Salzburg setzt auf Zickler
Montag, 3. August 2009
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Heute Abend muss der FC Salzburg nach dem 1:1 im Hinspiel bei Dinamo Zagreb versuchen, die Play-offs der UEFA Champions League zu erreichen, das jedoch ohne Torjäger Marc Janko.
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Der FC Salzburg und die UEFA Champions League – ein leidiges Thema. Auch in diesem Jahr droht erneut das vorzeitige Aus. Nach dem 1:1 im ersten Aufeinandertreffen hat NK Dinamo Zagreb die klar bessere Ausgangsposition und kann vor eigenem Publikum den Einzug in die letzte Qualifikationsrunde fixieren.
Goalgetter gesperrt
Im Hexenkessel Maksimir-Stadion wird den Zuschauern der Blick auf die beiden Toptorjäger der Kontrahenten verwehrt bleiben. Mario Mandžukić wurde im Hinspiel mit Gelb-Rot ausgeschlossen und fehlt ebenso wie Marc Janko, der beim 1:1 seine zweite Gelbe Karte im laufenden Bewerb sah. Nachdem der 26-Jährige am vergangenen Samstag gegen LASK Linz endlich seine Torsperre durchbrechen konnte, muss Sturmkollege Alexander Zickler in die Bresche springen. "Wir werden mit breiter Brust nach Zagreb fahren. Es wird nicht einfach, aber wir werden unsere Chance suchen", sagte Zickler, bevor er das Flugzeug Richtung Kroatien bestieg.
Stevens fordert Konzentration
Doch es liegt nicht allein am ehemaligen Bayern-Torjäger, der in diesem Jahr in vier Pflichtspieleinsätzen drei Mal ins Schwarze traf, den Außenseiter dem großen Ziel Gruppenphase einen Schritt näher zu bringen. "Die Spieler kapieren, um was es in Zagreb geht. Wir dürfen keine individuellen Fehler begehen. Das Beste wäre, möglichst schnell ein Tor zu erzielen", forderte Trainer Huub Stevens seine Mannschaft zu Konzentration ab der ersten Minute auf. Mit etwaigen Gedankenspielen, ob die Chancen mit Janko höher einzuschätzen wären, wollte der 55-jährige Niederländer erst gar keine Zeit verschwenden: "Wir müssen das auch ohne ihn hinkriegen. Trotz seiner 35 Jahre ist Zickler immer noch voll da. Wir können voll mit ihm rechnen."
Hausherren siegessicher
Eine Einschätzung, die sein Gegenüber Krunoslav Jurčić nicht teilen wollte. "Dass Janko gesperrt ist, schwächt die Salzburger Hoffnungen auf das zwingend nötige Auswärtstor", meinte der Dinamo-Trainer. Seine Mannschaft werde nicht blind drauf los stürmen, kontrollierte Offensive lautet die Devise. Im Lager des kroatischen Meisters ist man vom Aufstieg überzeugt. "Wir sind spielerisch besser als Salzburg", zeigte sich Jurčić selbstbewusst.