Duell der Vizemeister
Dienstag, 30. Juli 2013
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Der FC Salzburg steigt gegen Fenerbahçe SK in die Qualifikation zur UEFA Champions League ein. Mit dem 5:1 gegen Meister Austria tankten die Bullen ausreichend Selbstvertrauen.
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Auf Österreichs Vizemeister FC Salzburg wartet am Mittwoch in der dritten Qualifikationsrunde zur UEFA Champions League mit Fenerbahçe SK, dem Vorjahreszweiten der türkischen Süper Lig, ein richtiger Kracher. Die Bullen wollen dem türkischen Starensemble aber vom Anpfiff (20.30 Uhr) weg einheizen. Und - anders als im Vorjahr - auch endlich in der Meisterliga mitspielen.
2012 zerplatzten die Träume der Salzburger früh. Roger Schmidt und seine Elf mussten sich bereits in der zweiten Qualifikationsrunde gegen den Luxemburger Underdog F91 Dudelange geschlagen geben. Dem morgigen Gegner aus Istanbul zollt man Respekt, denn Fenerbahçe ist ein anderes Kaliber. "Die Mannschaft hat eine hohe individuelle Klasse und viele internationale Topspieler in ihren Reihen. Wir wollen mit mannschaftlicher Geschlossenheit und viel Leidenschaft dagegen halten", erklärte Salzburgs Trainer Roger Schmidt.
Das 5:1 am vergangenen Samstag gegen Meister FK Austria Wien, der schon heute Abend in die Qualifikation einsteigt, gab den Bullen zusätzliches Selbstvertrauen. Auch der gleich hohe Sieg gegen den SC Wiener Neustadt hat die Salzburger gepusht. Vor allem Stürmer Jonathan Soriano und Kevin Kampl haben sich für die Quali-Runde schon einmal warmgeschossen. Nach zwei Ligapartien haben beide jeweils vier Treffer auf dem Konto.
Schmidt hat sich schon einen Plan zurecht gelegt, wie es gegen die "Kanarienvögel" aus Istanbul mit den drei Punkten funktionieren könnte: "Wir können nicht den gleichen Fußball wie Fenerbahçe spielen. Wir wollen auch in diesem Match unsere Spielidee umsetzen, ob das auch klappt, wissen wir morgen."
Für Fenerbahçe startet die Liga erst, ein Vorteil, der vielleicht für die Salzburger sprechen könnte. Gegen die Stars des Halbfinalisten der UEFA Europa League 2012/13, rund um die Portugiesen Raul Mereiles und Bruno Alves, die türkischen Nationalspieler Mehmet Topal und Volkan Demirel oder den Niederländer Dirk Kuyt, kann Schmidt auf beinahe den gesamten Kader bauen. Einzig die Langzeitverletzten Issac Vorsah (Kreuzbandriss), Rodnei (Leisten-Operation), Valentino Lazaro (Mittelfußknochenbruch) und Dušan Švento (Bänderriss) sowie Verteidiger Franz Schiemer (eingeklemmter Nerv) stehen dem Deutschen auf der Trainerbank nicht zur Verfügung.
Fenerbahçes Neo-Trainer Ersun Yanal kann, bis auf Gökhan Gönul, aus dem Vollen schöpfen. Zusätzlich haben er und sein Team mit dem praktisch ausverkauften Salzburger Stadion vielleicht sogar einen kleinen Heimvorteil. Denn zahlreiche türkische Fans, die in Westösterreich und Bayern leben, haben sich für das Spiel angesagt und werden die Heimstätte der Bullen in blau und gelb färben.