Vorbericht auf die Spiele am Mittwoch

Basel trifft in den Play-off-Hinspielen am Mittwoch auf Maccabi Tel-Aviv, Valencia empfängt Monaco, Celtic spielt gegen Malmö, Rapid Wien bekommt es mit Shakhtar Donetsk zu tun und Skënderbeu mit Dinamo Zagreb.

Mircea Lucescu führte Shakhtar letzte Saison ins Achtelfinale
Mircea Lucescu führte Shakhtar letzte Saison ins Achtelfinale ©AFP/Getty Images

Basel - Maccabi Tel-Aviv
• Basel und Maccabi trafen in der Saison 2013/14 gleich vier Mal aufeinander; das damals von Murat Yakin trainierte Basel warf das Team von Paulo Sousa zuerst in der dritten Qualifikationsrunde der UEFA Champions League raus, dann in der UEFA Europa League in der Runde der letzten 32.
• In zehn Europapokal-Spielen zwischen israelischen und Schweizer Klubs haben die Teams aus Israel nur einmal gewonnen, die Teams aus der Schweiz dagegen fünf Mal.

Urs Fischer, Trainer von Basel
Es bringt uns ja nichts, dass wir uns in der Vergangenheit schon zwei Mal gegen sie durchgesetzt haben, obwohl es für uns positiv war. Es sind zwei neue Partien, die Mannschaften haben sich verändert, die Trainer haben sich verändert, das ist eine ganz neue Ausgangslage, insbesondere bei Basel. Der FC Basel ist der Favorit, aber das hat nichts mit den zwei Paarungen der Vergangenheit zu tun. Wir müssen dann aber auch schauen, dass wir das auf dem Platz zeigen. Ich spüre keine besondere Stimmung oder Anspannung in der Mannschaft, das hat aber auch damit zu tun, dass wir in einer Saisonphase sind, in der wir abwechselnd trainieren, spielen, trainieren, spielen.

Slaviša Jokanović, Maccabis Trainer
Viele Leute glauben, dass dieses Spiel schon durch ist und wir hier nichts ausrichten können, aber das glaube ich nicht. Wir haben eine große Chance, wir haben unsere Qualyität in anderen Spielen nachgewiesen. Wir werden versuchen, hier ein gutes Resultat einzufahren, bevor das Rückspiel in Tel Aviv ansteht. Viele Leute glauben, dass wir keine Chance haben, in der Champions League zu spielen, ich aber schon und meine Spieler genauso. Die Zeit ist noch nicht gekommen, dass wir aufgeben.

Valencia - AS Monaco
• Unter Trainer Bernardino Pérez besiegte Titelverteidiger Valencia das von Gérard Banide gecoachte Monaco 1980/81 in der ersten Runde des Pokalsieger-Wettbewerbs mit insgesamt 5:3.

• Valencia gewann alle acht Heimspiele gegen französische Teams, bis Paris Saint-Germain 2012/13 im Achtelfinale der UEFA Champions League in Valencia mit 2:1 siegte.

Nuno Espírito Santo, Trainer von Valencia
Das Spiel gegen Monaco ist das wichtigste dieser Saison – wir haben uns auf diese Partie extrem gut vorbereitet. Das ist das beste Duell dieser Runde: Valencia und Monaco sind aufgrund der Qualität ihrer Spieler zwei 'Champions League-Teams'. Hoffentlich kann ich nach dem Spiel sagen, dass wir einen großen Schritt in Richtung Gruppenphase gemacht haben.

2003/04: Monaco - Deportivo 8:3
2003/04: Monaco - Deportivo 8:3

Leonardo Jardim, Trainer von Monaco
Wir haben jetzt sieben Wochen Vorbereitung hinter uns und schon vier Pflichtspiele absolviert. Uns fehlen ein paar wichtige Spieler, aber jammern hilft nichts, wir müssen dafür Lösungen finden. Wir müssen mit unseren vorhandenen Spielern das Beste machen. Die Teams haben sich gegenüber der letzten Saison verändert.

Celtic - Malmö
• Celtic trifft auf seinen früheren Spieler Jo Inge Berget, der letzte Saison zeitweise auf Leihbasis in Glasgow spielte, ehe er im Januar von Cardiff City zu Malmö wechselte.

