Benficas Geduld zahlt sich aus

SL Benfica - FC Zenit St Petersburg 2:0 (Gesamt: 4:3)
Späte Tore in jeder Halbzeit durch Maxi Pereira und Nélson Oliveira katapultierten die Portugiesen erstmals seit 2006 wieder ins Viertelfinale.

Maxi Pereira wird für das 1:0 gefeiert
Maxi Pereira wird für das 1:0 gefeiert ©AFP/Getty Images

SL Benfica steht erstmals nach sechs Jahren wieder im Viertelfinale der UEFA Champions League. Maxi Pereira brachte die Portugiesen in der Nachspielzeit der ersten Hälfte in Führung und Nélson Oliveira gelang unmittelbar vor dem Schlusspfiff gegen den enttäuschenden FC Zenit St Petersburg noch das 2:0.

Benfica hatte das Hinspiel in Russland mit 2:3 verloren und versuchte früh, diese Niederlage wettzumachen, aber die Russen zeigten sich zunächst in der Defensive hoch konzentriert und fehlerlos. Die Mannschaft von Trainer Jorge Jesus bewies jedoch große Geduld und wurde durch die Tore von Maxi und des eingewechselten Oliveira belohnt.

In der Anfangsphase sorgten Maxi und Bruno César auf dem rechten Flügel für viel Wirbel, doch wirklich in Gefahr geriet das Team von Luciano Spalletti nicht. Zenit präsentierte sich extrem defensiv, aber wenigstens diszipliniert und zweikampfstark. In der 15. Minute boxte dann Vyacheslav Malafeev – der im Hinspiel verletzt gefehlt hatte – einen Effetschuss von César noch aus dem Winkel.

Der Druck von Benfica nahm nun von Minute zu Minute zu, auch wenn Tormöglichkeiten weiter Mangelware blieben. Erst als Maxi aus spitzem Winkel abzog, musste Malafeev erneut eingreifen.

Die einzige Möglichkeit für die Russen in 90 Minuten bescherte ihnen dann ausgerechnet Benficas Torhüter Artur mit einem gewagten und leicht missglückten Dribbling im eigenen Strafraum, doch den Schuss von Roman Shirokov konnte er im Zurücklaufen noch parieren.

Kurz darauf durften die Fans aber jubeln, denn Maxi gelang das 1:0. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte scheiterte zunächst Axel Witsel aus kurzer Distanz an Malafeev, doch den Abpraller bugsierte der Belgier mit der Hacke genau in den Lauf des Uruguayers und der schob das Leder aus sieben Metern über die Linie.

Spalletti brachte in der zweiten Halbzeit Danko Lazović für Vladimir Bystrov, doch die nächste Chance hatten erneut die Gastgeber durch einen Kopfball von Jardel nach einer Ecke. Auch ein Schuss von Óscar Cardozo wurde in letzter Sekunde abgeblockt.

Kurz darauf marschierte der Stürmer aus Paraguay ganz alleine auf Malafeev zu, schob den Ball aber an Tor und Torhüter vorbei ins Seitenaus. Erneut Cardozo und Jardel vergaben weitere Möglichkeiten, ehe Oliveira die zitternden Fans mit dem 2:0 nach einem Konter erlöste.