Porto will zum Auftakt gewinnen
Mittwoch, 17. September 2008
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Der Trainer Jesualdo Ferreira ist zuversichtlich, dass sein FC Porto gegen Fenerbahçe SK im Estádio do Dragão endlich einmal mit einem Sieg in die Gruppenphase der UEFA Champions League starten wird.
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Jesualdo Ferreira ist zuversichtlich, dass sein FC Porto gegen Fenerbahçe SK im Estádio do Dragão endlich einmal mit einem Sieg in die Gruppenphase der UEFA Champions League startet.
Lange kein Auftaktsieg
Der Europapokalsieger von 2004 ist zum sechsten Mal in Folge in der Gruppenphase vertreten, doch dabei schafften die Portugiesen keinen einzigen Auftaktsieg. Den letzten Erfolg am ersten Spieltag gab es im Jahr 1997 bei Molde FK. Ferreira gibt nicht allzu viel auf die Vergangenheit, er sagte einfach nur: "Ich kann nur über die zwei Jahre sprechen, seitdem ich hier bin. Wir haben alles getan, um zu gewinnen, aber es hat nicht gereicht. Wir hoffen, dass sich das diesmal ändert. Die Mannschaft steht, sie ist gut vorbereitet und weiß, welche Verantwortung sie hat."
Lange Pause
Der portugiesische Meister hatte vor der Partie gegen den letztjährigen Viertelfinalisten Fenerbahçe eine relativ lange Pause. Am Wochenende stand kein Ligaspiel auf dem Programm, damit ist Porto seit dem 30. August - damals gab es ein 1:1-Unentschieden bei SL Benfica - ohne Pflichtspiel. "Die Pause hat ihre guten und ihre schlechten Seiten", meinte Ferreira. "In so einer Situation ist es immer schwierig, seinen Rhythmus zu finden, aber wir müssen die Spieler auch schützen. Vor allem die Spieler, die mit ihren Klubs in UEFA Champions League und UEFA-Pokal spielen."
Gefährliches Fenerbahçe
Der frühere Trainer des SC Braga geht optimistisch in die Partie am Mittwoch, trotzdem warnt er aber vor den türkischen Gästen, die einen schlechten Start in die Süper Lig hingelegt haben. "Wir können sie nicht nach ihren letzten Ergebnissen bewerten. Wir wissen, was sie im vergangenen Jahr in der Champions League geleistet haben. Sie haben eine starke Mannschaft, mit guten Spielern, die wissen, wie man Spiele auf höchstem Niveau gewinnt", sagte er. Laut Ferreira hat sich Fenerbahçe in diesem Sommer noch einmal deutlich verstärkt, die Verpflichtung von Daniel Güiza für die türkische Rekordablösesumme von 14 Millionen Euro war ein Zeichen ihrer finanziellen Möglichkeiten. "Sie haben mehr Geld zur Verfügung als wir", erklärte er. "Sie haben beispielsweise den spanischen Torschützenkönig des letzten Jahres verpflichtet."
"Zeit spricht für uns"
Fenerbahçe hat mit Trainer Luis Aragonés sogar noch einen weiteren Spanier in seinen Reihen, dieser führte sein Land im Sommer zum Gewinn der UEFA EURO 2008™. In der türkischen Liga kassierte das Team an den ersten drei Spieltagen dennoch zwei Auswärtsniederlagen, was ein großer Schock war. "Wir hätten besser starten können, aber in der Liga spricht die Zeit für uns", sagte Aragonés. "Warten wir ab, wo wir im Mai stehen." Aragonés wurde im Sommer 70 Jahre alt, er hat in seinem Leben schon einiges erlebt. Mit einem Lächeln im Gesicht meinte er: "Ich bin erfahren genug, um mir nicht allzu viele Gedanken zu machen."
Verschiedene Wettbewerbe
Der ehemalige Trainer des Club Atlético de Madrid weiß genau, dass die Probleme in der heimischen Liga kein Hindernis sind, um in der UEFA Champions League an die Erfolge der letzten Saison anzuknüpfen. Er sagte: "Man kann die Liga nicht mit der Champions League vergleichen. Das sind zwei völlig verschiedene Wettbewerbe. Wir haben großen Respekt vor Porto, aber ich mache mir mehr Gedanken über meine eigene Mannschaft. Es ist wichtig, dass wir uns auf dem Platz auf das konzentrieren, was wir erreichen wollen."