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Neues Arsenal mit altem Ziel

Arsenal hatte nicht einmal drei Monate Zeit, um die Finalniederlage 2005/06 zu verarbeiten - in Zagreb unternehmen die Engländer nun einen neuen Anlauf.

Vor 82 Tagen, um etwa 22.15 Uhr, war Arsenal FC nur eine Viertelstunde vom ersten Triumph in der europäischen Königsklasse entfernt. Doch es sollte nicht sein. Wenn es die Engländer in diesem Jahr besser machen wollen, müssen sie insgesamt 15 Spiele überstehen - den Anfang macht dabei das Hinspiel in der dritten Qualifikationsrunde am Dienstag bei NK Dinamo Zagreb.

Einige Ausfälle
Seit der 1:2-Niederlage gegen den FC Barcelona im Endspiel 2005/06 gab es das übliche Kommen und Gehen, und einige große Namen werden diesmal fehlen. Mit Sol Campbell und Robert Pirès haben zwei Akteure den Klub verlassen, obwohl sie in Paris in der Startelf standen. Campbell hat damals sogar getroffen, doch mittlerweile hätten sie ihren Stammplatz nicht mehr sicher. Dennis Bergkamp wurde im Finale nicht eingewechselt und ist danach zurückgetreten, während Jens Lehmann wegen seiner Roten Karte gegen Barcelona gesperrt ist. Thierry Henry ist nach der WM noch zu müde und wird neben den verletzten Fredrik Ljungberg, Gaël Clichy, Philippe Senderos und Abou Diaby nur draußen sitzen. Der Einsatz von José Antonio Reyes ist gesichert, während Ashley Cole definitiv nicht spielen wird.

Rosický von Beginn an
Dafür könnten zwei Offensivkräfte ihr Debüt feiern. Der wichtigste Einkauf von Arsenal in diesem Sommer war der tschechische Nationalspieler Tomáš Rosický von BV Borussia Dortmund, dessen Vielseitigkeit Arsène Wenger überzeugt hat. "Er kann links oder im Zentrum spielen, in einer Dreierkette, rechts oder als zweiter Stürmer", so der Trainer. "Er ist sehr schnell. Ich denke, bei jedem Akteur achtet man besonders auf seine Art zu spielen, und er scheint genau in unser System zu passen."

Beispiel Milan
Trotz konstant starker Leistungen muss Arsenal weiter auf ersten Europapokalsieg warten. Das Scheitern im letzten Jahr kurz vor dem großen Ziel war ein schwerer Schlag. Doch es gibt kaum Zweifel, dass es die Gunners wieder versuchen werden und den Pokal in ihr neues, 60.000 Zuschauer fassendes Stadion holen wollen. Die Vorzeichen dafür stehen jedoch nicht gerade gut - seitdem der AC Milan nach der Finalniederlage 1992/93 in der folgenden Saison den Titel holen konnte, ist dies keinem Verein mehr gelungen. 2000/01 schaffte es der FC Bayern München zwei Jahre nach einer Niederlage, die noch bitterer war als die von Arsenal in der letzten Saison. Seit der Einführung des neuen Systems musste ein Finalist erst zwei Mal in der dritten Qualifikationsrunde antreten. 2001 schaffte es Valencia CF sogar erneut bis ins Finale, unterlag dort aber den Bayern, und vier Jahre später erreichte der AS Monaco FC das Achtelfinale.

"Besondere Bindung"
Am wichtigsten ist für Arsenal jedoch, an die starken und entschlossenen Vorstellungen des letzten Jahres anzuknüpfen. Henry, der den Verein im letzten Mai noch verlassen wollte und nach den Vorkommnissen in Paris seine Meinung geändert hat, warnte: "Ich glaube, diese Saison hat für eine besondere Bindung im Team gesorgt. Da wird noch einiges kommen."

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