Meunier zerstört Basler Träume

Paris Saint-Germain steht nach dem Last-Minute-Sieg sicher in der K.-o.-Runde. Für den weiterhin sieglosen FC Basel ist der Traum vom Achtelfinale geplatzt.

Highlights: Meunier magic puts Paris through
Highlights: Meunier magic puts Paris through

Und dann trafen sie doch noch! Thomas Meunier war der Mann, der den St. Jakob-Park zu sehr später Stunde zum Verstummen brachte. Der den FC Basel um einen Punktgewinn gegen den PSG brachte. Mit einem brillanten Hocheckschuss schoss er Paris Saint-Germain zum 2:1-Erfolg beim Schweizer Meister, der zum dritten Mal in Serie verlor.

Der hatte nach 76 Minuten plötzlich zu träumen gewagt, er könne PSG einen Punkt abringen, womöglich gar drei. Luca Zuffi, erst eine Viertelstunde auf dem Rasen, überraschte PSG-Torwart Alphonse Aréloa mit einem Heber aus dem Halbfeld. Mit allem hatte Aréloa gerechnet, nur nicht damit, dass Zuffi so viel Chuzpe haben und zum Schuss ansetzen würde. Hatte er aber!

Es begann eine Schlussviertelstunde, in der der FCB den Favoriten an den Rand des Abgrunds drängte. Hätte Marc Janko, der den glücklosen Seydou Doumbia in der Sturmspitze abgelöst hatte, den Ball nach einer Flanke von Zuffi ins statt neben das Tor gesetzt - der FCB hätte womöglich gewonnen. Das erfolgsverwöhnte Basler Publikum, 34 600 an der Zahl, tobte wie noch nie in diesem Jahr.

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Dabei hatte PSG die Partie unter Kontrolle gehabt. Der FCB machte es gewiss nicht schlecht. Doch die Gründe, dass er sich nicht mehr entfalten konnte, trug prominente Namen. Beispiele? Marco Verratti, Edinson Cavani, Thiago Silva oder Angel di Maria.

Und die lange Zeit einzige Basler Chancen liess ausgerechnet jener Mann liegen, der schon viele Sternstunden in Rot-Blau erlebt hat: Captain Matias Emilano Delgado. Nach 15 Minuten erreichte eine Flanke von FCB-Aushilfsrechtsverteidiger Omar Aber Delgado am zweiten Pfosten. Annahme, Schuss - aber zu schwach getreten für Aréola. Und in der 36. Minute prallte ein abgewehrte Flanke zu ihm, der an der Strafraumgrenze stand. Zeit und Platz hätte er. Doch wo kullert der Schuss Delgados hin? Meterweit am linken Pfosten vorbei. Ein grober Fehltritt!

Weil PSG sich diese auch leistete, stands lange 0:1. Cavani etwa hob die Kugel nach brillantem Zuspiel Verratis drüber. Verratti selbst verfehlte das Lattenkreuz ein andermal nur knapp. Es traf einzige Blaise Matuidi, der nach einer Ecke einen Schuss am zweiten Pfosten per Hacke ins Tor lenkte. Éder Balanta, der Basler Innenverteidiger, hob das Abseits auf.

Danach hatte Paris alles im Griff, ohne zu glänzen. Bis zur brisanten Schlussphase mit dem brutalen Basler Ende.

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Schlüsselspieler: Thomas Meunier (Paris)
Meunier stand nur aufgrund der Knöchelverletzung von Serge Aurier in der Startelf, besser hätte er seine Chance aber kaum nutzen können. Der Belgier war schon am ersten Treffer beteiligt und erzielte kurz vor Schluss auf sehenswerte Art und Weise sein erstes Tor für die Franzosen.

Entscheidung in London
Paris und London hatten heute beide ihre liebe Mühe, konnten sich aber jeweils über drei Punkte freuen. Am 23. November kommt es zum großen Showdown im Norden von London. Beide Teams wissen aus eigener Erfahrung, wie schwer man es im Achtelfinale als Gruppenzweiter hat. Wir dürfen uns also auf ein richtiges Endspiel einstellen.

Basel zu harmlos
Nach vier Gruppenspielen haben die Schweizer lediglich zwei Tore erzielt und in der zweiten Halbzeit gegen Paris lief offensiv gar nichts mehr zusammen. Bestenfalls kann die Mannschaft von Urs Fischer jetzt noch die UEFA Europa League erreichen, dafür muss man in Sachen Kreativität aber noch eine gehörige Schippe drauflegen.

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