Kieß und die wilde 13
Sonntag, 11. Dezember 2016
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Mit seinem Kopfballtor in letzter Minute auf Schalke hat Stefan Kießling nicht nur Bayer Leverkusen drei enorm wichtige Punkte beschert, sondern auch im 13. Bundesligajahr in Folge getroffen.
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"Ich freu mich sehr für Kieß, er hat sich die letzten Monate sehr hart durchgekämpft, ich glaube er kann sich heute richtig freuen und wir freuen uns für ihn mit", strahlte Hakan Calhanoglu nach dem hart erkämpften 1:0-Erfolg von Bayer Leverkusen auf Schalke.
Besagter Kieß, außerhalb Leverkusens besser bekannt als Stefan Kießling, war mit seinem ersten Saisontor der Matchwinner dieser Partie und nach den 90 Minuten ehrlich gesagt eher platt als euphorisch. "Ich habe jetzt zweimal 90 Minuten gespielt. Ich bin voll am A.... Wenn ich heute Abend auf der Couch liege und die Beine hochlege, kann ich diesen Moment erst richtig genießen."
Hoffentlich wurde dieser Genuss nicht durch den einen oder anderen Wadenkrampf gestört, denn alleine die Statistik der extrem intensiven Partie zeigt, was der 32-Jährige schon vor seinem 141. Bundesligator in der 89. Minute geleistet hatte. Von seinen 19 Zweikämpfen gewann er 14, von seinen neun Luftduellen spektakuläre acht, darunter auch das entscheidende Tor.
Doch Kießling wäre nicht Kießling, würde er die über ihn hereinprasselnden Lobeshymnen nicht bescheiden weiterreichen: "Hakan Calhanoglu ist ein hervorragender Freistoßschütze. Mit seinen Bällen kann man etwas anfangen. Einen seiner Freistöße konnte ich zum Glück nutzen und das Siegtor erzielen."
Monatelang musste Kießling zuletzt verletzt pausieren, sogar von einem vorzeitigen Karriereende war in den Zeitungen schon die Rede, doch jetzt hat er in seiner 13. Bundesligasaison in Folge getroffen und wieder einmal alle Skeptiker Lügen gestraft. Was ihm jetzt noch fehlt, ist in dieser Saison ein Tor in der UEFA Champions League, aber das hat er sich ja vielleicht für das Achtelfinale aufgehoben…