Ronaldo trifft Sporting ins Herz
Dienstag, 27. November 2007
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Man. United FC - Sporting Clube de Portugal 2:1
Cristiano Ronaldo zerstörte mit seinem Treffer in der Nachspielzeit die Hoffnungen seines Ex-Klubs.
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Ausgerechnet Cristiano Ronaldo zerstörte mit seinem Siegtreffer zum 2:1 in der Nachspielzeit die letzten Hoffnungen seines ehemaligen Vereins Sporting Clube de Portugal, doch noch das Achtelfinale zu erreichen. Lange lag Manchester United FC im Old Trafford in Rückstand, doch der portugiesische Nationalstürmer, der schon im Hinspiel das einzige Tor erzielt hatte, katapultierte seinen ehemaligen Klub mit einem Freistoßtor aus dem Wettbewerb. ManU steht nach dem fünften Sieg in Folge bereits als Gruppensieger vor dem AS Roma fest.
Sporting ausgeschieden
ManU musste allerdings hart für diesen Sieg kämpfen, die Portugiesen führten durch einen spektakulären Schuss von Rechtsverteidiger Abel mit 1:0, doch der eingewechselte Carlos Tévez konnte im zweiten Durchgang ausgleichen, ehe Ronaldo zuschlug. Durch diese Niederlage und den gleichzeitigen Sieg der Roma in Kiew ist Sporting ausgeschieden, muss sich mit einem Platz im UEFA-Pokal trösten.
Offensive Gäste
Vor dem Spiel hatte Trainer Sir Alex Ferguson noch erklärt, dass "einige Teams mutig im Old Trafford auftreten, doch so manche Mannschaft will hier nur das Spiel kaputt machen, um einen Punkt zu holen"; Sporting gehörte heute eindeutig zur ersten Kategorie. Paulo Bentos Mannschaft verzeichnete schon nach zwölf Minuten die erste Möglichkeit, als João Moutinho einen Schuss am langen Eck vorbeisetzte. Auf der Gegenseite verfehlte Louis Saha das Tor, nachdem Ronaldo den Ball mit viel Gefühl weitergeleitet hatte. In der 21. Minute fiel dann aus dem Nichts heraus die Führung von Sporting. Miguel Veloso schlug den Ball von der linken Seite auf den rechten Flügel, wo Außenverteidiger Abel heranpreschte und sich anschickte, eine Flanke nach innen zu schlagen. Doch stattdessen beförderte Abel den Ball ins kurze Eck. Während Torwart Tomasz Kuszczak die Hände vor das Gesicht schlug, feierte der Portugiese sein erstes Tor in der UEFA Champions League.
Gut gewechselt
Die Sporting-Fans bejubelten schon den zweiten Treffer ihres Teams, als Anderson Polga einen Schuss auf den Kasten von ManU abfeuerte, den Liedson unhaltbar für Kuszczak abfälschte, doch der Schiedsrichter-Assistent hatte die Abseitsposition des Brasilianers gesehen. Bei den Engländern lief auch weiterhin kaum etwas zusammen, Sporting gab klar den Ton an. Wieder testete Polga mit einem Schuss Kuszczak und so hatte Sir Alex zur Halbzeit genug von der unbefriedigenden Darbietung seiner Truppe und brachte Ryan Giggs und Tévez für Darren Fletcher und Nani und wechselte zudem von einer 4-3-3-Formation zu einem 4-4-2.
Druck zahlt sich aus
Sofort wurde das Spiel der Gastgeber druckvoller und prompt gab es die ersten Chancen. Ronaldo verpasste einen Freistoß von Giggs um Zentimeter, dann verpasste Saha nach Vorarbeit von Ronaldo den Ausgleich. Auch Nemanja Vidić vergab eine gute Kopfballmöglichkeit, doch dann war es um Sporting geschehen. Nach einem Solo von Patrice Evra legte Saha den Ball zurück auf Ronaldo und dessen Schussversuch landete zwischen Gästeverteidiger Marián Had und Tévez, die ihn in einer unfreiwilligen Koproduktion ins Netz beförderten.
Bitteres Tor
United drängte nun auf den Siegtreffer, doch Europapokal-Debütant Rui Patrício zeigte im Tor von Sporting eine starke Vorstellung und ließ auch gegen Ronaldo und den eingewechselten Owen Hargreaves keinen weiteren Treffer zu. Veloso zirkelte dann für Sporting noch einen Weitschuss auf das Tornetz, doch in der Nachspielzeit traf Ronaldo seine ehemaligen Teamkollegen mit einem Freistoß aus 25 Metern ins Torwarteck mitten ins Herz, dabei produzierte Rui Patrício seinen einzigen Fehler.