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Bayern mit Urgewalt ins Halbfinale

FC Bayern München - FC Porto 6:1 (Gesamt: 7:4)
Auf die Enttäuschung in Portugal folgte das Schützenfest in München - dank einer Galavorstellung ist der FCB im Halbfinale.

Lewandowski rundum zufrieden
Lewandowski rundum zufrieden

• Der FC Bayern München hat zum vierten Mal in Folge das Halbfinale der UEFA Champions League erreicht
• In einer bärenstarken ersten Halbzeit wurde der FC Porto mit Urgewalt überrollt – der Rest war nur noch Formsache
• Thiago, Boateng, Lewandowski (2) und Müller schossen eine 5:0-Pausenführung heraus
• Jackson Martínez verkürzte Mitte der zweiten Halbzeit auf 1:5, ehe Xabi Alonso den Endstand herstellte
• Die Auslosung des Halbfinals findet am Freitag in Nyon statt

Zwar mit Tempo, aber nicht mit bedingungsloser Offensive ging die Elf von Pep Guardiola die Herausforderung an, das 1:3 aus dem Rückspiel wettzumachen. In der zehnten Minute hatten die Bayern-Fans bereits den Torschrei auf den Lippen: Thomas Müller wurde steil geschickt, scheiterte an Fabiano und der Ball fiel vor die Füße von Robert Lewandowski, der unter Bedrängnis nur den Pfosten traf.

Wenig später war es dann soweit: Nach der Flanke von Juan Bernat tankte sich Thiago Alcántara am kurzen Pfosten durch und köpfte das Leder zum 1:0 ein (14.). Der erste Schritt war getan, doch die Bayern setzten umgehend nach und belagerten Portos Hälfte weiter. Daraus resultierte in der 21. Minute eine Ecke, die über Holger Badstuber bei Jérôme Boateng und von dessen Kopf im Tor landete.

Damit nicht genug: Keine sechs Minuten später war Lewandowski im Strafraum zur Stelle und machte es ebenfalls mit Köpfchen – 3:0. Die Bayern hatten keine halbe Stunde gebraucht, um das verkorkste Hinspiel vergessen zu machen. Die Portugiesen wussten überhaupt nicht, wie ihnen geschieht – und dann kam auch noch Pech dazu. Ein Distanzschuss von Müller wäre wohl für Fabiano kein Problem gewesen, doch das Leder wurde abgefälscht und erwischte den Torwart auf dem falschen Fuß - 4:0.

Die Arena kam vor lauter Jubel gar nicht mehr zum Stillstand und bekam fünf Minuten vor der Pause auch noch das 5:0 von Lewandowski serviert, der sich im Strafraum stark gegen seinen Gegenspieler behaupten konnte und ins lange Eck einschoss. Es war der Schlusspunkt einer denkwürdigen ersten Halbzeit – über das Fehlen von Franck Ribéry und Arjen Robben redete zur Pause jedenfalls keiner mehr.

Die gröbste Arbeit war getan und so ließen die Bayern den Ball im zweiten Durchgang auch mal durch die Reihen zirkulieren, anstatt mit letzter Konsequenz die Räume im letzten Drittel zu suchen. Hatte man sich den Gegner zurecht gelegt, ging es aber auch wieder mit Tempo in die Spitze. Nach einer scharfen Hereingabe von Müller hätte Rúben Neves um ein Haar ein Eigentor markiert.  

Porto wirkte nicht mehr ganz so gelähmt wie in den ersten 45 Minuten, bekam aber weiterhin keinen Stich. Bis zur 73. Minute: Hector Herreras Hereingabe von der rechten Seite kam perfekt für Jackson Martínez, der mit Portos allererstem Torschuss auf 1:5 verkürzte. Plötzlich wachten die Porto-Fans wieder auf, allerdings brauchten die Gäste zwei weitere Tore für ein Weiterkommen. Eines davon hätten sich die Portugiesen auch wenig später fast besorgt, der Schuss von Martínez rauschte jedoch knapp am Tor von dem bis dahin beschäftigungslosen Manuel Neuer vorbei (77.).  

Zwei Minuten später kamen die Bayern mal wieder zu einer guten Chance, als Lewandowski knapp links am Tor vorbeischoss. Der Bundesliga-Tabellenführer legte jetzt noch mal einen Gang zu und spielte nach 87 Minuten in Überzahl, da Iván Marcano nach Foul an Thiago mit Gelb-Rot des Feldes verwiesen wurde. Den folgenden Freistoß schlenzte Xabi Alonso aus knapp 25 Metern ins linke obere Eck - der krönende Abschluss einer denkwürdigen Partie.