Sampdoria sucht Löcher in Bremens Abwehr
Montag, 23. August 2010
Artikel-Zusammenfassung
Sampdoria wird im Stadio Luigi Ferraris mit aller Macht versuchen, den 1:3-Rückstand umzudrehen. Werder-Stürmer Marko Arnautović schwörte seine Teamkollegen schon einmal auf einen Hexenkessel ein.
Top-Medien-Inhalte des Artikels
Artikel-Aufbau
Laut Trainer Domenico Di Carlo will sich UC Sampdoria im Rückspiel der Play-off-Runde zur UEFA Champions League gegen den SV Werder Bremen unbedingt für die 1:3-Hinspielniederlage revanchieren.
Am letzten Mittwoch gab Giampaolo Pazzini dem Team aus der Serie A mit seinem Kopfballtor in der letzten Minute noch einmal Hoffnung, doch noch die Gruppenphase der europäischen Königsklasse erreichen zu können. Di Carlo ärgert sich auch eine Woche später immer noch über die drei Gegentore in 18 Minuten, doch er spürt auch das Verlangen seiner Mannschaft, den Spieß diesmal umzudrehen: "Sie sind alle heiß auf eine Revanche und wollen Bremen bis zum Schlusspfiff unter Druck setzen."
Di Carlo – der wieder ohne Pietro Accardi (Knie), den gesperrten Stefano Lucchini und Andrea Poli (Oberschenkel) auskommen muss – warnte seine Mannschaft davor, übermotiviert in das Rückspiel zu gehen. "Bremen ist bei Kontern sehr gefährlich, aber morgen werden 30 000 Fans in unserem Stadion für eine heiße Atmosphäre sorgen", meinte Di Carlo. "Im Hinspiel haben wir die Stärken und Schwächen von Bremen gesehen. Sie hatten ein paar Chancen, haben hinten aber auch einige Möglichkeiten zugelassen. Diese Schwächen müssen wir ausnutzen."
Das 3:1 ist für die Bremer zwar ein gewisses Polster, ausruhen dürfen sie sich darauf aber nicht, vor allem nach der 1:4-Niederlage bei der TSG 1899 Hoffenheim am Wochenende. "Wir haben die besseren Voraussetzungen, dürfen uns darauf aber nicht ausruhen", forderte Werder-Trainer Thomas Schaaf. "Das ist ein Schlüsselspiel. Da muss man nicht drumherum reden."
Bremen hat die Reise in den Nordwesten Italiens mit gerade einmal 14 Feldspielern angetreten, unter anderem fehlen Aaron Hunt (Fieber) und Stürmer Hugo Almeida (Oberschenkel). "Mit den beiden fehlen uns zwei sehr starke Spieler, die über gewisse Erfahrung in unserem Spielsystem und im internationalen Wettbewerb verfügen. Damit müssen wir uns auseinandersetzen. Das tut uns weh. Mal sehen, wie wir das hinbekommen", so Schaaf.
Werder-Neuzugang Marko Arnautović spielte in der letzten Saison für den FC Internazionale Milano in der Serie A und weiß deshalb, was Bremen im Stadio Luigi Ferraris erwartet: "In diesem Stadion geht die Post ab", sagte der 21-jährige österreichische Nationalspieler. "Sie treten zu Hause ganz anders auf und haben dort in der letzten Saison auch die meisten ihrer Punkte eingefahren."