Erneute Heimpleite für Zürich
Mittwoch, 21. Oktober 2009
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FC Zürich - Olympique de Marseille 0:1
Nach einem sehenswerten Treffer von Gabriel Heinze in der 69. Minute verloren die Gastgeber auch ihr zweites Heimspiel.
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Der FC Zürich verlor auch sein zweites Heimspiel der diesjährigen UEFA Champions League. Nach einem sehenswerten Treffer von Gabriel Heinze in der 69. Minute unterlag der Schweizer Meister Olympique de Marseille mit 0:1. Somit fallen die Zürcher auf den dritten Platz der Gruppe C zurück.
Änderungen bei beiden Teams
Bernard Challandes, der Zürcher Trainer, hatte sein Team im Vergleich zum 1:0-Sieg beim AC Milan auf zwei Positionen verändert. Der FCZ spielte zwar erneut im für ihn untypischen 4-3-1-2-System, doch verteidigte diesmal Florian Stahel anstelle von Heinz Barmettler und Alexandre Alphonse spielte für Dušan Djurić im Angriff neben Johan Vonlanthen. Olympique-Trainer Didier Deschamps hatte im Vergleich zum 0:3 bei Real Madrid CF gleich vier neue Spieler aufs Feld geschickt. So standen Hilton, Edouard Cissé, Brandao und Mathieu Valbuena anstelle von Taye Taiwo, Fabrice Abriel, Souleymane Diawara und Fernando
Morientes in der Startelf.
Frühes Abseitstor
Die Gäste aus Marseille kamen besser ins Spiel und bereits nach drei Minuten zu einem vermeintlichen Torerfolg. Nach einem Freistoß von Bruno Cheyrou brachte FCZ-Keeper Johnny Leoni das Leder nicht unter Kontrolle und Hilton, der einst in der Schweiz spielte, staubte aus wenigen Metern per Kopf ab. Schiedsrichter Damir Skomina aus Slowenien verweigerte dem Treffer aufgrund einer Abseitsstellung jedoch die Anerkennung. Dieses frühe Schockerlebnis schien den FCZ aus seinen Träumen zu reißen, fortan war der FCZ ein zu-mindest präsenter, gut organisierter und zweikampfstarker Widersacher, der ein technisch beschlagenes und auch physisch starkes Marseille mehrheitlich unter Kontrolle hielt.
Beste Chance kurz vor dem Pausenpfiff
Es entwickelte sich eine ausgeglichene Partie, der es allerdings lange an klaren Torchancen fehlte. Einzig nach einem Schuss von FCZ-Mittelfeldmann Milan Gajić aus rund 20 Metern entstand so etwas wie Torgefahr. Ansonsten blieben die offensiven Darbietungen beider Teams doch zu fehlerhaft und umständlich. Kurz vor der Halbzeit stockte den 22 300 Zuschauern im Letzigrund-Stadion dann kurz der Atem, als Mamadou Niang, der bullige Olympique-Angreifer, mit Philippe Koch und Alain Rochat gleich zwei Gegenspieler düpiert und mit einem Querpass Niang bedient hatte. Doch Keeper Leoni, der nach dem Startspiel gegen Real Madrid CF noch stark kritisiert worden war, verhinderte mit einem Blitz-Reflex die Gäste-Führung.
Schwungvoller FCZ
Zur zweiten Halbzeit kam der FCZ dann recht schwungvoll aus der Kabine und erspielte sich nach 47 Minuten auch gleich seine erste klare Torchance des Spiels. So zwang Johan Vonlanthen, der schnelle und wendige FCZ-Stürmer, den bislang kaum beschäftigten Gäste-Torwart Steve Mandanda mit einem Schuss von der Strafraumgrenze zu einer Glanzparade. Doch wie in der ersten Halbzeit flachte die Partie schnell wieder ab, da auf beiden Seiten zahlreiche Abspielfehler den Spielfluss hemmten.
Sehenswertes Führungstor
Etwas überraschend, aber sehenswert ging dann Olympique Marseille in der 69. Minute in Führung: Nach einem Freistoß von Lucho traf Linksverteidiger Gabriel Heinze gekonnt mit einer Direktabnahme in die lange Ecke. Der argentinische Nationalspieler hatte sich im Rücken der Zürcher Hintermannschaft weggeschlichen. In den letzten 20 Minuten versuchten die Hausherren dann, zumindest noch den Rückstand wettzumachen. Doch fehlte den Zürchern wie in den vorangegangenen 70 Minuten die nötige Durchschlagskraft und Präzision. Auch der für Vonlanthen eingewechselte Djurić bewirkte wenig. Rochat vergab mit einem Kopfball noch die einzige Chance, die sich der Gastgeber in der Schlussphase erarbeitete. So war es dann keine Überraschung mehr, dass die auch nicht über alle Zweifel erhabenen Südfranzosen ihre ersten drei Punkte der laufenden Saison holten und zurück im Geschäft sind.