Ernst sieht Hoffnung für Schalke
Mittwoch, 2. April 2008
Artikel-Zusammenfassung
Mittelfeldspieler Fabian Ernst glaubt, dass Schalke auch nach der 0:1-Heimniederlage gegen Barcelona "immer noch auf das Halbfinale hoffen" darf.
Top-Medien-Inhalte des Artikels
Artikel-Aufbau
Mittelfeldspieler Fabian Ernst glaubt, dass der FC Schalke 04 im Viertelfinal-Hinspiel der UEFA Champions League gegen den FC Barcelona zu viel Respekt gezeigt hat. Trotzdem glaubt er, dass seine Mannschaft "immer noch hoffen" darf.
Nervöser Beginn
Die Truppe von Mirko Slomka war in den ersten Minuten in der Arena AufSchalke sehr nervös, die Katalanen hatten überraschend viel Platz und konnten diesen auch nutzen. In der 12. Minute wurden die Königsblauen für ihre Nachlässigkeiten bestraft, als der 17-jährige Stürmer Bojan Krkić eine Hereingabe von Thierry Henry nutzte und das 1:0 für Barcelona erzielte. Anschließend fanden die Schalker langsam besser ins Spiel und setzten die Gäste in der zweiten Halbzeit auch unter Druck, doch sie konnten Víctor Valdés nicht bezwingen. Damit wartet nächste Woche im Camp Nou eine schier unlösbare Aufgabe.
"Zu passiv"
Ernst konnte seine Enttäuschung nicht verbergen, als er über den schwachen Beginn seiner Mannschaft sprach. "Wir waren am Anfang zu passiv und wurden dafür bestraft", meinte der 28-Jährige gegenüber uefa.com. "Wir haben ihnen bei ihren Kombinationen nur zugesehen. Wenn man so gegen eine solch starke Mannschaft auftritt, dann bekommt man natürlich Probleme. Nach dem frühen Gegentor war es sehr schwer für uns. Unsere Stürmer hatten einen besonders schweren Stand, denn Barça hat sehr stark verteidigt."
Vergebene Chancen
Nach dem Seitenwechsel konnten sich die Schalker, die zum ersten Mal seit 49 Jahren wieder im Viertelfinale der europäischen Königsklasse stehen, steigern. Halil Altıntop, Heiko Westermann und Marcelo Bordon kamen allesamt zu guten Möglichkeiten, doch der Ball wollte nicht ins Tor. Ernst sagte: "Sicherlich bedauern wir es, dass wir so schwach begonnen haben und unsere Chancen in der zweiten Halbzeit nicht nutzen konnten. Wir hatten fünf oder sechs Möglichkeiten und hätten zumindest ein Tor machen müssen. Aus der zweiten Halbzeit können wir aber auch Mut schöpfen - wir haben gezeigt, dass wir Barcelona Probleme bereiten können, wenn wir entsprechend auftreten. Wir dürfen immer noch hoffen."
"Hartes Spiel"
Barcelonas Kapitän Carles Puyol und seine Abwehrkollegen hatten gegen Schalke alle Hände voll zu tun. "Das war ein richtig hartes Spiel, und wir sind froh, dass wir es gewinnen konnten", sagte der 29-Jährige. "Das war ein hartes Stück Arbeit und weniger glanzvoll herausgespielt, aber ein Sieg in der Champions League ist immer sehr wertvoll. Schalke ist eine gute Mannschaft mit physisch sehr starken Spielern, wir mussten tief stehen. Es ist noch nichts entschieden, das Rückspiel wird kein Selbstläufer."
"Tolle Zukunft"
Der italienische Nationalspieler Gianluca Zambrotta bestätigte die Aussage von Puyol, niemand von Barcelona wird über das Halbfinal nachdenken, ehe Schalke nicht endgültig bezwungen ist. "Die Leute fragen mich, ob ich lieber gegen Manchester United [FC] oder den AS Roma spielen würde, aber darauf antworte ich nicht, denn bis dahin liegt noch viel Arbeit vor uns. Wir haben mit 1:0 gewonnen, ein Tor ist gar nichts." Trotzdem sind die Katalanen nach dem ersten Treffer von Bojan in einem europäischen Vereinswettbewerb im Vorteil, deshalb lobte Zambrotta den 17-Jährigen in den höchsten Tönen. "Er ist hochtalentiert und will in jedem Spiel sein Tor machen", so der frühere Außenverteidiger von Juventus. "Heute hat er wieder ein wichtiges Tor geschossen. Er hat ohne Zweifel eine tolle Zukunft vor sich."