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Richtungweisendes Spiel

Der Hamburger SV will im Heimspiel gegen Osasuna den Grundstein für den Einzug in die UEFA Champions League-Gruppenphase legen.

Nachdem es der Hamburger SV in der abgelaufenen Saison versäumt hat, sich auf direktem Weg für die UEFA Champions League zu qualifizieren, soll dieser Schritt nun mit etwas Verspätung über die Qualifikation erfolgen. Mit CA Osasuna, dem Tabellenvierten der abgelaufenen Saison in der spanischen Liga, wartet auf den Europapokalsieger von 1983 allerdings eine große Herausforderung.

Vergebene Matchbälle
Angesichts dieser schwierigen Aufgabe trauerten die Hamburger noch einmal den vergebenen Möglichkeiten der vergangenen Saison nach, sich auf direktem Weg für die Champions League-Gruppenphase zu qualifizieren. Niederlagen an den beiden letzten Spieltagen bei Hertha BSC Berlin und gegen den SV Werder Bremen, der sich dadurch als Vize-Meister auf direktem Weg qualifizierte, kosteten die Norddeutschen damals die schon sicher geglaubte direkte Teilnahme.

Schweres Los
Gegen Osasuna wird sich nun zeigen, ob die Hanseaten die Qualität ihres Kaders weiter verstärken konnten, denn dieses Spiel wird ein echter Härtetest. „Das ist eine schwere Aufgabe“, stöhnte HSV-Trainer Thomas Doll nach der Auslosung, machte seiner Elf aber auch direkt Mut: „Osasuna ist zwar eine starke Mannschaft, aber in der letzten Serie haben wir gute Erfahrungen mit spanischen Teams gemacht.“ Damals konnte sein Team sich im Finale des UEFA Intertoto Cups gegen Valencia CF durchsetzen.

Gegenseitiger Respekt
Auch für Osasunas neuen Trainer, Cuco Ziganda, läuft alles auf einen knappen Vergleich hinaus. „Wir wissen alle über die Qualitäten der Hamburger bescheid, trotzdem bin ich mir sicher, dass wir einen großen Kampf abliefern werden“, erwiderte er den Respekt seines deutschen Kollegen. Die Chancen schätzte er als ausgeglichen ein. „Fast jeder sieht den HSV als Favoriten, aber wir treten nicht als Opfer an. Wir müssen den kleinen Vorteil nutzen, dass wir zuerst auswärts spielen.“

Hohe Ziele
Der Druck für beide Mannschaften ist immens. Die Hamburger wollen sich in den nächsten Jahren national an der Spitze festsetzen und international etablieren. Damit dies gelingt, hat man den Weggang des überragenden Abwehrspielers der vergangenen Saison, Daniel van Buyten, mit Vincent Kompany kompensiert, der mit rund acht Millionen Euro Ablöse allerdings der teuerste Transfer in der Geschichte des Klubs ist. Die garantierten Millioneneinnahmen der Gruppenphase könnten die Norddeutschen also sehr gut gebrauchen.

„Spiel meines Lebens“
Den Verantwortlichen des HSV ist die Bedeutung dieses Spiels natürlich bewusst. „Ich habe als Spieler schon viele große Partien erlebt, aber das ist das Spiel meines Lebens. Das ist der nächste Höhepunkt meiner jungen Trainerkarriere“, erklärte zum Beispiel Thomas Doll. HSV-Chef Bernd Hoffmann geht auf jeden Fall voller Selbstvertrauen in diese Partie: „Ich erwarte bei unserem Kader, dass wir uns letztlich durchsetzen. Champions League ist schließlich auch ein Anreiz für die Spieler.“

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