Entscheidungsspiel für BATE und Leverkusen

Der Tabellendritte Bayer Leverkusen will mit einem Sieg bei BATE Borisov seine Chancen auf das Achtelfinale wahren, während der Meister aus Belarus ebenfalls unbedingt punkten muss.

Leverkusens Wendell im Zweikampf mit Aleksandr Hleb im Hinspiel
Leverkusens Wendell im Zweikampf mit Aleksandr Hleb im Hinspiel ©AFP/Getty Images

Sowohl der FC BATE Borisov als auch Bayer 04 Leverkusen benötigen am fünften Spieltag unbedingt ein positives Ergebnis.

• Für Leverkusen ist es das erste Gastspiel in Belarus, die Werkself könnte sich mit einem Sieg auf den zweiten Platz setzen, wenn die Roma beim FC Barcelona nicht gewinnt. Allerdings wären sowohl BATE als auch Bayer ausgeschieden, wenn sie sich mit einem Remis trennen und die Roma in Barcelona gewinnt.

Hintergrund

BATE
• BATE hat in der laufenden Europapokalsaison vier von fünf Heimspielen gewonnen. Vor der Niederlage gegen Barcelona am dritten Spieltag (0:2) gewann man in den Qualifikationsrunden gegen Dundalk FC (2:1), Videoton FC (1:0) und FK Partizan (1:0), ehe ein 3:2-Erfolg gegen die Roma folgte.

Nach der 1:4-Niederlage in Leverkusen am ersten Spieltag will BATE seine Hoffnungen auf den erstmaligen Einzug ins Achtelfinale am Leben halten. Vier Mal nahm der Klub bislang vergeblich Anlauf, 2012/13 reichte es zumindest für den dritten Platz in der Gruppe, auch dank eines Heimsiegs gegen den FC Bayern München.

• Zu den Torschützen bei diesem 3:1-Sieg gegen die Bayern im Oktober 2012 zählte auch Vitali Rodionov, der neben Aleksandr Hleb, Dmitri Likhtarovich, Dmitri Mozolevski, Edgar Olekhnovich, Denis Polyakov und Aleksandr Volodko auch jetzt noch zum BATE-Kader gehört.

Leverkusen
• Leverkusen möchte in der UEFA Champions League zum ersten Mal seit November 2014 wieder auswärts gewinnen, damals gab es ein 2:1 beim FC Zenit.

• Inklusive der 0:1-Hinspielniederlage in den Play-offs bei SS Lazio hat die Werkself alle drei Auswärtsspiele im laufenden Wettbewerb verloren - jedes Mal durch ein Gegentor in den letzten 15 Minuten.

• Leverkusen erreichte bei seinen letzten sechs Auftritten in der Gruppenphase der UEFA Champions League jeweils das Achtelfinale. Das letzte Mal scheiterte man in der Saison 2000/01 vor Weihnachten.

Verschiedenes
• BATE-Trainer Aleksandr Yermakovich stand als Spieler auf dem Platz, als der Klub zum ersten Mal auf eine Mannschaft aus der Bundesliga traf - 2002 gab es im UEFA Intertoto Cup einen 1:0-Hinspielsieg beim TSV 1860 München (insgesamt 5:0).

• Während seiner Zeit beim VfB Stuttgart (2000-2005, 2009-10) und dem VfL Wolfsburg (2011) traf Hleb elfmal auf Leverkusen, seine Bilanz: 4 Siege, 1 Unentschieden, 6 Niederlagen. Dabei erzielte er einen Treffer – bei Stuttgarts 3:0-Heimsieg in der Bundesliga im April 2003.

• Nikolai Signevich zählte beim 3:2-Testspielsieg von Belarus letzten November gegen Mexiko mit Javier Hernández zu den Torschützen. Ilya Aleksievich, Sergei Chernik, Mikhail Gordeichuk, Igor Stasevich und Maksim Volodko liefen ebenfalls für Belarus auf.

• Admir Mehmedi traf bei der UEFA-U21-Europameisterschaft 2011 in Dänemark zweimal für die Schweiz bei einem 3:0-Sieg gegen eine Belarus-Truppe mit Dmitri Baga, Vitali Gaiduchik und Polyakov.

• Akteure, die zusammengespielt haben:
Hleb und Roberto Hilbert (Stuttgart 2009-10)

Fakten zum Spiel

BATE
• Nemanja Milunović und Filip Mladenović sind bei der nächsten Verwarnung gesperrt.

• Dmitri Mozolevski erzielte beim 5:0-Sieg gegen den FC Granit Mikashevichi im Achtelfinalhinspiel des weißrussischen Pokals am Freitag einen Doppelpack.

• BATE gewann durch ein 2:0 beim FC Vitebsk am 16. Oktober zum zehnten Mal in Folge die Meisterschaft in Belarus. Sie beendeten ihre Meisterschaftssaison am 8. November mit einem 4:1 gegen den SFC Slutsk und hängten damit Vizemeister FC Dinamo Minsk mit zwölf Punkten Vorsprung ab.

• Sergei Chernik blieb in 24 Ligaspielen 16 Mal ohne Gegentor - das ist die Bestleistung. Bis zum 11. Spieltag der Saison 2015 kassierte BATE kein einziges Gegentor.

Leverkusen
• Kyriakos Papadopoulos und Ömer Toprak sitzen eine Sperre von einem Spiel ab.

• Leverkusen beendete am Samstag beim 3:1 auswärts gegen Eintracht Frankfurt eine Serie von drei Pflichtspielpleiten.

• Papadopoulos wurde bei der 1:2-Heimniederlage am 7. November gegen den 1. FC Köln vom Platz gestellt - es war der vierte Platzverweis seiner Bundesligakarriere.

• Hernández hat in seinen letzten sieben Spielen für Leverkusen jeweils getroffen, insgesamt brachte er es in diesem Zeitraum auf zehn Tore.

• Lars Bender musste wegen Problemen mit dem Sprunggelenk auf die letzten vier Partien der Werkself verzichten.

• Tin Jedvaj (fehlt seit 17. Juli, Oberschenkel) gab als Einwechselspieler am 17. Oktober sein Comeback beim 0:0 beim Hamburger SV, zog sich aber fünf Tage später beim Training eine weitere Oberschenkelverletzung zu, sodass er wahrscheinlich für den Rest des Jahres ausfallen wird.

• Bei Charles Aránguiz riss am 20. August im Training die Achillessehne, während Hilbert (8. Oktober, linkes Knie) den Rest des Jahres ausfallen wird.