Basel kassiert späten Ausgleich gegen Porto

FC Basel 1893 - FC Porto 1:1
Danilo traf in der 79. Minute per Strafstoß zum verdienten Ausgleich, nachdem Basel durch Derlis Gonzalez früh in Führung gegangen war.

Frei kann mit Remis leben
Frei kann mit Remis leben

Derlis Gonzalez schießt sein drittes Tor in der laufenden Saison der UEFA Champions League
Danilo gleicht aus, nachdem Casemiros Treffer wegen einer Abseitsposition nicht gegeben wurde
Porto ist weiter eine von drei noch ungeschlagenen Teams im Wettbewerb
Paulo Sousa hat nur zwei von 13 Spielen gegen Porto gewonnen
Das Rückspiel findet am 10. März im Estádio do Dragão statt

Der FC Basel 1893 und der FC Porto trennen sich 1:1 im Achtelfinalhinspiel der UEFA Champions League. Früh waren die Schweizer durch Derlis Gonzalez in Führung gegangen, doch elf Minuten vor dem Schlusspfiff kamen die Gäste durch einen Elfmeter von Danilo zum Ausgleich.

Es hat Methode: Ein kurzer Blick von Fabian Frei. Derlis Gonzalez, der in die Tiefe sprintet. Ein Pässchen aus dem Fußgelenk. Technisch feine Ballmitnahme, sicherer Abschluss. Tor. So jubelte der FC Basel über sein 2:0 gegen den PFK Ludogorez Razgrad im November vergangenen Jahres. Und so jubelte der FC Basel auch dieses Mal, im zweiten UEFA-Champions-League-Achtelfinale seiner Klubgeschichte.

Und dieses Tor war nicht nur schön rausgespielt, es durchbrach nach zehn Minuten auch eine Startphase, in der sich die 34.464 Fans im St. Jakob-Park ein wenig um ihren FCB sorgen mussten. In den zehn Startminuten war offensichtlich, weshalb dem FC Porto die Favoritenrolle zuteilgeworden war. Technisch besser, schneller, körperlich überlegen – all das war Porto. Doch dann traten die Genies Frei und Gonzalez auf den Plan. Genies? Zumindest beim 1:0.

Ein Klassetor – und dann? Zeichnete den FCB lange jene Qualität aus, die ihn zu den vier Punkten gegen Liverpool FC und die höchst respektable Darbietung gegen Real Madrid CF (0:1) in der Gruppenphase geführt hatte: seine taktische Disziplin. Es gab Unsicherheiten, gewiss, und doch gestanden die Basler ihrem hochdotierten Gegner vor der Pause keine Chance zu. Die Abstände stimmten, die Abseitsfalle schnappte zu, wenn sie musste. Und in den Zweikämpfen war der FCB eine Spur besser – zumindest in jenen vor dem eigenen Tor.

Nachteilig war bloß, dass Rechtsaußen Gonzalez in der 24. Minute verletzt vom Feld musste. Nachfolger Davide Callà vertrat ihn zwar solide, doch geht diesem Gonzalez' Schnelligkeit ab.

Gonzalez wäre somit einer gewesen, der auch nach der Pause hätte für Entlastung sorgen können. Denn das gelang dem Schweizer Meister zusehends schlechter. Porto drückte, der FCB verteidigte – die ganze zweite Halbzeit über.

Den Lohn schienen die Portugiesen bereits kurz nach Pausenpfiff zu erhalten: das scheinbare 1:1. Casemiro stocherte den Ball nach einer Ecke ins Tor. Jubel da, Ernüchterung dort. Doch kurz bevor der FCB zum Anspiel schritt, annullierte Schiedsrichter Mark Clattenburg das Tor. Seine Assistenten hatten ihn auf eine Abseitsstellung zweier Porto-Spieler hingewiesen. Die Anzeigetafel wurde wieder korrigiert.

Zwei weitere Male hielten die Fans im Joggeli die Luft an: Cristian Tello scheiterte an Tomas Vaclik im kurzen Eck. Und Jackson Martinez lupfte den Ball aufs Tornetz.

Dann verließ den FCB das Glück in der 78. Minute doch noch: Verteidiger-Routinier Walter Samuel flog eine Hereingabe von Danilo an die Hand – Penalty. Danilo schoss ihn selbst: 1:1.

Was bleibt? Ein Ergebnis, das in Ordnung geht, dem FC Porto aber wohl mehr bringt. Und eine Sperre für FCB-Abwehrchef Marek Suchy fürs Rückspiel – dritte Gelbe Karte.

Basels Luca Zuffi im Kopfballduell mit Alex Sandro
Basels Luca Zuffi im Kopfballduell mit Alex Sandro©AFP/Getty Images
Tomáš Vaclík machte Jackson Martínez das Leben schwer
Tomáš Vaclík machte Jackson Martínez das Leben schwer©AFP/Getty Images
Danilo trifft per Elfmeter zum Ausgleich
Danilo trifft per Elfmeter zum Ausgleich©AFP/Getty Images