Fenerbahçe wirft Salzburg raus

Fenerbahçe SK - FC Salzburg 3:1 (Gesamt: 4:2)
Wie im Hinspiel vergaben die Österreicher zahlreiche Großchancen, während die Türken mit sehenswerten Treffern die nächste Runde buchten.

Moussa Sow stellte einmal mehr seine Gefährlichkeit unter Beweis
Moussa Sow stellte einmal mehr seine Gefährlichkeit unter Beweis ©AFP/Getty Images

Fenerbahçe SK steht nach einem 3:1-Heimerfolg über den FC Salzburg in der Play-off-Runde der UEFA Champions League. Nach drei sehenswerten Toren der Türken hatten die Mozartstädter zahlreiche Chancen. Wie schon im Hinspiel wurden diese aber teils kläglich vergeben.

Die Hausherren im Şükrü Saracoğlu gaben sich vor dem Spiel siegessicher. Etwas überraschend fand Moussa Sow den Weg in die Startelf von Ersun Yanal. Bei den Österreichern fiel Christian Schwegler aus, statt ihm verteidigte Florian Klein.

Nach dem Anpfiff legten die Gäste einen Traumstart hin. Ein Bilderbuch-Konter lief über Kevin Kampl, der spielte den scharfen Querpass und Jonathan Soriano schob zum erhofften Auswärtstor ein (4.). Die Istanbuler zeigten sich davon aber nicht wirklich beeindruckt. Bei einer Flanke brachte Andreas Ulmer den Ball nicht aus der Gefahrenzone. Dirk Kuyt legte mit dem Kopf für Raul Mereiles ab – mit einem tollen Volley traf der Portugiese unhaltbar aus 18 Metern ins Kreuzeck (8.).

Neun Minuten später holte Fenerbahçe zum nächsten Schlag aus. Kuyt bediente Sow, der nahm sich den Ball mit dem Rücken zum Tor mit, schüttelte mit einer blitzschnellen Drehung zwei Bewacher ab und schloss mit dem rechten Fuß ins lange Eck ab. Nach etwas mehr als einer halben Stunde glänzte der Torschütze als Vorbereiter. Blind leitete er die Kugel zu Pierre Webó weiter, der überhob Torhüter Péter Gulácsi elegant zum 3:1 (34.). Drei absolute Weltklasse-Tore der Türken. 

Der Qualitätsunterschied machte sich danach in der Chancenverwertung bemerkbar. Nach einem katastrophalen Fehlpass hatte Alan in der Nachspielzeit der ersten Hälfte plötzlich freie Bahn – statt neuer Hoffnung gab es aber den Niederschlag. Volkan Demirel machte die Hundertprozentige zunichte.

Im zweiten Durchgang schalteten die Hausherren einen Gang zurück, so übernahm Salzburg mehr und mehr die Kontrolle. Ein Highlight war der Abstauber-Treffer von Sadio Mané, der aber aufgrund einer Abseitsstellung nicht gegeben wurde.

Ebenso hätte eine tolle Direktabnahme von Soriano nach einem weiten Freistoß die Partie noch einmal spannend machen können – Demirel vereitelte aber auch diese Möglichkeit. Die wohl beste Gelegenheit vergab aber dann Stefan Hierländer. Sein Schuss nach Mané-Querpass wurde von Michal Kadlec von der Linie gekratzt. Es blieb beim 3:1, Salzburg bleibt auch beim sechsten Versuch, in die Königsklasse zu kommen, erfolglos.