Salzburg unter Druck
Mittwoch, 2. August 2006
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Der FC Salzburg steht im Rückrundenspiel der Qualifikation zur UEFA Champions League gehörig unter Druck.
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In der zweiten Qualifikationsrunde zur UEFA Champions League empfängt der FC Salzburg den FC Zürich und steht dabei gehörig unter Druck. Das Salzburger Starensemble musste im Hinspiel eine 1:2-Niederlage gegen die jungen Schweizer hinnehmen und braucht nun einen Sieg, um den hohen Ansprüchen gerecht zu werden.
Emotionales Duell
Schon im Hinspiel dieses brisanten Nachbarschaftsduells lieferten sich beide Mannschaften einen großen Kampf. In einer emotional geführten Partie war die junge Mannschaft des FC Zürich über die gesamte Spielzeit die stärkere Elf, versäumte es aber nach der 2:0-Führung durch Alhassane Keita und Clederson Cesar weitere Tore nachzulegen. So konnten die routinierten Gäste durch Johan Vonlanthen den Anschlusstreffer erzielen und damit die Ausgangslage vor dem Rückspiel erfreulicher gestalten.
Gut in Form
Trotzdem wird es für die Elf von Giovanni Trapattoni ein hartes Stück Arbeit, denn der Schweizer Double-Gewinner ist derzeit in bestechender Form und führt die Tabelle der Super League mit neun Punkten aus drei Spielen und 8:0 Toren souverän an. Auch die Salzburger konnten bislang in der Liga überzeugen, mussten aber nach einem Unentschieden bei FK Austria Wien am Wochenende die Tabellenführung an den FC Wacker Tirol abgeben.
Reich gegen jung
Das Duell am Mittwochabend verspricht auch ein Duell zweier unterschiedlicher Strategien zu werden. Der FC Salzburg ist den Gästen von den finanziellen Möglichkeiten her um Längen voraus und hat neben zahlreichen routinierten und international erfahrenen Spielern mit Giovanni Trapattoni und Lothar Matthäus zwei Aushängeschilder des europäischen Fußballs auf der Trainerbank. Zürich setzt dagegen auf eine junge, dafür aber gut eingespielte Truppe, die fehlende Routine mit Leidenschaft wettmachen möchte.
„Rasen wird brennen“
Aufgrund dieser Konstellation liegt der Druck eindeutig bei den Gastgebern, die auch keinen Zweifel daran lassen, wie das Spiel ausgehen soll. So verspricht Lothar Matthäus: „Noch einmal werden wir nicht so schlecht spielen wie im Hinspiel in Zürich - und eines ist klar: Der Kunstrasen in der Bullen-Arena wird brennen!“
Zürichs Selbstvertrauen
Doch auch die Gäste aus Zürich glauben nach dem erfolgreichen Hinspiel an ihre Chance. Seit 16 Spielen haben die Schweizer auf fremdem Platz nicht mehr verloren und Trainer Lucien Favre kündigt ein mutiges Auftreten seiner Elf an: „Wir spielen immer gleich, ob auswärts oder zu Hause. Ich habe vorwärts orientierte Spieler und fast alle können ein Tor schießen.“
Duell der Torjäger
Besonders erfolgreich zeigte sich bei den Gästen zuletzt Stürmer Keita, der neben dem Treffer im Hinspiel auch in der Liga vier Tore erzielte. Ebenso treffsicher ist derzeit bei den Salzburgern Alexander Zickler, der in drei Ligaspielen fünfmal jubeln durfte. Die Zuschauer dürfen also auf eine abwechslungsreiche Partie hoffen in der Salzburg gewinnen muss, um die hohen Ziele nicht schon zu Saisonbeginn aus den Augen zu verlieren und Zürich für eine Überraschung sorgen kann.