Olympiacos siegt und trauert

Olympiacos FC - Arsenal FC 3:1
Die Griechen standen schon mit einem Bein im Achtelfinale, doch dann katapultierte sie das Last-Minute-Tor von Olympique de Marseille in Dortmund in die UEFA Europa League.

Arsenals Alex Oxlade-Chamberlain im Duell mit Giannis Maniatis
Arsenals Alex Oxlade-Chamberlain im Duell mit Giannis Maniatis ©Getty Images

Olympiacos FC siegte nach einer beeindruckenden Vorstellung gegen die "B-Mannschaft" von Arsenal FC mit 3:1, verpasste aber dennoch in letzter Sekunde den schon sicher geglaubten Platz im Achtelfinale der UEFA Champions League.

Olympiacos führte nach Toren von Rafik Djebbour und David Fuster schon zur Pause mit 2:0 und ließ sich auch durch den Anschlusstreffer von Yossi Benayoun nicht aus der Fassung bringen. In der letzten Minute besorgte François Modesto den 3:1-Endstand.

Doch der Jubel war nur von kurzer Dauer. Als die Nachricht vom Sieg von Olympique de Marseille bei Borussia Dortmund die Runde machte, breitete sich Entsetzen aus. Statt weiter in der Königsklasse mitzumischen, muss das Team von Ernesto Valverde nun in der UEFA Europa League weitermachen.

Arsène Wenger ließ, da der Gruppensieg schon vor dem Anpfiff feststand, fast seine gesamte Stammelf zuhause und gab Spielern aus der zweiten Reihe die Möglichkeit, Spielpraxis zu sammeln. Dennoch hatten die Gunners die erste Möglichkeit. In der achten Minute flitzte Marouane Chamakh den rechten Flügel entlang und flankte auf Andrey Arshavin, doch dessen Flachschuss parierte Balázs Megyeri.

In der 16. Minute traf dann Djebbour auf der anderen Seite. Der algerische Nationalspieler bekam einen Abpraller nach einem Schuss von Fuster vor die Füße, umrundete Arsenals Torhüter Łukasz Fabiański und traf aus spitzem Winkel mit links ins leere Tor.

Dann verpasste ein Gewaltschuss von Kevin Mirallas knapp das Tor von Fabiański, der kurz darauf verletzt den Platz verlassen musste und durch Vito Mannone ersetzt wurde. Sekunden später stand es 2:0 für die Griechen.

Mannone klärte per Kopf außerhalb seines Strafraumes, und als Fuster einen reichlich missglückten Heber aufs leere Tor riskierte, schlug der Italiener im Zurücklaufen unbedrängt über den Ball und ließ ihn passieren.

Iganise Miquel schlug dann in der zweiten Hälfte eine Flanke auf Chamakh, der auf Benayoun ablegte. Der Israeli nahm das Leder volley und traf genau ins Kreuzeck zum Anschlusstreffer.

Olympiacos jubelte dann nochmals, als Modesto nach einem Kopfball von Mellberg an den Pfosten zum 3:1 abstaubte, doch kurz darauf verbreitete sich im Stadion die Schreckensmeldung aus Dortmund, wo Marseille die Partie in den letzten Sekunden noch gedreht hatte.