Robben schießt Bayern ins Glück

Borussia Dortmund - FC Bayern München 1:2
Die Bayern haben das deutsche Duell im Endspiel in Wembley für sich entschieden und bleiben nach dem Triumph auf Triple-Kurs.

Robben schießt Bayern ins Glück
Robben schießt Bayern ins Glück ©UEFA.com

Der FC Bayern München hat sich im Wembley-Stadion den Traum vom Gewinn der UEFA Champions League erfüllt. Durch Treffer von Mario Mandžukić und Arjen Robben bei einem Gegentor von İlkay Gündoğan (Elfmeter) setzte sich der deutsche Rekordmeister gegen Borussia Dortmund mit 2:1 durch und kann nächstes Wochenende in Berlin das Triple perfekt machen.

Dortmund war in den Anfangsminuten sehr präsent und kam folgerichtig zu ersten Chancen: Jakub Błaszczykowski schoss von der Strafraumgrenze über das Tor (10. Minute), Robert Lewandowski zwang Manuel Neuer aus 30 Metern zu einer ersten Parade (13.) und Sekunden danach musste der Bayern-Towart sein ganzes Können aufwenden, um Błaszczykowskis Schuss aus der Ecke zu fischen.

Der BVB hatte die Bayern klar im Griff und kam zu weiteren Abschlüssen, so war Neuer in der 21. Minute gegen Sven Bender gefragt, ehe der FCB bei einem Kopfball von Mandžukić fünf Minuten später erstmals gefährlich wurde.

Nach einer halben Stunde rettete Roman Weidenfeller gegen Robben, der nach einem Pass von Thomas Müller alleine auf den BVB-Kasten zulaufen durfte. Auf der Gegenseite hatte Lewandowski 240 Sekunden später ebenfalls die Riesenchance im Eins-gegen-Eins mit Neuer, doch der Bayern-Keeper parierte abermals stark. Chancen gab es jetzt auf beiden Seiten reichlich, so verpasste Mandžukić nach Müller-Kopfball am langen Pfosten nur um Zentimeter das 1:0 für die Elf von Jupp Heynckes.

Kurz vor dem Seitenwechsel ging das schon in der Vergangenheit oft zitierte Duell zwischen Weidenfeller und Robben erneut an den BVB-Schlussmann, ehe Schiedsrichter Nicola Rizzoli eine zum Ende leicht von den Bayern dominierte erste Halbzeit abpfiff.

Mit Wiederanpfiff war die Überlegenheit der Bayern vorerst dahin, der BVB wirkte griffiger und das eigene Passspiel ließ den Rekordmeister zu oft im Stich. So wurde man dem sonst disziplinierten Defensivverbund der Borussia erst bei einer Standardsituation gefährlich. Nach einer Ecke bekam Mandžukić zwar keinen Druck auf den Ball und ließ die gute Chance liegen, dafür schlug der Kroate 60 Sekunden später zum 1:0 der Bayern zu.

Über Franck Ribéry kam das Leder zu Robben, der umkurvte Weidenfeller an der Grundlinie und spielte in die Mitte zum Kroaten, der aus drei Metern ins leere Netz traf (60.). Der Jubel der Bayern-Anhänger hielt nur acht Minuten an, da wurde Marco Reus von Dante im Strafraum gefällt und Gündoğan verwandelte den fälligen Elfmeter sicher in die rechte Ecke.

Spätestens jetzt war richtig Feuer drin und die Bayern waren umgehend um eine Antwort bemüht. Müller ging nach einem Abstimmungsfehler der BVB-Abwehr an Weidenfeller vorbei und legte quer auf Robben, doch Neven Subotić kratzte die Kugel vor dem Niederländer von der Linie (72.).

In der Schlussphase waren die Bayern die klar dominierende Mannschaft und kamen in der 87. Minute zur nächsten guten Gelegenheit, doch Weidenfeller konnte einen Distanzschuss von Bastian Schweinsteiger entschärfen.

Zwei Minuten später war es dann aber doch passiert: Nach einem langen Ball landete das Leder bei Ribéry, der mit der Hacke für Robben auflegte, der Niederländer tankte sich in der Mitte durch die BVB-Abwehr und ließ sich dann frei vor Weidenfeller die Chance nicht entgehen.

Nach den beiden verlorenen Finals 2010 und 2012 ist der FCB am vorläufigen Ziel der Träume angekommen, nächstes Wochenende in Berlin kann die Heynckes-Elf im DFB-Pokal-Endspiel gegen den VfB Stuttgart einer perfekten Saison die Krone aufsetzen.