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Knapper Sieg für Basel

FC Basel 1893 - SV Werder Bremen 2:1
Der FC Basel darf nach einem 2-1-Heimsieg gegen Werder auf das Erreichen der UEFA Champions League hoffen.

Von Marco Keller

Der FC Basel darf nach einem 2:1-Heimsieg gegen den SV Werder Bremen auf das Erreichen der UEFA Champions League hoffen. Ganz zufrieden dürfen die Schweizer angesichts des Spielverlaufs aber nicht sein: Sie waren lange die spielbestimmende Mannschaft und führten 2:0, ehe sie das Tempo nicht mehr zu halten vermochten.

Gross' mutige Personalentscheide
Christian Gross bewies schon vor Spielbeginn Mut: Er musste zwar auf den verletzten Murat Yakin verzichten, ließ aber zusätzlich noch drei Schlüsselspieler draußen: Patrick Müller musste wegen Formschwäche auf die Ersatzbank, zudem fehlten die argentinischen Stürmer Christian Gimenez und Julio Hernán Rossi. Die beiden Topscorer hatten in den letzten Wochen häufig mit ausländischen Vereinen geflirtet - sehr zum Missfallen von Gross.

Basels besserer Start
Der Schweizer Meister startete offensiv und kam zu den ersten beiden Chancen. Matias Delgado kam in der 6. Minute nach einer scharfen Flanke von Scott Chipperfield etwas zu spät, sieben Minuten später hätte Boris Smiljanic um Haaresbreite einen Freistoß gefährlich ablenken können.

Klares Chancenplus
Auch in der Folge sahen die Fans im St.Jakob Park ihre Lieblinge mehrheitlich im Vorwärtsgang. Delgado und Chipperfield hatten weitere gute Chancen, waren aber nicht kaltblütig genug.

Verdiente Führung
Kurz darauf hatten die mehr als 28.000 Fans dann Grund zum Jubeln. Mladen Petric bediente Chipperfield mit einem mustergültigen Heber, Torwart Andreas Reinke konnte den Schuss des Australiers abwehren, gegen den Nachschuss von David Degen (Zwillingsbruder von BV Borussia Dortmunds Verteidiger Philipp) war er aber machtlos.

Enttäuschende Bremer
Und die Bremer? Sie traten zwar sehr körperbetont auf, hatten aber eine enttäuschende erste halbe Stunde mit nur einer Möglichkeit: Tim Borowski feuerte aus über 20 Metern einen Gewaltschuss ab, den Pascal Zuberbühler mit den Fingerspitzen über die Latte lenkte. Nach dem Rückstand drehten die "Grün-Weißen" dann auf und kamen dann doch noch zu einer hervorragenden Ausgleichschance: Ivan Klasnic brachte den Ball nach einer Maßflanke von Johan Micoud aus fünf Metern nicht am Schweizer Nationalhüter vorbei (39.).

Rossis doppelte Genugtuung
Nach dem Wechsel brachte Gross dann Rossi für Chipperfield, der nach einem Zusammenstoß stark aus der Nase geblutet hatte. Und der argentinische Kämpfer, den mit Gross seit Jahren eine Hassliebe verbindet, bewies einmal mehr seinen fundamentalen Wert für die Mannschaft: Sieben Minuten nach der Einwechslung zog er alleine auf und davon und verlud Reinke mit einem Schuss zwischen den Beinen hindurch.

Kloses Anschlusstreffer
Wer in der Folge eine speziell offensive deutsche Mannschaft erwartet hätte, sah sich getäuscht. Vier Tage nachdem sie zum Bundesliga-Start fünf Treffer produziert hatten, bekundeten die Norddeutschen im Angriff große Mühe. Bis auf einen halbgefährlichen Kopfball von Miroslav Klose kam länger nichts. Doch genau der Internationale kam dann fast aus heiterem Himmel zum Anschlusstreffer. Nach einem abgelenkten Freistoß reagierte er schneller als Alexandre Quennoz und bezwang aus der Drehung Zuberbühler, wobei der Schuss nicht ganz unhaltbar schien.

Geschockte Basler
Die Deutschen erhielten durch den eminent wichtigen Auswärtstreffer einen Energieschub, während die Schweizer nachließen. Drei Minuten nach dem Gegentor mussten sie sich bei ihrem Torhüter bedanken, der einen Kopfball von Klasnic mirakulös aus der Ecke fischte. Von da an waren die Gäste das bessere Team, erspielten sich aber keine konkreten Ausgleichschancen mehr.

Gross' Aussage
Der Basler Coach, der zum vierten Mal die UEFA Champions League erreichen kann (zweimal mit GC, einmal mit Basel) war unmittelbar nach Spielschluss nicht unglücklich: "Es ist ganz wichtig, dass wir gewonnen haben. Wir können auch in Bremen Tore erzielen und ich glaube an unsere Qualifikationschance."

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