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Reds zu abgeklärt für Barcelona

Liverpool FC konnte dank einer abgeklärten Leistung beim Titelverteidiger FC Barcelona mit einem Sieg nach Hause fahren.

"Fußball ist nicht wie Boxen. Wenn du früh in Führung liegst, bekommst du keine Punkte. Wenn man keine Tore schießt, nutzt es auch nichts, dominant zu sein. Deshalb gewinnt auch nicht immer die Mannschaft, die besser spielt." Dieses Zitat des Technischen Direktors der UEFA, Andy Roxburgh, im Champions Magazin beschreibt das Duell der beiden UEFA Champions League-Sieger der Jahre 2005 und 2006 im Camp Nou sehr treffend.

Super-Trio
Nach holprigem Start übernahm der FC Barcelona im Hinspiel des Achtelfinals gegen Liverpool FC schnell die Kontrolle über die Partie. Deco brachte die Gastgeber mit einem Kopfball nach 14 Minuten in Führung. Mit ihrem südamerikanischen Angriffstrio Ronaldinho, Javier Saviola und Lionel Messi stürzten sie die Liverpooler Verteidigung von einer Verlegenheit in die nächste. Diese Vorstellung erinnerte sehr an die Leistung in der letzten Saison, als die Katalanen den Titel gewannen.

Verunsicherte Reds
Ronaldinho schlich sich immer wieder in den Rücken der Gäste-Abwehr, Messi kam von rechts und Saviola kombinierte traumhaft sicher mit Deco. Bei Liverpool agierte der gelernte zentrale Mittelfeldspieler Steven Gerrard auf der rechten Seite, Rechtsfüßler Alvaro Arbeloa auf der linken Abwehrseite und John Arne Riise auf dem linken Flügel. Alle drei aber verloren die Kugel, wenn sie schon einmal im Ballbesitz waren, sehr schnell wieder an den Gegner.

Tore können alles verändern
Aber Fußball ist nicht wie Boxen; und Fußball ist auch nicht wie American Football oder Rugby, wo schon Ballbesitz oder Raumgewinn belohnt wird. Das Faszinierende an diesem schönen Spiel ist, dass ein Tor alles verändern kann.

Bellamys Treffer
Und auch weniger schöne Tore gelten - wie der Ausgleichstreffer von Liverpool nach 43 Minuten, der den Spielverlauf auf den Kopf gestellt hat. Der Held der Reds war dabei Craig Bellamy, dessen Kopfball Víctor Valdés durchrutschen ließ. Dirk Kuyt drückte die Kugel anschließend zur Absicherung noch ins Netz. Bellamy, der nach seinem Ausraster im Trainingslager letzte Woche in Portugal mit einer Geldstrafe belegt wurde, konnte es sich nicht verkneifen, das Tor mit einem Golfschwung zu feiern. Er wurde damit zum zweiten Liverpool-Akteur, der im Camp Nou getroffen hat - nach seinem Trainer bei der walisischen Nationalmannschaft, John Toshack, im Jahr 1976.

Überlegenes Mittelfeld
Das gepflegte Passspiel der Katalanen war plötzlich völlig wertlos. Liverpool hatte mit Xabi Alonso und Gerrard ebenfalls zwei Ballkünstler auf dem Platz stehen, doch das Duo profitierte enorm von der Rückkehr von Mohamed Sissoko. Der Nationalspieler von Mali erlitt in der gleichen Runde des letztjährigen Wettbewerbs eine schwere Augenverletzung, doch er wollte unbedingt dabei sein. Er war in der zweiten Halbzeit überall zu finden, ein gewonnener Zweikampf gegen Ronaldinho nach 64 Minuten sagt alles über seine Leistung an diesem Abend.

Späte Chancen
Minuten später wurde Ronaldinho erneut hart genommen. Mitte der zweiten Hälfte wären die Reds beinahe in Führung gegangen, doch Valdés konnte einen Freistoß von Gerrard gerade noch mit den Füßen abwehren. Kurz danach erwachten Saviola und Messi aus ihrer Lethargie, doch sie scheiterten an Jamie Carragher und Arbeloa. Zu diesem Zeitpunkt drängten beide Teams auf den Siegtreffer.

Siegtreffer durch Riise
Und Liverpool sollte das entscheidende Tor gelingen. Nach einem Versuch von Kuyt landete der Ball bei Bellamy, der auf Riise, seinen Widersacher in der vergangenen Woche, zurücklegte, und der Norweger donnerte die Kugel mit seinem schwächeren rechten Fuß unter die Latte. In der Halbzeit dieses Duells hängt der Titelverteidiger also ganz schön in den Seilen.

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