2010/11 FC Barcelona - Manchester United FC 3:1: Bericht

Josep Guardiola erklärte, er fühle sich "privilegiert, solche Spieler trainieren zu dürfen", nachdem sein FC Barcelona Manchester United im Finale nicht den Hauch einer Chance gelassen hatte.

2010/11 FC Barcelona - Manchester United FC 3:1: Bericht
2010/11 FC Barcelona - Manchester United FC 3:1: Bericht ©UEFA.com

Wie schon 1992, so bildete auch diesmal Wembley den passenden Rahmen für einen Triumph des FC Barcelona in der UEFA Champions League. Im Finale schlugen die Katalanen Manchester United FC hochverdient mit 3:1 und sicherten sich so den vierten Titel in der europäischen Königsklasse. Pedro Rodríguez hatte Barcelona in Führung gebracht, nach dem Ausgleich durch Wayne Rooney sorgten Lionel Messi und David Villa in der zweiten Halbzeit für klare Verhältnisse.

Schon 2009 hatte United im Finale in Rom gegen denselben Gegner den Kürzeren gezogen. Diesmal legte die Elf von Sir Alex Ferguson los wie die Feuerwehr und Barcelonas Keeper Víctor Valdés musste schon nach wenigen Sekunden gegen Rooney retten. Barcelona brauchte ein paar Minuten um in Fahrt zu kommen, nach einer Viertelstunde hatte Pedro nach einer Hereingabe von Xavi Hernández die erste Möglichkeit für den Favoriten.

Villa verzog die nächste Chance, dann parierte Edwin van der Sar einen Flachschuss des Stürmers. Nach 27 Minuten bediente Xavi mit einem Diagonalpass Pedro, der setzte sich gegen Nemanja Vidić durch und schob das Leder eiskalt am kurzen Pfosten ins Netz.

Sieben Minuten später verzeichnete ManU seinen einzigen Schuss auf das gegnerische Tor in 90 Minuten - und erzielte dabei den Ausgleich. Nach einem Einwurf von Éric Abidal verloren die Spanier den Ball und Rooney stürmte nach einem Doppelpass mit Michael Carrick auf das Tor von Barcelona zu, spielte zu Ryan Giggs und versenkte den Ball, den ihm der Waliser prompt wieder zurückspielte, mit Effet im Tor von Valdés.

Doch die Freude der Engländer war nur von kurzer Dauer. Zunächst konnte Van der Sar noch gegen Daniel Alves Schlimmeres verhindern, doch dann war es Messi, der den alten Abstand nach 54 Minuten wieder herstellte - der Argentinier zog aus 20 Metern unhaltbar zum 2:1 ab. Messi hatte anschließend noch weitere gute Chancen, um alles klar zu machen, doch Van der Sar parierte in seinem letzten Spiel mit Fußabwehr gegen den Weltfußballer des Jahres und Fabio rettete kurz darauf auf der Linie bei einem Hackentrick Messis.

Van der Sar zeigte dann noch eine starke Flugeinlage bei einem Schuss von Xavi, doch beim 3:1 durch Villa nach 69 Minuten war auch er machtlos. Barcelona war wieder einmal der König von Wembley.