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Jussiê zementiert Negativrekord

Maccabi Haifa FC - FC Girondins de Bordeaux0:1
Der frühe Treffer von Jussiê sicherte dem französischen Meister den fünften Sieg in Folge während die Israelis ohne Punkt und Tor bleiben.

Jussiê (FC Girondins de Bordeaux) zeigte eine lebhafte Leistung
Jussiê (FC Girondins de Bordeaux) zeigte eine lebhafte Leistung ©Getty Images

Der FC Girondins de Bordeaux kam durch das frühe Tor von Jussiê zu seinem fünften Sieg in Folge in der UEFA Champions League, während Maccabi Haifa FC mit null Punkten und null Toren das Schlusslicht der Gruppe A darstellt.

Negativrekord
Der französische Meister stand schon vor dem letzten Spieltag als Gruppensieger fest, nachdem man am fünften Spieltag Juventus schlug. Über weite Strecken kontrollierte man im Ramat-Gan-Stadion das Geschehen. Ein überlegter Abschluss von Jussiê aus der 13. Minute – der erste Treffer des Stürmers im laufenden Wettbewerb – sollte aber der einzige Lohn für die Bemühungen der Gäste sein. Die junge Mannschaft von Haifa tat sich schwer damit, wieder ins Spiel zurückzukommen, womit sie nach dem RC Deportivo La Coruña in der Saison 2004/05 die einzige Mannschaft ist, die eine Gruppenphase ohne eigenen Torerfolg beendet und das neunte Team, das ohne einen Zähler ausscheidet.

Siegtor Jussiê
Da Kapitän Yaniv Katan und Gustavo Boccoli mit Verletzungen fehlten, griff Haifas Trainer Elisha Levy auf Eyal Golasa und Lior Refaelov zurück. Die Grünen begannen gut, drückten ihren Gegner vom Anpfiff an in die eigene Hälfte, konnten aber aus dieser frühen Überlegenheit kein Kapital schlagen. Dafür bezahlten sie nach 13 Minuten: Tsepo Masilela verunglückte ein Befreiungsschlag und Abdou Traoré nutzte das aus, schlenzte den Ball gefühlvoll auf den langen Pfosten, wo Jussiê heranstürmte und das Spielgerät unter die Latte beförderte. Haifa wäre fast mit 0:2 in Rückstand gegangen, nachdem sie im Anschluss an eine Ecke ausgekontert wurden, doch obwohl Jussiê mit einem harten Schuss Schlussmann Nir Davidovitch schon geschlagen hatte, konnte Dekel Keinan akrobatische auf der Linie retten.

Haifa gibt nicht auf

Die Gastgeber brauchten ein wenig, bis sie sich gesammelt hatten, hätten dann aber gleich zweifach innerhalb einer Minute ausgleichen können. Zuerst landete ein Volleyschuss von Mohamad Ghadir direkt auf Ulrich Ramé, bevor Vladimer Dvalishvili das Außennetz traf. Der Torhüter von Bordeaux musste kurz vor der Halbzeit erstmals wirklich eingreifen, und kratzte rechts unten einen Schuss von der Strafraumgrenze von Refaelov noch aus dem Tor heraus.

Zweiter Treffer verhindert
Refaelov versuchte sich nach der Pause gleich nocheinmal, verfehlte aber mit seinem rechten Fuß nur knapp das Gehäuse. Levy wollte nun Kapital aus der Überlegenheit schlagen und brachte mit Shlomi Arbeitman seinen Topscorer auf das Feld, der endlich für den Premierentreffer der Israelis in dieser Saison sorgen sollte. Allerdings musste Jorge Teixeira mit einer perfekten Grätsche erst einmal den zweiten Treffer von Jussiê verhindern.

Abschied von Harazi

Talb Tawatha, ein weiterer Einwechselspieler, hatte fast mehr Glück, als seine Flanke von der linken Seite von Ramé in den Laufweg von Refaelov pariert wurde, doch der Mittelfeldspieler schoss volley über das Tor. Auf der anderen Seite des Feldes tat es ihm David Bellion mit einer akrobatischen Einlage nach. In der 70. Minute kam Alon Harazi unter stehenden Ovationen aufs Feld. Der 38-jährige Verteidiger, der vor dem Anstoß offiziell verabschiedet wurde, durfte nun die letzten 20 Minuten seiner Karriere bestreiten – es war sein 720. Spiel für Haifa. Das sollte allerdings der größte Anlass zur Freude bei den Fans der Gastgeber bleiben, während die Voraussagung von Laurent Blanc, dass auch seine an diesem Abend weithin aus unbekannten Spielern bestehende Mannschaft beeindrucken würde, voll gerechtfertigt war.