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KRs Finnbogason feiert Wiedersehen mit Celtic

Kjartan Henry Finnbogason war einst in der Jugend bei Celtic FC aktiv und bekommt nun mit KR Reykjavík die Chance, seinen Ex-Verein in der Königsklasse zu ärgern.

Kjartan Henry Finnbogason hat bei KR den Spaß am Fußball wiedergefunden
Kjartan Henry Finnbogason hat bei KR den Spaß am Fußball wiedergefunden ©KR Reykjavík

In der zweiten Qualifikationsrunde der UEFA Champions League bekommt es Celtic FC zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte mit einem isländischen Gegner zu tun. Im Duell mit KR Reykjavík wartet dabei auch ein bekanntes Gesicht.

KR-Stürmer Kjartan Henry Finnbogason stand zwischen 2005 und 2008 bei Celtic unter Vertrag. "Ich habe mich in Schottland verliebt", so der heute 28-Jährige. "Die Menschen, die Stadt und besonders Trainer Martin O'Neill. Ein Traditionsverein mit einem legendären Trikot und einem Stadion für 60 000 Zuschauer, das immer ausverkauft ist. Es war ein Traum."

Finnbogason erwischte einen tollen Start und schaffte von der U19-Auswahl den Sprung ins zweite Team, für das er gleich bei seinem Debüt ein Tor erzielte. Doch es folgte ein kleiner Karriereknick und Finnbogason wurde an den unterklassigen Nachbarn Queen's Park FC ausgeliehen, wo er sich gleich zweimal den Fuß brach.

Für Finnbogason war es ein Rückschlag zu viel und so ging er zurück in die Heimat, wo er sich von Dr. Sveinbjörn Brandsson behandeln ließ. Insgesamt 18 Monate lang war er außer Gefecht und seine Chance in Schottland hatte er verpasst, da O'Neill mittlerweile auch von Gordon Strachan ersetzt worden war.

"Ich habe alles probiert", so Finnbogason. "Ich habe gelesen, dass ich in 20 Spielen 28 Tore für die zweite Mannschaft erzielt habe, doch ich habe niemals eine Chance bekommen. Strachan wollte seine eigenen Spieler einsetzen, also habe ich eine Vertragsverlängerung abgelehnt und wollte bei einem Verein spielen, der mir auch Einsatzzeiten gibt."

"Ich habe Celtic deshalb verlassen, aber der Verein ist trotzdem großartig. Man findet keine besseren Fans und Vereinsmitarbeiter. Leider habe ich die meiste Zeit mit dem Physiotherapeuten verbracht. Aber ich besuche Schottland heute noch."

Nach Stationen bei Falkirk FC, Åtvidabergs FF in Schweden und Sandefjord Fotball in Norwegen kehrte Finnbogason im Jahr 2010 nach Island zurück. Bei KR fand er seinen Torriecher wieder und schoss sein Team 2011 und 2013 zur Meisterschaft.

Und wie sieht er nun die Chancen gegen Celtic? "Wir müssen das realistisch einschätzen, Celtic ist ein Verein mit einem großen Budget. Aber es gibt immer eine Möglichkeit. Wenn wir unsere beste Leistung abrufen und Celtic keinen so guten Tag hat, dann kann alles passieren. Wichtig ist für uns, dass wir Spaß haben und dies auf dem Platz zeigen. Unsere Mitarbeiter analysieren Celtic gerade und suchen nach Schwachstellen. Wir werden uns sicher nicht kampflos geschlagen geben. Wir haben ja schon bei der WM gesehen, was alles passieren kann."