Champions League Offiziell Live-Ergebnisse & Fantasy
Erhalten
UEFA.com funktioniert besser bei anderen Browsern
Um das bestmögliche Erlebnis zu haben, empfehlen wir, Chrome, Firefox oder Microsoft Edge zu verwenden.

Stanković schießt Inter ins Viertelfinale

Internazionale Milano - Ajax 1:0 (Gesamt: 3-2)
Dejan Stanković schoss Inter mit einem herrlichen Treffer ins Viertelfinale gegen Villarreal CF.

Dank eines brillanten Treffers von Dejan Stanković in der zweiten Halbzeit gegen AFC Ajax im Giuseppe Meazza hat sich der FC Internazionale Milano für das Viertelfinale in der UEFA Champions League gegen Villarreal CF qualifiziert.

Vergebene Chancen
Stanković traf nach knapp einer Stunde zum 1:0-Erfolg, der nach dem 2:2-Remis im Hinspiel zum Weiterkommen reichte. Dass Inter in der Schlussphase doch noch zittern musste, lag vor allem an der mangelhaften Chancenverwertung. Adriano schoss in der ersten Halbzeit einen Handelfmeter neben das Tor, und Obafemi Martins knallte das Leder gegen die Latte. So war erneut Stanković das Schreckgespenst für Ajax. Der 27-Jährige hatte bereits im Hinspiel den wichtigen Anschlusstreffer erzielt, nachdem Roberto Mancinis Mannen in der Amsterdam ArenA früh zurückgelegen hatten.

Inter hellwach
Die niederländische Mannschaft legte im Hinspiel vor drei Wochen los wie die Feuerwehr und führte nach 20 Minuten verdient mit 2:0. Die italienische Presse warf Inter anschließend vor, die Partie zu schlafmützig in Angriff genommen zu haben. Im Rückspiel jedoch war Inter von Beginn an hellwach. Luís Figo hatte die erste Chance, setzte den Schuss aber zu hoch an. Außerdem konnten die Italiener wieder auf die Unterstützung ihrer Fans bauen, nachdem sie die drei Heimspiele in der Gruppenphase vor leeren Rängen bestreiten mussten.

Martins im Mittelpunkt
Obafemi Martins stand zu Beginn häufig im Mittelpunkt der Angriffsbemühungen der Nerazzurri. Zusammen mit Adriano bildete Martins ein kongeniales Angriffsduo, das in der zehnten Minute beinahe für die Führung gesorgt hätte, als der Nigerianer von der linken Seite in den Strafraum flankte und seinen Sturmpartner fand. Der Schussversuch des Brasilianers missglückte, der Ball landete bei Figo, der aber verzog.

Ajax ungeordnet
Ajax brachte zu Beginn nur wenig zustande, vor allem die Abwehr geriet häufig ins Schwimmen. Und obwohl der wieder genesene Hedwiges Maduro eine gute Leistung zeigte, war er beim Lattenkracher von Martins in der elften Minute nicht zur Stelle. Nun war Inters Angriffsmaschinerie auf Hochtouren, und Ajax sah sich einem Angriff nach dem anderen ausgesetzt.

Ajax wacht auf
Obwohl in der ersten Hälfte wenig von ihm zu sehen war, war es Stanković, der in der 25. Minute auf der linken Seite davonzog und mit seiner Flanke Ajax-Kapitän Olaf Lindenbergh am Arm traf. Adriano schob den Elfer jedoch rechts am Tor vorbei. Als wäre der verschossene Elfmeter ein Wecksignal gewesen, trauten sich die Gäste jetzt auch mal nach vorne. Rechtsverteidiger Hatem Trabelsi legte zehn Minuten vor der Pause den Vorwärtsgang ein und spielte den Ball zu Mauro Rosales, aber der Argentinier scheiterte mit seinem Schuss an Inter-Keeper Francesco Toldo.

Inter wieder obenauf
Gleich nach der Pause hatte Inter wieder eine gute Phase und Figo eine gute Chance. Wenig später setzte sich Adriano gegen Thomas Vermaelen durch und brachte den Ball direkt vor dem gegnerischen Gehäuse nach innen, aber Martins kam einen Schritt zu spät. In der 57. Minute hatte das Warten dann ein Ende, als Stanković den Bann mit einem herrlichen Schlenzer brach.

Wunderschönes Tor
Walter Samuel bediente den ungedeckten Mittelfeldspieler aus Serbien-Montenegro auf der linken Außenbahn. Stanković setzte sich am Strafraumeck gegen Maduro durch und schlenzte das Leder in die lange Ecke. Der Gegentreffer erhöhte den Druck auf Ajax, jetzt mussten sie schon zweimal treffen, um weiterzukommen. Doch zunächst waren es erneut die Italiener, die zu Chancen kamen: Adriano prüfte Ajax-Keeper Maarten Stekelenburg.

Jubelnde Fans
Blind brachte Ryan Babel ins Spiel, um die Offensive zu stärken, und obwohl der Youngster einige gute Szenen hatte, konnte auch er dem Spiel keine Wendung mehr geben. Inters Fans dürfen zu Recht feiern und auf weitere Sternstunden ihrer Mannschaft hoffen, die seit zehn Heimspielen in der UEFA Champions League ungeschlagen ist. Vielleicht ja schon gegen Villarreal im Viertelfinalhinspiel Ende des Monats.