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Bayer - Barça: Fünf Nicht-Überraschungen

Es war deutlich mehr drin für Leverkusen, doch in der Endabrechnung nach dem 1:1 gegen Barcelona war vieles so wie vorher erwartet. UEFA.com-Reporter Matthias Rötters erklärt in fünf Punkten warum.

Leverkusen ist trotz einer guten Leistung ausgeschieden
Leverkusen ist trotz einer guten Leistung ausgeschieden ©Getty Images

1. Bayer wird Dritter
Auch wenn Barcelona ohne Stars wie Neymar (Leiste), Luis Suárez (Bank), Andrés Iniesta oder Gerard Piqué (nicht im Kader) antrat, erwartete offenbar keiner ernsthaft, dass sich Bayer noch für das Achtelfinale der Champions League qualifizieren würde. Und es kam so - trotz einer richtig starken Leistung der Werkself. Der einzige, den das wirklich aufzuregen schien war Javier Hernández. "Ein verdammtes Tor und wir sind weiter", brüllte Chicharito sichtlich sauer beim Weg in die Kabine.

2. Messi trifft
Dieses eine Tor machte den Unterschied. Und für Barcelona machte es mal wieder Lionel Messi. Der Weltstar, der nach längerer Verletzung noch mit seiner Form kämpft, zeigte eine für seine Verhältnisse durchwachsene Leistung. Sein genialer Moment in der 20. Spielminute reichte aber für das Tor, das Barcelona vor einer Niederlage in Leverkusen bewahrte. Barça-Keeper Marc-André ter Stegen erklärte nachher: "Einen Mann mit seiner Klasse kann man kaum 90 Minuten ausschalten." Keine Überraschung.

Höhepunkte: Leverkusen - Barcelona 1:1
Höhepunkte: Leverkusen - Barcelona 1:1

3. Leverkusen fehlt nicht viel
Das besonders Bittere an diesem Champions-League-Abend war einmal mehr, dass Leverkusen nur ganz knapp am Sieg scheiterte. Wie beim 1:2 in Barcelona, wie beim 4:4 gegen Rom (nach 2:0-Führung), wie beim 1:1 in Borisov schrammte Bayer am "Dreier" vorbei. Ein starkes Spiel mit tollen Sieg-Chancen ohne Erfolg am Ende - es überraschte nicht mehr wirklich.

4. Ter Stegen hält bärenstark
"Ich hatte heute genug zu tun", erklärte Deutschland-Rückkehrer Marc-André ter Stegen nach dem Spiel auf Spanisch. Der ehemalige Keeper von Borussia Mönchengladbach glänzte aber nicht nur am Mikrofon der spanischen TV-Kameras, sondern vor allem auf dem Platz, auf dem er Bayer mit seinen Paraden zur Weißglut trieb. Auch auf die Frage, ob solche Leistungen in der Königsklasse nicht auch nach mehr Einsatzzeit in der Liga "schreien" würden, antwortete er ganz cool: "Der Trainer war meines Wissens nach heute da und er bestimmt wer spielt. Er trifft die Entscheidung, die am besten für das Team ist."

5. Es gibt keinen Wunschgegner
Die letzte Nicht-Überraschung gab es nach dem Spiel an den Mikrofonen. Wer denn nun der Wunschgegner in der nächsten Runde sei, wollten die Journalisten wissen. Und überraschend gaben sowohl die Spieler von Barcelona als auch die Bayer-Stars keine konkrete Antwort. Etwas mehr sagte lediglich Bayer-Spieler Roberto Hilbert, der erklärte: "Wir spielen jetzt in der Europa League und die ist spätestens nach dieser Runde richtig stark besetzt. Wir freuen uns sehr auf die kommenden Aufgaben." Vielleicht dann ja mit mehr Überraschungen...