Ronny Deila, Celtic-Trainer
Wir treffen auf ein gutes Team. Malmö hat sich in den letzten zwei oder drei Jahren gut geschlagen. Ich habe großen Respekt vor ihnen. Sie entwickeln gute Spieler. Einige haben den Klub verlassen, aber sie ziehen immer wieder gute Spieler aus der Akademie hoch. Unser Ziel ist die [Gruppenphase der] Champions League. Wir sind nur noch zwei Spiele davon entfernt. Wir müssen unser Bestes geben. Wenn wir das schaffen und trotzdem nicht weiterkommen, dann sind wir nicht gut genug.

Åge Hareide, Malmös Trainer
Markus [Rosenberg] macht es als Kapitän richtig gut, den jungen Spielern mit auf den Weg zu geben, dass alles möglich ist. Im Vergleich zur letzten Saison sind nur noch drei Spieler da. Er kann ihnen aufzeigen, dass sie keine Angst haben, sich an die Taktik halten und ihren Job machen müssen. Spieler für Spieler, vom Torhüter bis zum Stoßstürmer, gibt es keine großen Unterschiede [zu Celtic].

Celtic-Trainer Ronny Deila
Celtic-Trainer Ronny Deila©Getty Images

Rapid Wien - Shakhtar Donetsk
• Rapid ist seit einer 1:4-Heimpleite gegen Dynamo Kyiv im Viertelfinale des Pokals der Pokalsieger 1985/86 in vier Heimspielen gegen ukrainische Gegner ungeschlagen (3 Siege, 1 Remis).
• Die Ukrainer müssen auf Verteidiger Ivan Ordets und Stürmer Wellington Nem verzichten. Shakhtar war zweimal in Österreich zu Gast und verlor beide Partien: 1:5 gegen Austria Wien in der ersten Runde des UEFA-Pokals 2002/03 und dann – unter Mircea Lucescu – 0:1 in Salzburg in der dritten Qualifikationsrunde zur UEFA Champions League 2006/07.

Zoran Barisic, Rapids Trainer
Wir freuen uns, dass wir vor solch einer großen Kulisse spielen werden; die Unterstützung wird nötig sein, da Shakhtar Favorit ist. Auf uns wartet eine große Herausforderung, aber wir haben alles zu gewinnen. Sie haben keine großen Schwächen und sind sehr stabil, aber wir können den nächsten Schritt machen – wir glauben daran, dass wir Großes leisten können.

Fünf tolle Shakhtar-Siege
Fünf tolle Shakhtar-Siege

Mircea Lucescu, Shakhtars Trainer
Rapid hat Ajax rausgeworfen, ein Team, das viel Qualität und Erfahrung in der Champions League hat, deshalb sind sie in der Lage, jedes Team im Wettbewerb zu bezwingen. Ich will nicht über ihre Organisation sprechen, aber sie erzielen viele Tore – andererseits sind sie manchmal nicht besonders souverän in der Abwehr und kassieren auch Gegentreffer.

Skënderbeu - Dinamo Zagreb
• Skënderbeu steht erstmals in den Play-offs und wird – unabhängig vom Ergebnis gegen Dinamo - definitiv als erster Klub Albaniens die Gruppenphase eines UEFA-Klubwettbewerbs erreichen.

• Es wird eine besondere Reise für den 18-jährigen Dinamo-Mittelfeldspieler Endri Çekiçi, der aus Albanien stammt: "Mein Vater spielte für Skënderbeu, als ich ein Kind war, aber es dürfte keinen Zweifel geben, welchen Klub er diesmal unterstützt. Dinamo Zagreb und seinen Sohn, natürlich!"

Mirel Josa, Trainer von Skënderbeu
Skënderbeu hat in den letzten fünf Jahren sehr hart gearbeitet und wir sind jetzt hier, weil sich diese Arbeit ausgezahlt hat. Wir spielen gegen eine große Mannschaft, Dinamo Zagreb ist ein Team mit Tradition und auf dem ganzen Balkan bestens bekannt. Wir wissen, wie schwer es wird, die Gegner werden immer besser, aber wir sind ja auch hier, weil wir bisher großartig gespielt haben.

Zoran Mamić, Trainer von Dinamo
Wir dürfen nicht vergessen, dass sie ihre Liga anführen und in Topform sind; das albanische Nationalteam schlägt sich sehr gut und der albanische Fußball wird immer besser. Es ist eine Ehre und ein Privileg, so weit in diesem Wettbewerb gekommen zu sein, wir lassen uns nicht davon blenden, dass wir jetzt der Favorit sind. Das Ergebnis wird davon abhängen, wie wir auftreten.