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Milito macht Inters Triple perfekt

FC Bayern München - FC Internazionale Milano 0:2
Die tolle Saison der Bayern hat in Madrid kein positives Ende genommen. Inter war im Santiago Bernabéu die etwas clevere Mannschaft und gewann nach einem Doppelpack von Diego Milito auch verdient.

Inter-Kapitän Javier Zanetti stemmt die Trophäe empor
Inter-Kapitän Javier Zanetti stemmt die Trophäe empor ©Getty Images

Der FC Internazionale Milano ist am Ziel seiner Träume angekommen. Dank eines 2:0-Erfolgs gegen den FC Bayern München im Endspiel der UEFA Champions League hat erstmals eine italienische Mannschaft das Triple geholt.

In einem spannenden und meist ausgeglichenen Finale waren die Italiener dem deutschen Double-Sieger in den entscheidenden Szenen einen Tick voraus und hatten mit Doppelpack-Torschütze Diego Milito auch den überragenden Mann in ihren Reihen.

Die erste gefährliche Szene im vollgepackten Santiago Bernabéu hatte Inter, aber der Pass von Wesley Sneijder auf Goran Pandev war zu ungenau. Inter war in den Anfangsminuten etwas präsenter und war auch sehr passsicher, so dass die Bayern ihre eigentliche Stärke Ballbesitz nicht ausspielen konnten. Dann die erste Aktion von Arjen Robben: An Cristian Chivu und Walter Samuel vorbei legte er quer für Ivica Olić auf, doch der Kroate konnte den Ball in Bedrängnis nicht aufs Tor bringen.

Unter Begleitung einer großartigen Kulisse entwickelte sich eine höchst intensive und von beiden Seiten konzentriert geführte Partie. Brenzlig wurde es aber vorerst nur bei Standardsituationen - so auch in der 18. Minute, als Hans Jörg Butt nur mit etwas Mühe den knallharten Freistoß von Sneijder aus 28 Metern entschärfte.

Vier Minuten später konnte Robben eine artistische Vorarbeit von Thomas Müller nicht zum Torerfolg nutzen, aber die Ansätze des deutschen Meisters wurden jetzt besser. Inter-Trainer José Mourinho bekam das natürlich auch mit und tigerte rastlos durch seine Coaching-Zone, ab der 35. Minute konnte er die Partie aber etwas ruhiger begutachten. Nach Vorarbeit von Sneijder stand Diego Milito auf einmal frei vor Butt und netzte eiskalt zum 1:0 für die Italiener ein.

Die Bayern standen nun vor einer echten Herausforderung, aber in der 43. Minute wäre es fast noch schlimmer gekommen, als sich Milito auf der linken Seite davonstahl und dann den in der Mitte völlig freistehenden Sneijder bediente, jedoch verhinderte Butt mit einer guten Parade die vermeintliche Vorentscheidung.

Innerhalb von 15 Sekunden nach dem Anpfiff der zweiten Halbzeit dann die bisher beste Bayern-Chance: Hamit Altintop wartete den perfekten Moment ab, um Müller in Szene zu setzen, doch der scheiterte ganz alleine vor Júlio César. Inter reagierte mit einem tollen Angriff über die linke Seite, aber Butt rettete mit einer überragenden Reaktion gegen den Schuss von Pandev.

Die Ausrichtung beider Teams war jetzt klar: Inter stellte sich hinten rein und lauterte auf Konter, die Bayern kontrollierten das Mittelfeld und kamen auch zu Möglichkeiten. Robben hatte davon in der 65. Minute die beste mit einem gefühlvollen Heber, Júlio César aber entschärfte glänzend.

In der 70. Minute ging Mourinhos Schlachtplan perfekt auf. Bayern verlor den Ball im Vorwärtsgang, Milito ließ Daniel van Buyten stehen und machte seinen Doppelpack perfekt. Die Elf von Louis van Gaal hatte sich schon öfters in dieser Saison von Rückschlägen erholen können, ein 0:2 gegen Inter an einem schwülen Abend in Madrid jedoch konnte sie nicht mehr drehen.

Dabei gab sie sich aber zu keinem Zeitpunkt geschlagen. Van Gaal beordete 15 Minuten vor Schluss Verteidiger Van Buyten nach vorne und hatte mit Miroslav Klose und Mario Gómez auch zwei frische Stürmer gebracht, gegen Inters Abwehrbollwerk aber erlitten sie das gleiche Schicksal wie eine Runde zuvor der FC Barcelona. Wenn sie einmal an Lucio und Walter Samuel vorbei kamen, war spätestens beim überaus souverän agierenden Júlio César Endstation.

Ohne in große Bedrängnis zu kommen spielte Inter jetzt die Uhr ganz locker herunter und durfte sich anschließend unter dem frenetischen Jubel der mitgereisten Tifosi zum verdienten Sieger krönen lassen.

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