Bittere Niederlage für Zürich

FC Zürich - NK Maribor 2:3
Aufgrund einer unerwarteten Heimniederlage gegen den slowenischen Meister steht Zürich nun vor einem frühen Aus.

Darko Milanič, Trainer von NK Maribor, feierte mit seinem Team einen überraschenden Auswärtssieg
Darko Milanič, Trainer von NK Maribor, feierte mit seinem Team einen überraschenden Auswärtssieg ©Miha Vidrih/SiOL Sportal

Einen Sieg mit zwei Toren Unterschied hatte sich Bernard Challandes, Trainer vom FC Zürich, von seinem Team im Heimspiel der dritten Qualifikationsrunde zur UEFA Champions League gegen NK Maribor erhofft. Am Ende ging seine Mannschaft sogar als Verlierer vom Platz.

Guter Auftakt
Dabei war der Start noch äußerst viel versprechend. So brachte Johan Vonlanthen die Zürcher bereits in der dritten Minute nach einem fatalen Ballverlust der Slowenen in Führung. Eric Hassli und Xavier Margairaz hatten anschließend zwei Chancen zum 2:0. Doch ein grober Fehler von Ersatztorwart Andrea Guatelli, der eine Flanke vom starken slowenischen Spielmacher Zoran Pavlovič in der 11. Minute nicht festhalten konnte, ermöglichte dem Brasilianer Marco Tavares den Ausgleich.

Hassli gleicht aus
Tavares war es auch, der nur wenige Minuten später das 2:1 erzielte, als sein Schuss von Alain Rochat unglücklich abgefälscht wurde. Immerhin schloss Hassli in der 28. Minute einen Angriff nach vorzüglichem Zuspiel von Dušan Djurić mit dem Treffer zum 2:2-Ausgleich ab. Dennoch konnte der FCZ in der ersten Halbzeit nur selten überzeugen und musste sich sogar glücklich schätzen, überhaupt noch zum Ausgleich gekommen zu sein.

Vergebene Chancen
Die zweite Hälfte begann mit einem Paukenschlag: Ein Eckball von Pavlovič landete direkt am völlig indisponierten Guatelli vorbei zum 2:3 im Tor. Die Zürcher wirkten anschließend zunehmend nervös und brachten kaum mehr einen konstruktiven Angriff zustande. Die größte Chance zum Ausgleich besaß dabei Hassli, dessen Direktabnahme in der 72. Minute aber nur die Querlatte traf. Glück hatten die Zürcher nach 82 Minuten, als ausgerechnet der starke Pavlovič einen Elfmeter am Tor vorbei drosch.

Herbe Enttäuschung
Dennoch reichte es dem spielerisch starken, wenn auch nicht unwiderstehlichen slowenischen Meister zum Auswärtssieg, der ihm das Tor zur Play-off-Runde weit aufstößt. Derweil blieb der Schweizer Meister in einem der wichtigsten Spiele des Jahres fast alles schuldig und muss sich in einer Woche gehörig steigern, um den Traum von der Gruppenphase der UEFA Champions League aufrecht zu erhalten.