Ferdinand bereit für große Taten

Nachdem er sich am Vorabend des UEFA-Champions-League-Endspiels gegen den FC Barcelona fit gemeldet hat, will Rio Ferdinand mit Manchester United FC nun in die Geschichte eingehen.

Rio Ferdinand (Manchester United FC) beim Training
Rio Ferdinand (Manchester United FC) beim Training ©Getty Images

Rio Ferdinand, Kapitän von Manchester United FC, sagte am Vorabend des UEFA-Champions-League-Finals gegen den FC Barcelona, als klar war, dass er für einen Einsatz fit genug sein würde, dass er sich "gut fühlt habe und erfreut ist, zurück zu sein".

"Hart gearbeitet"
"Ich habe mit dem Trainer gesprochen, der wusste, dass ich nicht darauf bestehen würde zu spielen, wenn ich nicht hundertprozentig fit bin, weil wir einen so talentierten Kader haben", sagte der Innenverteidiger, der seit dem 5. Mai, als mit dem Sieg bei Arsenal FC der Einzug ins Endspiel in Rom gelang, an einer Unterschenkelverletzung litt. "Wenn meine Fitness für die Mannschaft oder das Ergebnis von Nachteil wäre, dann würde ich nicht spielen, aber ich habe hart gearbeitet und sehe keine Probleme."

"Platz in der Geschichte"
Ferdinand ist einer der Eckpfeiler von ManU gewesen bei den Erfolgen in der Premier League und im Ligapokal sowie für die Nationalmannschaft in der FIFA-WM-Qualifikation. Nun ist er heiß darauf, mit seinem Team den wichtigsten europäischen Vereinstitel zu verteidigen. "Das müssen wir schaffen", fuhr der Abwehrspieler fort. "Darum sind wir hier. Bis man es nicht zweimal in Folge gewonnen hat, weiß man nicht genau, wo man im Vergleich zu den anderen Mannschaften steht. Wir wollen es gewinnen, und dann kann entschieden werden [von den Medien], wo unser Platz in der Geschichte ist."

Optionen
Ferdinand und Nemanja Vidić - das ist eines der besten Innenverteidigerpaare der Welt, so dass Sir Alex Ferguson sagte: "Wenn meine Abwehrspieler in Bestform sind, dann gibt es keine besseren." Doch dieses Lob wäre ein Muster ohne Wert, wenn ManU es nicht schaffen würde, mit der richtigen Taktik den Angriffswirbel von Barcelona zu ersticken. "Wenn man zu tief in der Abwehr steht gegen eine Mannschaft mit solch hochklassigen Spielern, dann kann das gefährlich werden", sagte er. "Wir haben gezeigt, dass wir tief stehen und mit Kontern zuschlagen oder vorn aufdrehen können. Wir haben die Stärke, unsere Herangehensweise zu ändern, und wir werden die richtige Option finden."

Gefahr durch Messi
Ferdinand weiß alles über den spanischen Meister, spielte er doch in der vergangenen Saison in beiden Halbfinalbegegnungen gegen die Katalanen, wobei Manchester keinen Treffer zuließ und sich am Ende mit einem 1:0-Gesamtergebnis durchsetzte. Er ist zuversichtlich, Messi auch diesmal an die Kette legen zu können. "Wer auch immer gegen ihn spielt, der wird es schwer haben, weil er ein fantastischer Spieler mit einer großartigen, engen Ballführung ist", sagte der ehemalige Profi von West Ham United FC und Leeds United AFC. "Aber wir haben das schon zuvor geschafft. Patrice Evra hat gegen ihn einige Mal gespielt, und er hat es sehr gut gemacht. Wir brauchen die Dinge jetzt nicht anders anzugehen."

Elfmeterschießen trainiert
Der Unterschied zwischen beiden Mannschaften scheint minimal zu sein, weswegen ManU nach den Worten von Cristiano Ronaldo schon mal "eine Menge" Elfmeterschießen geübt hat. Der Portugiese erzielte in der vergangenen Saison beim Viertelfinalhinspielsieg (2:0) beim AS Roma ein tolles Kopfballtor, und auch diesmal will er im Stadio Olimpico überzeugen. "Das ist ein großartiges Stadion", sagte er. "Ich habe hier ein paarmal gut gespielt. Ich muss gut spielen, weil das Spielfeld, das Stadion und die Fans toll sind. Ich denke, das wird etwas Besonderes."