Bayern ungefährdet ins Viertelfinale

FC Bayern München - Arsenal FC 1:1 (Gesamt: 3:1)
Mit einer geduldigen und cleveren Vorstellung verteidigte der Titelverteidiger seinen Hinspielvorsprung.

Bayern ungefährdet ins Viertelfinale
Bayern ungefährdet ins Viertelfinale ©UEFA.com

Eine über weite Strecken konzentrierte Vorstellung hat dem FC Bayern München den Einzug ins Viertelfinale der UEFA Champions League beschert.

Anfangs der zweiten Halbzeit hatte Bastian Schweinsteiger die Elf von Josep Guardiola in Führung gebracht, und auch wenn Lukas Podolski postwendend für Arsenal ausglich, geriet das Weiterkommen der Bayern nicht mehr in Gefahr. So konnte man sich in der Nachspielzeit sogar noch einen verschossenen Foulelfmeter von Thomas Müller leisten.

Anders als im Hinspiel vor drei Wochen ging es nicht von Beginn an zur Sache. Die Gäste standen tiefer und hatten Probleme, das passsichere Spiel der Bayern zu unterbinden. Bis auf einen Warnschuss von Schweinsteiger, der Łukasz Fabiański aus 25 Metern prüfte, gab es in der ersten Viertelstunde aber auch keine nennenswerten Offensivaktionen des Titelverteidigers.

Die Gunners tauchten in der 18. Minute erstmals gefährlich im Strafraum auf. Nach einem schönen Solo von Lukas Podolski konnte Dante jedoch rechtzeitig klären. Fast im direkten Gegenzug zog Franck Ribéry das Tempo an und bediente Arjen Robben am langen Pfosten, allerdings geriet der Abschluss des Niederländers zu hoch.

Als sich Manuel Neuer bei einem Kopfball von Olivier Giroud erstmals auszeichnen konnte, lief bereits die 31. Minute. Bayern meldete sich sieben Minuten später mal wieder vor dem Arsenal-Gehäuse und kam zur besten Chance der ersten Halbzeit. Mit einer guten Kombination über links wurde Robben im Strafraum freigespielt, dessen Schuss konnte Laurent Koscielny aber für seinen bereits geschlagenen Keeper Fabiański auf der Linie klären. Kurz vor der Pause probierte es Mario Götze aus zehn Metern, dieses Mal war der polnische Schlussmann aber auf dem Posten.

Auch in der Anfangsphase des zweiten Durchgangs scheute sich Arsenal, das Risiko zu erhöhen. Die Bayern durften nach ihrem Gusto Fußball spielen und kombinierten sich in der 55. Minute zur Führung. Ribéry ließ seinen Nationalmannschaftskollegen Bacary Sagna stehen und bediente Schweinsteiger, der aus fünf Metern seelenruhig zum 1:0 einschob.

Die Antwort der Gunners ließ keine 120 Sekunden auf sich warten. Podolski konnte sich auf der linken Seite im Zweikampf gegen Philipp Lahm durchsetzen und hämmerte die Kugel aus spitzem Winkel über Neuer hinweg in die Maschen – 1:1.

Nach diesem Treffer drohte die Partie zu kippen: Plötzlich war Arsenal das tonangebende Team. Die Londoner gewannen mehr Zweikämpfe und erhöhten ihren Ballbesitzanteil, doch auch die Hausherren blieben gefährlich. In der 69. Minute tauchte Mario Mandžukić frei vor dem Kasten auf, zögerte aber zu lange und so war die Chance vertan.

Lange dauerte die Überlegenheit der Engländer nicht an und so lief ihnen langsam die Zeit davon. Dank einer guten Übersicht und präzisen Diagonalbällen ließen die Bayern den Gegner wieder laufen und so brannte hinten nichts mehr an. In der Nachspielzeit hätte Müller sogar noch für den Sieg sorgen können, scheiterte jedoch mit einem Foulelfmeter an Fabiański.

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