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Real bremst Atlético-Sturmlauf eiskalt aus

Mitte der ersten Halbzeit lag eine sensationelle Wende in der Luft, doch Atlético konnte nach der frühen 2:0-Führung nicht nachlegen. Real steht trotz der 1:2-Niederlage verdient im Finale.

Highlights: Watch the Atlético-Real Madrid goals
Highlights: Watch the Atlético-Real Madrid goals

Real Madrid hat sich im Halbfinal-Rückspiel der UEFA Champions League erwartungsgemäß das Cardiff-Ticket gesichert. Nach Toren von Saúl Ñíguez und Antoine Griezmann schien ein Atlético-Wunder im Bereich des Möglichen, doch Isco brachte Real noch vor der Pause auf 1:2 heran und danach ließ Real nichts mehr anbrennen.

Am 3. Juni kann Real im Endspiel gegen Juventus zum zwölften Mal die Königsklasse gewinnen und als erster Verein den Titel verteidigen.

Nach einer 0:3-Hinspielpleite braucht es schon eine große Portion Optimismus, um noch Hoffnung zu haben. Gemessen am Lautstärkepegel im Vicente Calderón bei Anpfiff hatte jeder einzelne Atlético-Fan seine Ration Zuversicht bekommen. Die Hausherren ließen sich von der fantastischen Atmosphäre inspirieren und brannten gleich ein Feuerwerk ab.

In einer intensiven Anfangsphase hatte Koke in der 5. Minute die erste Großchance für Atlético, im Gegenzug rettete Jan Oblak stark gegen Casemiro. Deutlich entschlossener präsentierte sich im weiteren Verlauf aber der Gastgeber, der sich zwischen der zwölften und 16. Minute mit einem Doppelschlag für die Mühen belohnte: Nach einer Ecke gewann Saúl Ñíguez das Luftduell gegen Cristiano Ronaldo und köpfte zum 1:0 ein. 

Griezmann per Elfmeter zum 2:0
Griezmann per Elfmeter zum 2:0©AFP/Getty Images

 Die jubelnden Atlético-Fans hatten sich gerade erst wieder hingesetzt, als Fernando Torres im Sechzehner von Raphaël Varane zu Fall gebracht wurde. Strafstoß! Antoine Griezmann trat an, rutschte dabei weg und markierte trotzdem das 2:0, weil Keylor Navas die Hand nicht entscheidend an den Ball bekam. Urplötzlich war Atlético wieder voll im Geschäft - das Calderón verwandelte sich endgültig in ein Tollhaus.

Auch auf dem Platz wurde es hitzig: Schiedsrichter Cüneyt Çakır verteilte im ersten Durchgang fünf Gelbe Karten und war mehrmals als Schlichter gefragt. Vier Minuten vor der Pause gab Isco den Stimmungskiller: Karim Benzema setzte sich erst in einer herausragenden Aktion an der Grundlinie gegen drei Verteidiger durch und legte zurück auf Toni Kroos, der direkt abzog. Oblak reagierte erneut bärenstark, war beim Nachschuss von Isco aber machtlos.

Überzeugender Auftritt: Casemiro
Überzeugender Auftritt: Casemiro©AFP/Getty Images

Zu Beginn des zweiten Durchgangs entzog sich Real geschickt dem Atlético-Pressing und machte nicht den gleichen Fehler wie zu Beginn der Partie. Vor allem die Strippenzieher im Mittelfeld - Casemiro, Kroos und Luka Modrić - ließen den Ball clever zirkulieren. 

Erst ein Abwehrfehler von Danilo, der den verletzten Dani Carvajal ersetzte, brachte den Rojiblancos nach langer Zeit wieder eine große Chance ein, die Navas mit einer herausragenden Doppelparade gegen Yannick Carrasco und Kevin Gameiro zunichte machte.

Auch im weiteren Verlauf sollte die Elf von Diego Simeone noch ihre Möglichkeiten bekommen, scheiterte aber entweder an Navas oder am eigenen Unvermögen. Derweil beschränkte sich Real auf sporadische Konter, war aber nicht mehr zwingend genug. Den Königlichen wird es egal sein, Cardiff ruft! 

Schlüsselspieler: Luka Modrić
Karim Benzema hatte zweifelsohne die beste Szene des Spiels, doch als Kopf der Mannschaft präsentierte sich der kroatische Strippenzieher. Modrić strahlte eine große Ruhe aus und hatte immer wieder eine gute Idee, um Atléticos Pressing ins Leere laufen zu lassen.

Der Fluch des Titelverteidigers...
... könnte am 3. Juni endlich durchbrochen werden. Über die Favoritenrolle in Cardiff lässt sich streiten. Real hat sich auf dem Papier in dieser Saison kaum eine Blöße gegeben, erlebte aber deutlich mehr kritische Phasen als Juventus. Wenn es den Italienern gelingt, Reals Spielfluss zu unterbinden, könnte der 23-jährige Fluch erneut zuschlagen.

Abschied Vicente Calderón
Die 51-jährige Heimat von Atlético erlebte an ihrem letzten großen Europapokalabend einen unterhaltsamen Schlagabtausch, das Happy End aus Sicht der Hausherren blieb aber aus. Kurios: Zwei Minuten vor Schluss fing es heftig an zu regnen. Tränen des Abschieds für einen einzigartigen Fußballtempel?

©AFP/Getty Images
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