Benfica glaubt fest an die Wende

Luciano Spalletti beschreibt es als das wichtigste Spiel in der Vereinsgeschichte vom FC Zenit St Petersburg, für Jorge Jesus von SL Benfica ist dagegen klar, dass sein Team das Ruder noch herumreißen wird.

Jorge Jesus muss mit Benfica eine 2:3-Hinspielpleite wettmachen
Jorge Jesus muss mit Benfica eine 2:3-Hinspielpleite wettmachen ©AFP/Getty Images

Glaubt man Jorge Jesus, Trainer von SL Benfica, wird es im Rückspiel gegen den FC Zenit St Petersburg auf beiden Seiten Tore geben, doch feiern werden seiner Meinung nach nur die Fans der Portugiesen. Dafür müssten sie aber Zenits Traum vom erstmaligen Einzug in das Viertelfinale der UEFA Champions League zerstören.

Benfica
Trainer Jorge Jesus 
In unserem Stadion, auf einem guten Rasen und bei normalem Wetter werden wir uns für die nächste Runde qualifizieren. Wir wissen, dass wir es mit einer guten Mannschaft zu tun haben, bei denen fünf Spieler letzte Woche mit Russland gegen Dänemark gewinnen konnten. Neben ihrer individuellen Stärke sind sie auch taktisch sehr gut. Aber in unserem Stadion - mit unseren Fans im Rücken - werden wir gewinnen denke ich.

Ich sage voraus, dass beide Mannschaften ein Tor erzielen werden, aber ich glaube, dass wir mehr Treffer machen werden und weiterkommen. Wir wollen das Viertelfinale erreichen und mit dem Ergebnis aus dem Hinspiel, unseren Fans und unseren Qualitäten bin ich überzeugt, dass wir es auch schaffen. Jardel ist eine Alternative für [Ezequiel] Garay in der Abwehr. Für [den gesperrten] Pablo Aimar haben wir Rodrigo und [Javier] Saviola, also müssen wir abwarten. Die Chancen nach der Auslosung standen 50:50, aber durch unsere zwei Auswärtstore haben wir Selbstvertrauen und auch das Gefühl, dass wir weiterkommen. Aber ich sage noch einmal, dass Zenit eine starke Mannschaft hat.

Letztes Pflichtspiel
Freitag: Benfica - FC Porto 2:3 (41., 48. Cardozo; 7. Hulk, 64. Rodríguez, 87. Maicon)
Artur; Emerson, Luisão, Garay (71. Vítor), Pereira; Gaitán, Javi García (90. Oliveira), Witsel, Nolito; Aimar (52. Rodrigo), Cardozo.

• Emerson wurde in der 77. Minute bei der ersten Heimniederlage von Benfica in dieser Saison des Feldes verwiesen. Die Adler hatten alle zehn vorherigen Begegnungen im Estádio do Sport Lisboa e Benfica gewonnen, doch inklusive der Hinspielpleite gegen Zenit war es für sie bereits die dritte Niederlage in den letzten vier Partien. Davor konnte die Elf von Jorge Jesus nur in einem von 34 Saisonspielen geschlagen werden.

Rund um das Team
Pablo Aimar ist gesperrt, außerdem zog sich Ezequiel Garay gegen Porto eine Verletzung im linken Knie zu. Yannick Djaló klagte nach dem Training am Samstag über Probleme im rechten Oberschenkel.

Zenit
Trainer Luciano Spalletti 
Ich glaube, der Ausgang der Partie wird von meinen Spielern entschieden. Unser Ziel ist es, ein gutes Ergebnis einzufahren und die nächste Runde zu erreichen. Ich war immer Trainer von Mannschaften, die über einen guten Charakter verfügen und dies wird uns denke ich helfen, das Duell zu entscheiden.

Es ist das wichtigste Spiel in der Vereinsgeschichte von Zenit und ich hoffe, dass meine Spieler während der kompletten Partie ihre Bestform abrufen. Wir dürfen nicht darüber nachdenken, hier auf unentschieden zu spielen. Es gibt keinen Favoriten und ich denke auch nicht über unseren Vorsprung von einem Tor nach. Wir wollen unser Spiel abrufen und gewinnen. In meinem Beruf gibt es kein besseres Gefühl als vor solchen Spielen. Wenn man in diese Phase des Wettbewerbs kommt, ist jede Partie etwas Besonderes.

Letztes Pflichtspiel
Samstag: PFC CSKA Moskva - Zenit 2:2 (17. Dzagoev, 68. Musa; 1., 56. Kerzhakov)
Malafeev; Anyukov, Lombaerts, Hubočan, Criscito; Fayzulin (74. Zyryanov), Semak, Denisov, Shirokov, Arshavin (55. Lazović); Kerzhakov (90.+3 Kanunnikov).

• Aleksandr Kerzhakov erzielte sein elftes Tor in den letzten zehn Premier-Liga-Spielen, dennoch konnte Zenit beim Rückrundenauftakt nur einen Punkt einfahren. Zenit ist wettbewerbsübergreifend allerdings seit 17 Spielen ungeschlagen, die letzte Niederlage gab es im ersten Gruppenspiel gegen APOEL FC.

Rund um das Team
Torwart Vyacheslav Malafeev (Wade) und Criscito (Lebensmittelvergiftung) haben das Hinspiel verpasst, kehren aber in die Mannschaft zurück. Dafür fällt Aleksandr Bukharov mit muskulären Problemen aus, Danny steht für den Rest der Saison nicht zur Verfügung.

Hintergrund
Es ist das erste Europapokalduell beider Mannschaften in Portugal. Von vier Heimspielen gegen russische Gegner hat Benfica zwei gewonnen und kam zu zwei Unentschieden. Dabei kassierten sie nur ein Gegentor.