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Wien will Sensation schaffen

Der FK Austria Wien will seine Außenseiterchance im UEFA Champions League-Qualifikationsrückspiel gegen SL Benfica nutzen.

Der FK Austria Wien gilt vor dem UEFA Champions League-Qualifikationsrückspiel als klarer Außenseiter. Nach dem 1:1 im Hinspiel glauben die Wiener aber dennoch an ihre Chance und wollen in Lissabon für die Überraschung sorgen.

Optimistischer Kapitän
Die Austria muss für den Einzug in die Gruppenphase mindestens ein Tor schießen und Kapitän Jocelyn Blanchard ist durchaus optimistisch, dass dies gelingt. „Wir sind dazu in der Lage, das haben wir schon des Öfteren bewiesen. Wir werden jedenfalls alles versuchen. Wir wissen, dass wir eine historische Chance haben“, erklärte der Franzose, der in der portugiesischen Metropole bereits gute Erfahrungen gemacht hat. Im Jahr 1996 konnte der sich mit dem FC Metz gegen Benficas Lokalrivalen Sporting Clube de Portugal durchsetzen.

„Lange zu Null spielen“
Eine entscheidende Rolle könnte im Duell mit den Portugiesen Wiens Torhüter Szabolcs Safar spielen, der seinem Team eine Partie ohne Gegentor bescheren soll. „Der Druck wird enorm sein, wir müssen danach trachten, dass wir solange wie möglich zu Null spielen, das erhöht unsere Chancen“, erklärte der selbstbewusste Rückhalt der „Veilchen“.

Schlechter Saisonstart
Nach einem schlechten Saisonstart will sich die Austria mit einer Überraschung in der europäischen Königsklasse Rückenwind für die Liga holen. Bislang steht die Mannschaft von Frenkie Schinkels mit nur vier Punkten aus sechs Spielen ohne Sieg auf dem vorletzten Tabellenplatz und der Trainer ist entsprechend sauer: „Die Kameradschaft hat uns stark gemacht. Nun sind wir zu bequem geworden. In der Tabelle so weit unten zu stehen, ist eine Schande.“

Benfica nicht eingespielt
In Lissabon soll die Mannschaft nun wieder ihr erfolgreiches Gesicht zeigen. „Wir haben unsere besten Partien gegen Salzburg, Tirol und Benfica gemacht. Also immer dann, wenn wir nicht das Spiel machen mussten“, hofft Trainer Schinkels darauf, dass die Gastgeber, angetrieben von ihren Fans, offensiv agieren. Ein weiterer Vorteil für die Austria könnte sein, dass die Saison in Portugal noch nicht begonnen hat, der Gegner also noch nicht so eingespielt ist.

„Potenzial abrufen“
Auch Sportdirektor Peter Stöger, einst selbst für die Wiener aktiv, glaubt an die Chance für den Außenseiter: „Die Ausgangsposition haben wir mit dem 1:1 klar verbessert, denn schon im Vorfeld haben uns ein Unentschieden die wenigstens zugetraut. Wir haben aber gesehen, dass noch mehr drin gewesen wäre und was alles passieren kann, wenn wir unser Potenzial zu hundert Prozent abrufen.“

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