Béda kämpferisch gegen Ex-Klub
Mittwoch, 27. Juli 2011
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Im Hinspiel der dritten Qualifikationsrunde zur UEFA Champions League bei R. Standard de Liège will der FC Zürich unbedingt seinen schwachen Saisonstart vergessen machen.
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Ancillo Canepa war sauer. "Ich erwarte von den Spielern, dass sie Bäume sind, keine Mimosen. 20 Minuten zu spielen, genügt nicht", sagte der Präsident des FCZ. "Wenn wir so spielen, nimmt uns Lüttich auseinander – auch wenn wir spielerisch sicher auf Augenhöhe sind."
Der Grund für die harsche Kritik des Präsidenten liegt auf der Hand: Am Samstag unterlag der FCZ dem Aufsteiger Servette FC trotz 2:0-Vorsprung zu Hause mit 2:3. Innerhalb von sechs Minuten wurden drei Gegentore kassiert und die Emotionen kochten über: "Eine solche Arroganz habe ich von einem FCZ-Team noch nie gesehen", sagte Sportchef Fredy Bickel. Bereits das Auftaktspiel hatte der FCZ verloren, 0:1 beim FC Sion.
"Die Kritik ist berechtigt", sagt Mathieu Béda, FCZ-Verteidiger, obschon er wegen einer Verletzung die ersten beiden Spielen verpasste, "aber ich bin sicher, dass wir in Lüttich einen anderen FCZ sehen werden. Auch wenn es sicher schwierig wird: Es wird ein enges Spiel." Vor allem auf die Nummer zehn von Standard, den Spielmacher Steven Defour, müsse der FCZ aufpassen: "Er ist schnell und technisch sehr stark."
Wenn einer beim FCZ wissen muss, wie stark Lüttich ist, dann Béda. Denn der 30-Jährige spielte in der Saison 2005/06 für Standard, ehe er zum 1. FC Kaiserslauten wechselte. "Ich hatte eine schöne Zeit dort, doch das ist vergessen." Nun spielt er in Zürich und kehrt genau für den Mittwoch ins Team zurück. Seit einem halben Jahr verteidigt er für den FCZ. Fürs Spiel gegen seinen ehemaligen Verein fordert er: "Wir müssen Krieger sein."
So kann nicht nur der schwache Saisonstart vergessen gemacht, sondern auch die Basis fürs Rückspiel in einer Woche gelegt werden. Dabei helfen sollen dem FCZ neben Mathieu Béda auch Routinier Ludovic Magnin und Xavier Margairaz, die zuletzt angeschlagen waren. "Ich bin froh, dass sie dabei sind", sagt ihr Trainer Urs Fischer.
Immerhin, der FCZ reist mit guten Erfahrungen nach Lüttich: In der Saison 1999/00 warf er den Stadtrivalen von Standard, den RFC de Liège, mit einem 1:0 und einem 4:3 aus dem damaligen UEFA-Pokal.