Barça stellt Heimstärke unter Beweis
Dienstag, 16. September 2008
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FC Barcelona - Sporting Clube de Portugal 3:1
Xavi Hernández machte in der Schlussphase mit dem Tor zum 3:1-Endstand alles klar für Barcelona, das damit die ersten drei Punkte geholt hat.
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In der UEFA Champions League gewinnt der FC Barcelona zumeist seine Heimspiele; egal ob die Katalanen gut in Form sind oder nicht. So war es auch am ersten Spieltag gegen Sporting Clube de Portugal. Xavi Hernández machte in der Schlussphase mit dem Tor zum 3:1-Endstand alles klar für die Gastgeber. Nach dem Anschlusstreffer für Sporting durch Tonel zuvor musste die Mannschaft von Josep Guardiola aber um den Sieg noch einmal bangen.
Xavi macht den Sack zu
Barça hat seit dem Sieg am 13. August in der Qualifikation für den Wettbewerb gegen Wisla Kraków nicht mehr zweimal in einem Spiel getroffen. Nach anfänglichen Schwierigkeiten gingen sie durch einen Kopfball von Rafael Márquez (21.) und einem verwandelten Elfmeter von Samuel Eto'o nach einer Stunde mit 2:0 in Führung. Sporting verkürzte in der 72. Minute durch Tonel, gefährlicher aber wurden die Gäste nicht mehr. Xavi gelang anschließend das verdiente dritte Tor für Barcelona, das damit in Gruppe C einen erfolgreichen Auftakt feierte.
Taktischer Wechsel
Barças Spielkunst in der ersten Halbzeit lag nicht nur in der Qualität der Spieler begründet, sondern auch in den taktischen Anweisungen von Trainer Josep Guardiola. Er war selbst Spieler im 3-4-3-System des "Dream Teams" von Johan Cruyff, das 1992 zum ersten Mal den Pokal der europäischen Meistervereine nach Barcelona holte. Guardiola nutzte sein Wissen, um die jüngste Abschlussschwäche seines Teams abzustellen. Daniel Alves hatte auf der rechten Seite alle Freiheiten nach vorn, während ihn seine Verteidiger-Kollegen im 3-4-3-System absicherten.
Brillanter Messi
Der Brasilianer verstand sich blind mit Lionel Messi. Sporting schien in der ersten Halbzeit überfordert zu sein und konnte sich nur eine Chance per Freistoß durch den Ex-Barça-Mittelfeldspieler Fàbio Rochemback erarbeiten. Indes zauberte Messi auf der anderen Seite. Er tanzte die gegnerischen Abwehrspieler ein ums andere Mal aus. In der 18. Minute umkurvte er Marat Izmailov und zwei weitere Gäste-Akteure spielerisch, ehe er den Ball knapp am Tor vorbei schlenzte. Ebenfalls den Kasten knapp verfehlten Thierry Henry und Andrés Iniesta.
Barcelona führt
Márquez stand in der 21. Minute nach einem Eckball von Xavi ungedeckt und köpfte das Leder ins Tor. Seydou Keita brauchte nicht mehr einzugreifen; Rui Patrício im Tor der Gäste war auch so geschlagen. Barças einzige Schwäche vor der Pause war, dass zu viele Spieler im Strafraum agierten, die aus den Chancen zu wenig machten. Das Auslassen der Möglichkeiten hätten die Gäste fünf Minuten nach Wiederbeginn beinahe bestraft. Rochembacks Ecke landete vor den Füßen von Tonel, doch der portugiesische Innenverteidiger konnte die Chance nicht nutzen. Eto'o zeigte ihm wenig später, wie man Großchancen besser nutzt. Nachdem er selbst von Tonel gefoult worden war, verwandelte er den Elfmeter sicher.
Iniesta auf Xavi
Als die Gäste nicht mehr viel zu verlieren hatten, wurden Miquel Veloso und João Moutinho in die vorderste Reihe geschickt. Dafür wurde Sporting belohnt, als Velosos Freistoß die Fußspitze von Tonel und der Ball den Weg ins Tor fand. Schließlich aber bediente Iniesta seinen Europameister-Kollegen Xavi perfekt, der den verdienten Endstand erzielte.