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Ancelotti gibt sich siegessicher

AC Milan-Trainer Carlo Ancelotti hält seine jetzige Mannschaft für besser als die Elf, die 2003 die UEFA Champions League gewann.

Von Paolo Menicucci aus Istanbul

AC Milans Trainer Carlo Ancelotti zeigte sich einen Tag vor dem großen Finale in Istanbul gut gelaunt und zuversichtlich. Laut eigener Aussage ist seine jetzige Mannschaft stärker als noch 2003. Damals gewann Milan das UEFA Champions League-Endspiel im Elfmeterschießen gegen Juventus FC.

"Keine Zweifel"
"Wir sind stärker als vor zwei Jahren", ließ Ancelotti verlauten. "Wir haben auch mehr Selbstvertrauen. Damals in Old Trafford haben wir an unserem Triumph gezweifelt. Ich persönlich habe nun aber überhaupt keine Bedenken, was das Endspiel angeht. Ich weiß, was meine Mannschaft leisten kann, und ich bin mir sicher, dass es gut ausgehen wird."

Respekt vor Liverpool
Dennoch hat der Trainer der Italiener großen Respekt vor Liverpool und deren Coach Rafael Benítez: "Gegen Chelsea [FC] und Juventus haben sie gezeigt, welch große Qualität in der Mannschaft steckt. Sie sind gut organisiert, verfügen über eine starke Verteidigung und sind brandgefährlich bei Kontern."

"Eine komplette Mannschaft"
"Liverpool ist eine internationale Spitzenmannschaft", fügte der 45-Jährige hinzu. "Sie können alles gut. Sie verteidigen, wenn sie unter Druck stehen, aber sie können auch nach vorne spielen, wenn sie ein Tor brauchen. Es ist eine komplette und extrem ausgeglichene Mannschaft."

"Werden hinten kompakt stehen"
Laut Ancelotti hat es Liverpool durchaus verdient, im Finale zu stehen. Außerdem verriet er, dass ihn die defensiven Möglichkeiten der Engländer überaus beeindrucken. "Jeder hat erwartet, dass Chelsea ins Finale kommt. Aber nachdem ich gesehen habe, wie Liverpool gegen Juventus agiert hat, wusste ich, dass sie schwer zu schlagen sein werden. Ich glaube, sie haben den Sieg über Chelsea zweifellos verdient. Zudem erwarte ich, dass sie morgen versuchen werden, in der Defensive sehr kompakt zu stehen. Aber das ist normal, denn gute Resultate kann man nur einfahren, wenn man erst einmal hinten alles im Griff hat."

Lob für Gerrard
Seinen Lieblingsspieler bei Liverpool hat Ancelotti schon längst ausgemacht. "Steven Gerrard gehört zu den besten Mittelfeldspielern der Welt", sagte er. "Er ist ein Fußballer mit unglaublichen Qualitäten. Er ist dynamisch und hat einen großartigen Charakter. Dennoch wird er das Spiel nicht allein entscheiden können. Das kann kein einzelner Spieler."

"Klaren Kopf bewahren"
Der Trainer ist sich sicher, dass selbst ein frühes Tor seiner Mannschaft noch lange nicht zum Titelgewinn reicht: "Ich glaube, wir müssen über 90 Minuten lang gut spielen, wenn wir das Endspiel gewinnen wollen. Es ist egal, ob wir in der Anfangsphase oder erst in der Nachspielzeit ein Tor schießen. Wir müssen einfach konzentriert nach vorne spielen und dabei einen klaren Kopf bewahren."

Keine müden Beine
Keines der vier Spiele in diesem Monat konnte Milan bisher gewinnen. Es scheint, als müsse man nun den Preis für eine lange Saison bezahlen. Ancelotti ist sich aber sicher, dass Müdigkeit am Mittwochabend kein Problem sein wird. "Wir bereiten uns auf dieses Spiel seit zehn Tagen vor. Seit dem Unentschieden gegen [US] Lecce, als unser Rückstand auf Juventus in der Meisterschaft auf fünf Punkte angewachsen ist, konzentrieren wir uns auf das Finale. Wir sind absolut bereit dafür."

"Mentaler Druck"
An eine Entscheidung im Elfmeterschießen glaubt Ancelotti nicht. "Die Chancen dafür sind sehr gering. Es ist auch sehr schwierig, dafür zu trainieren. Es ist unmöglich, im Training den mentalen Druck zu erzeugen, mit dem ein Spieler beim Elfmeter in einem Champions League-Endspiel konfrontiert wird."

Titeltraum
Ob Elfmeterschießen oder nicht, Ancelottis Mission ist klar: Er soll den Pokal nach Mailand holen. "Es gibt absolut keine Zweifel, diese Trophäe hat einen besonderen Anreiz. Wir haben den Pott vor zwei Jahren gewonnen, und es ist ein sehr gutes Gefühl, ihn wieder zu sehen und die Chance zu haben, ihn abermals zu gewinnen. Vor zwei Jahren haben einige von uns den Pokal sogar mit ins Bett genommen."

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