UEFA.com funktioniert besser bei anderen Browsern
Um das bestmögliche Erlebnis zu haben, empfehlen wir, Chrome, Firefox oder Microsoft Edge zu verwenden.

Trainer, die sich mit einem Europapokaltriumph verabschiedeten

Manuel Pellegrini könnte diese Saison die UEFA Champions League gewinnen und trotzdem ohne Job dastehen – er wäre nicht der Erste, und es gibt gute Omen für Manchester City und Bayern.

Jupp Heynckes feiert 2013 mit der Trophäe der UEFA Champions League
Jupp Heynckes feiert 2013 mit der Trophäe der UEFA Champions League ©Getty Images

Manuel Pellegrini könnte Manchester City in dieser Saison zum Gewinn der UEFA Champions League führen und trotzdem am Ende der Saison seinen Job los haben.

Er wäre aber nicht der Erste, der sich mit einem Triumph verabschieden würde, und ein Josep Guardiola im Anflug hat zuvor schon einmal das Beste aus einem Team herausgeholt – natürlich könnte auch er sich mit der UEFA Champions League verabschieden. Wir stellen die zehn Trainer vor, die sich mit einem Triumph im Europapokal verabschiedeten.

José Villalonga in 1964
José Villalonga in 1964©Getty Images

1957: José Villalonga (Real Madrid)
Villalonga, der mit 36 Jahren nach wie vor der jüngste Trainer ist, der den Europapokal gewinnen konnte, gewann diese Trophäe in beiden Jahren mit den Königlichen, bevor er den Klub aufgrund von Vertragsstreitigkeiten verließ. Danach trainierte er Atlético Madrid und Spanien, mit der Nationalmannschaft gewann er die EURO 1964.

1959: Luis Carniglia (Real Madrid)
Der Argentinier Carniglia machte da weiter, wo Villalonga aufgehört hatte und gewann die nächsten zwei Jahre ebenfalls den Europapokal. Nach dem zweiten Endspiel, einem 2:0 über Stade Reims, musste er den Verein verlassen, weil Santiago Bernabéu nicht mit seiner Entscheidung einverstanden war, Ferenc Puskás im Finale nicht spielen zu lassen.

Béla Guttmann
Béla Guttmann©Getty Images

1962: Béla Guttmann (Benfica)
Auch er gewann den Titel zwei Mal in Folge, bevor er sich verabschiedete. Der Ungar Guttmann bat mehrmals um eine Gehaltserhöhung, die er nicht bekam. Bei seinem Abschied warnte er Benfica, dass sie nie wieder einen internationalen Pokal gewinnen würden – und auch acht Endspiele später ist sein Fluch noch nicht gebrochen.

1963: Nereo Rocco (AC Milan)
Der Meister des Catenaccio schaffte es tatsächlich, dass Eusébio nur ein Tor gelang, als Milan in Wembley Benfica besiegte. Daraufhin ging Rocco zu Torino, kehrte jedoch vier Jahre später zurück und gewann 1969 auch Milans zweiten Europapokal.

1971: Rinus Michels (Ajax)
Ajax musste sich 1969 geschlagen geben, doch Trainer Michels – wie Rocco ein Innovator – konnte zwei Jahre später seinen Triumph gegen Panathinaikos feiern. In der nächsten Saison trainierte er Barcelona, übernahm Ajax jedoch vier Jahre später erneut.

1986: Emeric Ienei (Steaua)
Wenige Wochen nach dem größten Erfolg des rumänischen Fußballs gegen Barcelona verabschiedete sich Ienei – zuvor verteidigte er noch den Meistertitel. Er übernahm eine Stelle als Technischer Direktor bei der Nationalmannschaft und ersetzte Mircea Lucescu wenige Monate später als Nationaltrainer.

1993: Raymond Goethals (Marseille)
Goethals übernahm das Traineramt 1990 und wurde damit beauftragt, den Europapokal zu gewinnen – was ihm drei Jahre später auch gelang, woraufhin er den Klub verließ. Mit fast 72 Jahren ist er nach wie vor der älteste Trainer, der die Trophäe gewinnen konnte.

1997: Ottmar Hitzfeld (Dortmund)
Nach zwei Meisterschaften in Folge machte Hitzfeld 1997 den nächsten logischen Schritt und gewann Dortmunds ersten internationalen Titel. Was danach kam, war weniger offensichtlich: Er wurde Sportdirektor. Für Dortmund war das weniger gut, da er später zu Bayern ging und dort fünf Meistertitel und 2001 die UEFA Champions League gewann.

1998: Jupp Heynckes (Real Madrid)
Die elf Monate, die Heynckes in Spanien verbrachte, waren von der niedrigsten Siegquote in der modernen Zeit geprägt, doch er gewann trotzdem den ersten Europapokal seit 32 Jahren. Acht Tage nach dem Finalsieg gegen Juventus verlor Heynckes seinen Job.

2004: José Mourinho (Porto)
Nach dem späten Siegtor im Achtelfinale durch Costinha tanzte Mourinho an der Seitenlinie in Old Trafford, doch nach dem Sieg im Endspiel feierte er gebändigter. Zwei Tage später war er Cheftrainer bei Chelsea.

2010: José Mourinho (Internazionale Milano)
Den Portugiesen traf es zwei Mal: Nicht lange nach dem Tripelsieg (wie bei Porto sechs Jahre zuvor) sagte Mourinho, dass er traurig sei, weil es "fast schon sicher mein letztes Spiel mit Inter war". Sechs Tage nach dem Gewinn der UEFA Champions League wurde er bei Real Madrid vorgestellt.

2013: Jupp Heynckes (Bayern München)
Heynckes wusste schon seit Januar, dass Guardiola ihn mit Ende der Saison ersetzen würde. Trotzdem schaffte er mit Bayern einen Lauf, der Bundesligarekorde brach, Barcelona mit insgesamt 7:0 wegfegte und Dortmund im Finale der UEFA Champions League schlug, bevor man zum Abschluss noch den DFB-Pokal gewann.

Wie Bayern 2013 in Wembley den Titel holte
Wie Bayern 2013 in Wembley den Titel holte