Österreicher wollen wieder mitreden

In den letzten beiden Jahren fand nur jeweils ein österreichischer Klub den Weg in die Gruppenphase. Das soll sich nun ändern. Salzburg, Rapid und die Austria treten in den Play-offs an.

Der FC Salzburg will den Champions-League-Fluch ablegen
Der FC Salzburg will den Champions-League-Fluch ablegen ©GEPA

Zahlenmäßig waren rot-weiß-rote Klubs in den letzten beiden Saisonen nicht sonderlich stark im Europacup vertreten. Zwar konnten sowohl der SK Rapid Wien 2015/16, als auch der FC Salzburg 2014/15 jeweils den Gruppensieg in ihrer UEFA Europa League Tabelle davontragen, allerdings waren sie die einzigen Vertreter Österreichs. Das soll sich nun ändern, denn im Playoff kämpfen drei Vereine um den Aufstieg. Erfolge werden dringend benötigt, schließlich geht es darum, den fünften internationalen Startplatz zurückzuerobern.

Acht Mal in Folge war den Mozartstädtern der Weg in die UEFA Champions League zu steinig. Gegen Fenerbahçe, Shakhtar Donetsk, Valencia CF schied man aus, Malmö FF stellte sich Salzburg doppelt erfolgreich in den Weg und auch gegen Hapoel Tel Aviv und Maccabi Haifa war Endstation. Besonders schmerzhaft war das Ausscheiden gegen F91 Dudelange aus Luxembourg vor vier Jahren.

Gegen Dinamo Zagreb soll nun alles ganz anders werden – und die Statistik spricht dabei auch für die Österreicher. Vier Spiele gab es seit 2009 mit drei Siegen und einem Unentschieden für Salzburg. Auch Weg des letzten rot-weiß-rote Teilnehmers an der UEFA Champions League, nämlich die Wiener Austria im Herbst 2013, führte über die Kroaten.

Gleichzeitig war es auch der letzte Auftritt der Violetten in einer Europacup-Gruppenphase. Zwei lange Jahre fiel die Austria durch internationale Absenz auf. Jetzt soll es gegen Rosenborg BK klappen.

Dass das aber keine leichte Aufgabe wird, weiß auch FAK-Trainer Thorsten Fink: "Das ist das schwerstmögliche und attraktivste Los, das wir bekommen konnten. Sie befinden sich mitten in der Saison. Wir treffen auf einen starken Gegner, den wir respektieren und der sicher als Favorit in diese Partie geht."

Die Violetten stehen vor dem UEFA Europa League Playoff unter Druck. In den beiden letzten Bundesliga-Spielen mussten sie zwei empfindliche Niederlagen hinnehmen. Gegen Rapid unterlag die Fink-Elf daheim mit 1:4, bei Sturm Graz musste man sich mit 1:3 geschlagen geben. "Wir müssen uns aufrichten. Es kann ganz schnell gehen", meinte Fink.

Auch von der mathematischen Perspektive steht die Austria mit dem Rücken zur Wand. In der nächste Saison fällt nämlich die starke Spielzeit 2011/12 aus der Fünfjahreswertung. Ohne zusätzliche Punkte würde dann die Setzung für die letzte Qualifikationsrunde wanken.

Darüber macht man sich beim Erzrivalen SK Rapid Wien keine Gedanken. Der Sieg in der letztjährigen Gruppe E der Europa League hat dafür gesorgt, dass die Grün-Weißen wohl noch die nächste Zeit auf Gegner treffen, die am Papier schwächer sind.

Im Moment strotzt Rapid nur so vor Selbstvertrauen. Admira Wacker, der "Angstgegner" der jüngeren Vergangenheit, wurde am Samstag mit 4:0 aus dem neuen Stadion geschossen. "Wir müssen da drüber kommen. Wir wissen, dass uns nichts geschenkt wird, aber wir wollen unbedingt in die Europa League. Das ist für jeden Spieler eine sensationelle Erfahrung, die einen unglaublich weiter bringt", wusste Stefan Schwab. 

Eine Erfahrung, die mit ein bisschen Glück gleich drei österreichische Teams machen dürfen.