Rapid setzt auf die Statistik
Mittwoch, 10. August 2005
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Rapid Wien würde nur zu gerne seine gute Bilanz gegen russische Teams ausbauen, wenn es heute Abend gegen Lokomotiv Moskva geht.
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Von Raimund Fabi & Eduard Nisenboim
Vor dem Duell des SK Rapid Wien mit dem FC Lokomotiv Moskva in der Qualifikation zur UEFA Champions League hoffen die Österreicher auf eine Wiederholung eines Kunststücks, das ihnen vor neun Jahren schon einmal gelungen ist.
Lang ist's her
Rapids einziger Auftritt in diesem Wettbewerb datiert aus der Saison 1996/97, als der damalige österreichische Meister den FC Dynamo Kyiv ausschalten konnte und sich so einen Platz in der Gruppenphase sicherte. Dort gab es gegen Juventus FC und Fenerbahçe SK allerdings nur zwei magere Pünktchen.
Gute Form
Josef Hickersbergers Mannschaft geht ausgesprochen optimistisch in dieses so wichtige Duell mit den Russen, vor allem nachdem es am letzten Wochenende einen souveränen 3:1-Erfolg gegen den Lokalrivalen FK Austria Wien gab und Rapid seither gleichauf mit der Austria an der Tabellenspitze liegt. "Wir haben zehn Spieler, die jederzeit Tore schießen können, und wir können zu Hause und auswärts gegen Lokomotiv gewinnen", sagte Rapids Nationalspieler Andreas Ivanschitz. "Wir müssen nur auf unsere Chancen warten, die wir sicher bekommen werden."
Starker Kader
Hickersberger kann auf einen fast kompletten Kader zurückgreifen, einzig Radek Bejbl und Axel Lawaree sind angeschlagen. "Selbst wenn Bejbl und Lawaree nicht dabei sind, haben wir genug Qualität, um sie zu ersetzen", sagte Hickersberger.
Lok mit Sorgen
Selbiges gilt nicht unbedingt für Lokomotiv, das auf Stürmer Dmitri Sychev - der in der letzten Runde zwei Mal traf - verzichten muss, da dieser letzte Woche operiert wurde. Hinter dem Einsatz der so wichtigen Mittelfeldspieler Marat Izmailov und Dmitri Loskov steht auch noch ein großes Fragezeichen, nachdem beide zuletzt zwei Monate pausieren mussten.
"Sehr gute Mannschaft"
Hickersberger sieht darin natürlich einen Vorteil für seine Elf. "Das Fehlen dieser drei Top-Spieler ist keine Garantie für einen Sieg, aber es verbessert unsere Chancen", erklärt er. "Lokomotiv ist eine sehr gute Mannschaft und es wird sehr schwer für uns, aber wir sind gut drauf und hoffen auf einen Sieg ohne Gegentor."
Lebedenkos Chance
Der russische U21-Nationalspieler Igor Lebedenko - der in dieser Saison in der Liga schon fünf Tore erzielt hat - wird Sychev vermutlich ersetzen, er soll der Garant dafür sein, dass Lokomotiv seine gute Bilanz gegen österreichische Teams ausbauen kann.
Starke Bilanz
2001 und 2002 warfen die Russen den FC Tirol bzw. den Grazer AK aus dem Wettbewerb, doch auch Rapid kann sich mit einem Blick auf die Statistik trösten. Noch nie verloren die Wiener in fünf Europapokal-Spielen gegen einen russischen Gegner. Zuletzt besiegte Rapid in der letzten Saison in der Qualifikation zum UEFA-Pokal den FC Rubin Kazan.
Hickersberger optimistisch
"Die Spiele gegen Rubin haben bewiesen, dass wir nicht weit von der europäischen Mittelklasse entfernt sind. Wir können Lokomotiv schlagen und genau das wollen wir tun", schloss Hickersberger. Sollte Rapid seine starke Form unterstreichen und seine Bilanz gegen russische Teams ausbauen, wäre man das erste Team aus der Alpenrepublik, das seit dem SK Sturm Graz in der Saison 2000/01 die Gruppenphase erreicht hat.