Cesc Fàbregas: "Ich fühle mich wie ein Londoner"

Am Dienstag trifft Cesc Fàbregas mit Chelsea auf seinen Jugendverein Barcelona. Im Interview spricht der spanische Nationalspieler über seine Zeit bei den Katalanen und in London.

Cesc Fàbregas: "Ich fühle mich wie ein Londoner"
Cesc Fàbregas: "Ich fühle mich wie ein Londoner" ©Getty Images

"Es waren tolle Jahre, ich erinnere mich gerne daran […], mit dem besten Spieler, den es jemals gab und geben wird, zusammen gespielt zu haben", beantwortet Cesc Fàbregas die Frage nach seiner Profi-Zeit beim FC Barcelona (2011-2014).

Cesc Fàbregas bejubelt zusammen mit Lionel Messi ein Tor für den FC Barcelona
Cesc Fàbregas bejubelt zusammen mit Lionel Messi ein Tor für den FC Barcelona©Getty Images

Wen er mit "dem besten Spieler" meint, dürfte offensichtlich sein. Die Favoritenrolle für Dienstag sieht er vor allem dank seines engen Freundes bei den Gästen: "Mit Leo im Team wird Barça immer Favorit sein. Wann immer er in Form ist, liefert Barça ab."

Trotzdem hält er seinen FC Chelsea nicht für chancenlos: "Wir müssen als Team auftreten […] und das Beste aus unseren Chancen machen." Die Chancenverwertung – genau darin sieht der 30-Jährige den größten Schwachpunkt seiner Mannschaft in dieser Saison.

Das merkt man auch, wenn man auf die Tabelle der englischen Premier League schaut. Von den Teams, die um die internationalen Plätze kämpfen, hat Chelsea in dieser Saison die wenigsten Tore geschossen.

Seit 2014 ist der in Arenys de Mar geborene Mittelfeldspieler in London und gewann mit Chelsea seitdem zwei Meisterschaften. Bereits von 2003 bis 2011 spielte er in der britischen Hauptstadt - damals allerdings noch für den Stadtrivalen Arsenal. Inzwischen kommt er auf 335 Spiele in der Premier League. "Ich bin von dieser Stadt fasziniert und werde ihr immer sehr dankbar sein", aber er ergänzt auch: "Nein, ich denke nicht, dass ich mich Britisch fühle, aber ich fühle mich wie ein Londoner."

Begonnen hat seine Karriere jedoch in Spanien, bei dem Verein, gegen den er am Dienstag antreten muss. Bereits in jungem Alter wurde er täglich von Arenys de Mar nach Barcelona und zurück gefahren: "So um 17 Uhr, wenn die Schule vorbei war [kam das Taxi]. Um 19 Uhr waren wir dort, um 19:30 Uhr begann das Training, um 21:30 Uhr war es zu Ende."

Zu Hause war er meist erst um 23:30 Uhr. "Für sechs Jahre war die Schule um 17 Uhr zu Ende und ich bin erst um 23:30 Uhr nach Hause gekommen, habe gelernt und meine Hausaufgaben gemacht und bin um 1 Uhr nachts ins Bett gegangen."

In seinem letzten Jugendjahr zog er dann in Barcelonas berühmte Akademie La Masía, um die Schule noch besser mit dem Fußball verbinden zu können: "Ich hatte dort eine unvergessliche Zeit."

Cesc Fàbregas in Aktion für den FC Arsenal
Cesc Fàbregas in Aktion für den FC Arsenal©Getty Images

Im Jahr danach folgte der Wechsel zu Arsenal – die restliche Karriere ist Geschichte: Er absolvierte bislang 102 Champions-League-Partien, 110 Länderspiele für Spanien, er wurde Weltmeister 2010, Europameiser 2008 und 2012, spanischer und englischer Meister - doch eine Trophäe fehlt ihm noch: Die Champions League. "Alles was ich will, ist diesen Titel zu gewinnen, weil ich schon in vier Halbfinals und in einem Finale [der UCL] gespielt habe."

Am Dienstag hat er die Chance, diesem Traum ein Stück näher zu kommen. Unabhängig davon wird das Rückspiel am 14. März in Barcelona auf alle Fälle ein emotionaler Abend: "Ja, es wird etwas Besonderes sein. Es ist das Stadion, das ich im Alter von neun Monaten erstmals besucht habe."