Spalletti schwört auf Zenits zweiten Anzug

Trainer Luciano Spalletti vom FC Zenit St Petersburg baut aufgrund einer langen Verletztenliste vor dem Achtelfinal-Hinspiel gegen SL Benfica auf seine Reservisten.

Luciano Spalletti im Dienstagstraining dick eingepackt
Luciano Spalletti im Dienstagstraining dick eingepackt ©Getty Images

Der FC Zenit St Petersburg muss im Achtelfinal-Hinspiel der UEFA Champions League gegen SL Benfica am Mittwoch auf zahlreiche Stammspieler verzichten, doch Trainer Luciano Spalletti ist sich sicher, dies kompensieren zu können.

Zenit
Trainer Luciano Spalletti

Wenn Zenit das Jahr in Russland auf dem ersten Platz abschließen und sich für das Achtelfinale der Champions League qualifizieren kann, dann können wir auch ein paar Ausfälle verkraften. Letztes Jahr mussten wir lange ohne [Aleksandr] Kerzhakov auskommen, haben aber trotzdem unsere Punkte gemacht. Natürlich ist das Team immer etwas geschwächt, wenn ein wichtiger Spieler ausfällt, aber wir können das kompensieren - das haben wir letztes Jahr bewiesen.

Die Personalsituation wird keine Rolle spielen - wir gehen auf den Rasen und werden einfach nur Fußball spielen. Es wird morgen zwar kalt werden, aber nicht für die, die auf dem Rasen stehen. Du musst mit allen Wettersituation zurecht kommen und ein echter Gewinner muss sich der Lage anpassen können. Wenn der Rasen in einem eher schlechten Zustand ist, hat das technisch versiertere Team einen Vorteil, da es dann eher auf die Technik ankommt. Benfica ist in dieser Hinsicht sehr stark, vielleicht sogar etwas besser als wir. Aber wir wollen das Spiel gewinnen, indem wir auf unsere Stärken und unseren Charakter vertrauen. Wir wollen ein neues Kapital in der Geschichte von Zenit schreiben.

Letztes Pflichtspiel
Winterpause – nächstes Spiel: 3. März bei PFC CSKA Moskva

• Zenit schloss das Jahr 2011 im Rahmen der 18-monatigen Saison in Russland Ende November mit sechs Punkte Vorsprung vor CSKA als Tabellenführer ab. In der Rückrunde stehen noch zwölf Spiele aus.

Rund um das Team
Danny fällt mit einem Kreuzbandriss für den Rest der Saison aus. Domenico Criscito (Lebensmittelvergiftung), Bukharov (Oberschenkel) und Darko Lazović sind ebenfalls nicht mit von der Partie. Torhüter Vyacheslav Malafeev hofft nach seinen Wadenproblemen, die im Training am Sonntag wieder schlimmer wurden und ihn bereits für die Testspiele im Winter außer Gefecht gesetzt hatten, wieder im Kader zu stehen. Roman Shirokov hat ebenfalls Probleme mit der Wade.

Benfica
Trainer Jorge Jesus

Zenit hat dieses Jahr noch kein Spiel bestritten, aber ich habe mir ihre letzten Spiele in der russischen Liga angesehen. Wir haben sie sehr gut studiert und ich bin mir sicher, wir wissen genug über sie. Für beide Teams geht es um sehr viel, aber wir sind bereit und werden uns auf dieses Spiel einstellen. Wir wissen über die Personalprobleme von Zenit natürlich Bescheid, aber dies wird keine Rolle spielen.

Wir haben in der Europa League und Champions League bereits einiges an Erfahrung sammeln können und haben nun ein sehr wichtiges Spiel in der K.o.-Phase. Trotz des Respekts vor Zenit wollen wir natürlich die nächste Runde erreichen. Es gibt immer zwei Spiele, aber unser Ziel ist das gleiche - wir wollen gewinnen.

Letztes Pflichtspiel
Samstag:
Benfica - CD Nacional 4:1
(9. Garay, 21. Cardozo, 39., 61. Rodrigo; 29./Elfmeter Claudemir)

• Seit der Niederlage am 2. Dezember bei CS Marítimo, als Benfica in 22 Spielen ungeschlagen war, haben die Portugiesen die letzten elf Spiele allesamt gewonnen.

• Óscar Cardozo hat seit Anfang Dezember in allen acht Spielen, in denen er in der Startelf stand, getroffen und dabei elf Tore erzielt.

Rund um das Team
Javi García fällt nach seiner Verletzung, die er sich im Training am Freitag zugezogen hat, aus.

Hintergrund
Bezieht man die beiden Unentschieden bei Trabzonspor AŞ und FC Twente in der Qualifikation mit ein, musste Benfica auswärts in neun Europapokalspielen nur eine Niederlange hinnehmen. Im Halbfinale der UEFA Europa League gab es im letzten Jahr eine 0:1-Niederlage beim Ligakonkurrenten SC Braga. Trotz des 2:1-Sieges im Hinspiel in Lissabon verspielte Benfica damit den Einzug ins Finale.

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