Basel will zurück in Königsklasse
Montag, 29. Juli 2013
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Der FC Basel 1893 steigt mit einer Partie gegen Maccabi Tel-Aviv FC in die Champions League ein. Doch vor dem Hinspiel im eigenen Stadion gibt es die eine oder andere Baustelle.
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Der FC Basel 1893 will nach einem Jahr Abstinenz in der UEFA Champions League in dieser Saison wieder in die Königsklasse einziehen. Erste Hürde auf dem Weg in die Gruppenphase ist in der dritten Qualifikationsrunde Maccabi Tel-Aviv FC. Doch vor dem Hinspiel am Dienstag im eigenen Stadion beschäftigen den Schweizer Meister einige andere Probleme.
Die Mannschaft von Murat Yakin kann auf eine stolze Saison zurückblicken. Zwar gab es das Aus in der Qualifikation zur Champions League, aber in der UEFA Europa League erreichte sie erstmals ein europäisches Halbfinale, und auch der Meistertitel wurde verteidigt. Der Start in die neue Saison verlief ebenfalls verheißungsvoll, aus drei Spielen wurden sieben Punkte geholt, einzig bei Vizemeister Grasshopper-Club wurden am zweiten Spieltag zwei Zähler abgegeben.
Seinen Führerschein abgeben musste indes das argentinische Sorgenkind Raul Bobadilla, der in der vergangenen Woche mit einem 405-PS-Flitzer statt mit 50 mit 111 Sachen durch eine Ortschaft raste und geblitzt wurde. Der Verein reagierte und suspendierte den 26-Jährigen für das Spiel am Samstag gegen den FC Lausanne-Sport, das auch ohne den Stürmer mit 2:0 gewonnen wurde.
Doch gegen Maccabi kann sich das Basel schlecht leisten, denn gegen die Westschweizer stand mit Marco Streller nur eine echte Spitze im Kader, sodass zu erwarten ist, dass Bobadilla, der heute am Abschlusstraining teilnimmt, wieder dabei sein wird - zumindest auf der Bank.
Eine weitere Baustelle könnte das Herz der Abwehr sein. Nach dem Verkauf von Aleksandar Dragović in der vergangenen Woche zum FC Dynamo Kyiv ist der 21-jährige Fabian Schär neuer Abwehrchef. Gemeinsam mit Arlind Ajeti, der sogar erst 19 Jahre alt ist, machte er gegen Lausanne seine Sache aber ordentlich.
Eine mehr als ordentliche Leistung wird gegen Maccabi nötig sein, das nach zehn Jahren im Frühjahr erstmals wieder den Titel in Israel gewann. In der zweiten Qualifikationsrunde wurde relativ locker der ungarische Meister FC Györi ETO mit 2:0 und 2:1 aus dem Wettbewerb geworfen. Nachteil jedoch ist, dass die Liga in Israel noch nicht begonnen hat.
Yakin, der das Rückspiel in Tel-Aviv anschaute, sprach anschließend von einer "spielerisch guten Mannschaft" mit "kleinen, wendigen, schnellen und dribbelstarken" Kräften in der Offensive, während Kapitän Marco Streller warnt: "Das wird ein harter Brocken. Doch wer in die Champions League will, muss diesen aus dem Weg räumen."
Maccabis Trainer Paulo Sousa schätzt die Chancen gegen Basel sehr defensiv ein. "Sie haben den Vorteil von 30 Jahren Erfahrung in Europa. Das Team ist in den letzten vier Jahren Meister geworden und stand in der letzten Saison im Halbfinale der Europa League“, sagte der Coach, der allerdings auch etwas Optimismus versprühte. "Die letzten beiden Spiele gegen die ungarische Mannschaft geben mir den Glauben, dass wir ein gutes Spiel zeigen und unserem Traum näher kommen können."
Doch Basel hat seinen ganz eigenen Traum, und der soll am Dienstagabend mit einem Sieg im St. Jakob-Park beginnen, um anschließend daran denken zu können, wieder solch große Spiele bestreiten zu dürfen wie 2011/12, als in der Champions League Manchester United FC aus dem Wettbewerb geworfen und das Achtelfinale erreicht wurde.