Basel mit einem Bein in der Gruppenphase

PFC Ludogorets Razgrad - FC Basel 1893 2:4
Die Schweizer schafften sich mit vier Auswärtstoren eine ausgezeichnete Ausgangslage für das Rückspiel.

Basel mit einem Bein in der Gruppenphase
Basel mit einem Bein in der Gruppenphase ©UEFA.com

Die Basler hätten nicht besser in die Partie starten können, die sie am Schluss mit 4:2 für sich entscheiden sollten. Bereits in der 12. Minute erzielten sie das 1:0 und sicherten sich damit das wichtige Auswärtstor – dem weitere folgen sollten. Der ägyptische Offensivmann wurde mit einem hohen Pass in die Tiefe angespielt und hatte keine Mühe, den Ball von knapp ausserhalb des Fünfmeterraumes mit seinem linken Fuss in der entfernten Torecke unterzubringen.

Ein Start nach Maß für die Basler, die sich in der Folge etwas zurückzuziehen schienen. So war es wenig erstaunlich, dass Ludogorets immer besser ins Spiel fand: Nach einem Eckball in der 16. Minute schrammte ein Kopfball nur knapp am Basler Gehäuse vorbei; wenig später war es ein Weitschuss, der zwar über das Tor ging, aber ein klares Zeichen für das Erstarken der Bulgaren war.

In der 23. Minute war es dann Marcelinho, der zum verdienten Ausgleich traf. Die Sturmspitze Roman Bezjak setzte sich im Zweikampf gegen Kay Voser durch und spielte den Pass tief auf den Brasilianer. Dieser war bis dahin keineswegs aufgefallen und hob den Ball nun gefühlvoll zum 1:1 über Torhüter Yann Sommer.

Einiges stimmte in der Basler Mannschaft in der ersten Halbzeit nicht. Insbesondere war es augenscheinlich, dass die Abstimmung mit dem neuen Stürmer Giovanni Sio noch nicht so funktioniert, wie man sich das beim Schweizer Meister vorstellt. Erstaunlich ist das insofern nicht, als Sio erst seit ein paar Tagen in Basel weilt und heute den verletzten Captain Marco Streller ersetzte.

Ludogorets machte nach der Pause da weiter, wo es zuvor aufgehört hatte – und kam in der 50. Minute zum zweiten Treffer. Ivan Stoyanov traf, nachdem er im Strafraum alleine gelassen wurde und aus rund 14 Metern Yann Sommer überlistete.

Basel musste nun reagieren, waren sie doch im Hintertreffen gegen eine Mannschaft, die eher als Aussenseiter in diese Partie gegangen war. Und der FCB zeigte die notwendige Reaktion. In der 59. Minute kopierte er sein erstes Tor: Wieder erzielte Salah den Treffer, nachdem er tief angespielt worden war. In der 64. Minute kam dann der neue Stürmer Sio zu seiner Torpremiere für die Schweizer und erzielte das 3:2. Bedient wurde er von Valentin Stocker und machte die Bedenken aus der ersten Halbzeit vergessen.

Die Bulgaren schienen sich ob der neuen Ausgangslage keinesfalls geschockt. In der 70. Minute hätte Marcelinho das 3:3 markieren müssen, als er aus fünf Metern frei zum Kopfball kam. Es war in dieser Phase nicht die einzige Chance, die ein Tor für die Bulgaren hätte zu Folge haben können.

Schließlich waren es die Basler, die für das letzte Tor verantwortlich waren. Salah war im Strafraum gefoult worden und der Innenverteidiger Fabian Schär verwertete den fälligen Strafstoß sicher zum 4:2. Nach der roten Karte für den foulenden Verteidiger konnte Ludogorets zu zehnt am Spielstand nichts mehr ändern.

Der FCB hat sich mit diesem Auswärtssieg mit zwei Toren Differenz und insbesondere vier Auswärtstoren eine ausgezeichnete Ausgangslage für das Rückspiel vom kommenden Dienstag geschaffen.