ließ sie in die Runde der letzten Vier einziehen.

Angriffstaktik
Der spanische Meister, der unbedingt ins Finale wollte, um die Endspielniederlagen von 2000 und 2001 vergessen zu machen, brachte im Sturm Juan Sánchez und John Carew, die von Aimar unterstützt wurden. David Albelda musste aufgrund einer Sperre zusehen. Inter setzte auf der linken defensiven Seite Giovanni Pasquale für den verletzten Francesco Coco ein, während Carlos Gamarra in die Defensive rückte und Stéphane Dalmat von Héctor Cúper für den linken Flügel aufgestellt wurde. Inters Trainer hatte Valencia zweimal ins Finale geführt.

Vieris Tor
Inter wusste natürlich, dass Valencia bei einem Gegentor gleich dreimal treffen musste, und in der fünften Minute war es bereits so weit. Hernán Crespos Ball ging an Roberto Ayala vorbei und fiel genau vor die Füße von Vieri, der schon vor 14 Tagen im San Siro getroffen hatte. Der erste Versuch konnte zwar noch von Santiago Cañizares abgewehrt werden, aber beim Nachschuss war er dann machtlos.

Schnelle Reaktion
Doch Valencia verlor nicht den Kopf und reagierte nur zwei Minuten später. Carew setzte sich gegen Iván Cordoba durch und passte zu Aimar, dieser ließ Gamarra stehen und schob den Ball an Toldo vorbei. Das war der Startschuss für Valencia, den Rest des Spieles Druck zu machen, und für Toldo, über sich hinaus zu wachsen.

Überragender Toldo
Gleich nach dem Tor hatte Toldo das erste mal die Chance, sich bei einem tollen Freistoß von Aimar auszuzeichnen. Kurze Zeit später wehrte er einen Schuss von Miguel Angulo ab. Vieri musste dann in der 32. Minute mit einer Knieverletzung das Spielfeld verlassen. Carew war der nächste, der sein Glück versuchte und an Toldo scheiterte. Am Ende der ersten Halbzeit zeigte der Keeper noch einmal drei Weltklasseparaden. Zweimal Vicente Rodríguez und einmal Anthony Réveillère scheiterten.

Baraja trifft
Auch nach der Pause gab es kein Verschnaufen für Inters Abwehr, und in der 50. Minute scheiterte erneut Baraja mit einem Volley aus 15 Metern an Toldo. Eine Minute später sollte es dann doch klappen. Nach einer Ecke von Aimar flog Baraja mit dem Kopf heran und machte das überfällige Tor aus fünf Metern. Jetzt fehlte Valencia also nur noch ein Treffer, doch Toldo ließ sich nicht aus der Ruhe bringen. Zunächst klärte er einen Ball beim Rauslaufen gegen Baraja, dann brachte er Angulo zur Verzweifelung.

Druck zahlt sich nicht aus
Inter hätte sogar noch 15 Minuten vor dem Ende alles entscheiden können. Der eingewechselte Alvaro Recoba konnte bei einem Konter nur von Torwart Cañizares aufgehalten werden. Doch die Heldentat des Kapitäns brachte nichts, denn Valencia war nicht in der Lage, das dritte Tor zu schießen.

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