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Rasse und Klasse: Bayern scheitert an Real Madrid

Der FC Bayern rettete sich bei Real Madrid in Unterzahl in die Verlängerung, wo jedoch Dreifachtorschütze Cristiano Ronaldo sowie Marco Asensio den Titelverteidiger ins Halbfinale schossen.

See Ronaldo hat-trick and rest of Madrid-Bayern drama
See Ronaldo hat-trick and rest of Madrid-Bayern drama

Der FC Bayern hat das Halbfinale in der UEFA Champions League verpasst. Nach der 1:2-Pleite im Hinspiel retteten sich die Münchner bei Real Madrid in Unterzahl in die Verlängerung, wo jedoch Dreifachtorschütze Cristiano Ronaldo sowie Marco Asensio den Titelverteidiger zum 4:2-Sieg und in die nächste Runde schossen.

Aufatmen bei den Bayern vor Spielbeginn: Die zuletzt angeschlagenen Robert Lewandowski, Jérôme Boateng und Mats Hummels meldeten sich rechtzeitig zum Rückspiel wieder fit und standen allesamt in der Startformation. Bis auf den gesperrten Javi Martínez hatten die Münchner somit ihre beste Elf beisammen, dementsprechend mutig starteten sie im Estadio Santiago Bernabéu und hatten die Partie in der Anfangsphase weitestgehend im Griff.

Nach neun Minuten erarbeiteten sich die Bayern eine großartige Doppelchance zur frühen Führung. Nach schönem Zusammenspiel mit David Alaba auf der linken Seite passte Franck Ribéry flach an den Fünfmeterraum, wo Thiago Alcántara an Marcelo hängenblieb, ehe Arjen Robbens Nachschuss aus sieben Metern im Außennetz landete.

Nach einem nicht ungefährlichen Distanzschuss von Arturo Vidal nach 13 Minuten investierte auch Real mehr in die Offensive und wurde erstmals in der 23. Minute gefährlich, als Karim Benzema nach Flanke von Marcelo aus sechs Metern hochstieg, den Ball aber nicht richtig traf und deshalb weit rechts am Tor vorbeiköpfte. Richtig gefährlich wurde es drei Minuten später, als Dani Carvajal aus 16 Metern das linke Eck anvisierte, aber an einer Glanzparade von Manuel Neuer scheiterte.

Jetzt waren die Königlichen die klar bessere Mannschaft und hätten nach 28 Minuten in Führung gehen müssen: Neuer konnte eine scharfe Carvajal-Hereingabe nicht festhalten, der Ball prallte nach vorne zum sträflich ungedeckten Sergio Ramos, der sein 100. Spiel in der Champions League bestritt und sofort abzog, doch Boateng konnte noch vor der Linie klären.

Die Bayern leisteten sich in dieser Phase zu viele Fehler im Spielaufbau, weshalb Real immer wieder kontern konnte und die sich bietenden Freiräume exzellent zu nutzen wusste. In der 34. Minute jagte Toni Kroos den Ball aus 17 Metern in bester Schussposition über den Kasten, ehe zwei Minuten später Ronaldo an Neuer scheiterte und Hummels in der 39. Minute in höchster Not einen Kroos-Schuss aus zehn Metern abblockte.

Nach der Pause erwischten erneut die Bayern den besseren Start. Nach starker Vorarbeit von Alaba chippte Robben den Ball in der 51. Minute über Keeper Keylor Navas, doch Marcelo rettete per Kopf vor der Linie. Kurz darauf gingen die Bayern in Front: Nach Foul von Casemiro an Robben traf Lewandowski vom Elfmeterpunkt souverän zur Führung (53.). Real wirkte in der Folgezeit angeknockt und brachte in der Offensive nichts mehr zustande, klar tonangebend waren die Gäste.

Doch während die Spanier hinten weitestgehend sicher standen, fehlten den Bayern die Ideen, um das Abwehrbollwerk zu knacken. Nach etwa 70 Minuten wurde auch die Hausherren wieder selbstbewusster und markierten nach 76 Minuten den Ausgleich: Casemiro setzte sich gegen den gerade erst eingewechselten Thomas Müller durch und flankte in den Strafraum, wo Ronaldo aus sieben Metern ins rechte Eck einköpfte.

Doch nahezu postwendend gingen die Bayern wieder in Front: Müller wollte eine Flanke von Hummels auf Lewandowski ablegen, Ramos spritzte dazwischen und beförderte den Ball in der 78. Minute ins eigene Tor. Jetzt drängten die Gäste auf den dritten Treffer, der das Weiterkommen bedeutet hätte, doch nach 84 Minuten flog Vidal mit Gelb-Rot vom Platz, so dass Real wieder Oberwasser bekam, aber in der regulären Spielzeit nicht mehr an Neuer vorbeikam, weshalb es in die Verlängerung ging.

Dort wurde es erstmals nach 97 Minuten gefährlich, als Ronaldo aus der zweiten Reihe abzog, aber seinen Meister in Neuer fand – genauso wie zwei Minuten später Asensio, dessen Flachschuss Bayerns Keeper um den Pfosten drehte. Machtlos war Neuer in der 105. Minute: Ramos flankte in den Strafraum zu Ronaldo, der den Ball mit der Brust annahm aus 13 Metern per Flachschuss die Führung besorgte.

In der 109. Minute war erneut Ronaldo zur Stelle: Marcelo tankte sich sehenswert durchs Mittelfeld und legte frei vor Neuer auf den Portugiesen ab, der nur noch ins leere Tor schieben musste. Noch dicker kam es drei Minuten später: Asensio setzte sich gegen Hummels durch und sorgte aus zwölf Metern für den 4:2-Endstand.

Schlüsselspieler: Cristiano Ronaldo (Real Madrid)
Wie im Hinspiel in München avancierte einmal mehr Ronaldo zum Helden der Königlichen. Der Portugiese steht nach seinen drei Toren in Madrid jetzt bei 100 Treffern in der UEFA Champions League und schoss sein Team erneut ins Halbfinale.

Madrids defensive Schwächen
Alle Augen waren auf Ronaldo gerichtet, aber in der Defensive waren die Hausherren immer wieder mal für einen Bock gut. In der kompletten Saison in der Königsklasse haben sie nicht einmal zu Null gespielt. Schon im Halbfinale könnten sich diese defensiven Schwächen rächen, denn auch ein Ronaldo erwischt nicht immer einen Sahnetag.

Starkes Innenverteidiger-Duo
Lange bibberten die Bayern um den Einsatz der beiden Abwehrspieler Jérôme Boateng und Mats Hummels, die aber zur Verfügung standen und beide eine starke Leistung zeigten. Sie hielten den Laden lange zusammen, ehe in der Verlängerung in Unterzahl auch ein wenig die Kräfte schwanden und Real die sich bietenden Freiräume gnadenlos ausnutzte.

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