Bilanz im Dragão macht Porto Mut
Montag, 17. September 2007
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Der FC Porto vertraut auf alte Stärken, wenn es zum Auftakt der Gruppe A in der UEFA Champions League am Dienstag gegen Liverpool FC geht.
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Der FC Porto vertraut auf alte Stärken, wenn es zum Auftakt der Gruppe A in der UEFA Champions League am Dienstag im Estádio do Dragão gegen Liverpool FC geht.
Gleiches System
"Wir werden das gleiche System wie im vergangenen Jahr spielen", sagte Porto-Trainer Jesualdo Ferreira, und er sprach über die 4-3-2-1-Formation, in der Tarik Sektioui und Ricardo Quaresma die einzige Spitze, Lisandro López, mit Vorlagen füttern sollen. Dank des Treffers des Argentiniers am Samstag gegen CS Marítimo hat Porto in der portugiesischen Liga noch immer eine weiße Weste.
Keine Favoriten
Porto hat in den bisherigen neun Europapokalspielen daheim gegen englische Mannschaften noch nie verloren, und Ferreira ist zuversichtlich, dass seine Mannschaft diese Bilanz ausbauen kann, obwohl sie es mit einem Team zu tun bekommt, das zwei der drei letzten Endspiele dieses Wettbewerbs erreichte. "Es gibt keine Favoriten", sagte er, schließlich hat Porto 2004 selbst diesen Pokal gewonnen. "Porto ist in der Lage, jede Mannschaft zu schlagen." Er versichert, dass dieses Spiel nicht wichtiger ist als jedes andere Gruppenspiel. "Das einzige Ziel ist es, die nächste Runde zu erreichen."
Vergleiche mit Chelsea
Der Trainer spielt Vergleiche zwischen der Partie am Dienstag und der von der letzten Saison herunter, als Porto im Achtelfinale in beiden Spielen gegen Chelsea FC in Führung ging, am Ende aber wegen des späten Treffers von Michael Ballack an der Stamford Bridge ausschied. "In der Gruppenphase ist das eine ganz andere Art von Spiel als in der K.o.-Runde", sagte Ferreira. "Aber ich kann sagen, dass Porto das gleiche Durchhaltevermögen wie im letzten Jahr zeigen wird."
"Großartiges Spiel"
Liverpool hat es bisher erst einmal in einem Europapokalwettbewerb mit Porto zu tun bekommen. 2001 setzten sich die Merseysider insgesamt mit 2:0 durch– beide Tore fielen an der Anfield Road –und gewannen am Ende den UEFA-Pokal. Stürmer Dirk Kuyt sagt, dass er und seine Mannschaftskollegen sich durchaus der Qualitäten von Porto bewusst seien. "Zum Start in die Champions League ist das ein großartiges Spiel. Ich weiß vom vergangenen Jahr, wie wichtig es war, ein gutes Ergebnis [im ersten Spiel] beim PSV [Eindhoven, wo Liverpool ein 0:0 schaffte] erreicht zu haben."
Besserer Kader
Nach den Worten von Kuyt hat die Niederlage im Finale gegen den AC Milan seine Mannschaft noch entschlossener gemacht, es diesmal besser zu machen und den Weg wieder bis zu Ende zu gehen. "In der letzten Saison nicht gewonnen zu haben, war sehr enttäuschend", sagte er. "In diesem Jahr haben wir einen besseren Kader, so dass wir versuchen werden, in dieser Saison zu gewinnen." Der Niederländer ist überzeugt davon, dass die zusätzliche Konkurrenz im Sturm seinem Team gut tun wird. "Wenn man Titel gewinnen will, braucht man vier gute Stürmer."
"Schnell und talentiert"
Kuyts Trainer, Rafael Benítez, ist nicht ganz so euphorisch. "Es ist wichtiger, momentan von Spiel zu Spiel zu schauen", sagte er. "Porto hat eine Menge Erfahrung und ist eine der europäischen Spitzenmannschaften." Wenn Benítez allerdings über seine zusätzlichen Optionen im Sturm spricht, fängt er an zu schwärmen. Mit den Neuzugängen Fernando Torres und Ryan Babel kann die ohnehin ausgezeichnete Auswärtsform in den Spielen der UEFA Champions League noch zusätzlichen Aufschwung erhalten. "Es ist wahr, dass diese Spieler noch etwas mehr geben", sagte er. "Sie sind schnell und talentiert und erzielen Tore, mit denen man Spiele gewinnen kann."