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Ein besonderes Spiel für den PSV

Eine neue Vereins-Rekordkulisse soll dem PSV Eindhoven helfen, Arsenal FC zu besiegen und die nächste Runde zu erreichen.

Von Jules Marshall aus Eindhoven

35.100 Zuschauer, das ist Vereins-Rekord auf europäischer Bühne, werden beim Spiel gegen den englischen Meister Arsenal FC im ausverkauften Philips-Stadion erwartet. Die angeschlagenen Engländer treffen auf einen erstarkten PSV, der zum ersten Mal vor dem Erreichen der K.o.-Phase in der UEFA Champions League steht.

Arsenal mit Problemen
Arsenal kann nach vier Spielen nur einen Sieg, am ersten Spieltag durch ein Eigentor gegen den PSV, in der Gruppe E aufweisen und muss sich völlig unerwartet mit Panathinaikos FC um das Erreichen der nächsten Runde auseinandersetzen. Die Griechen liegen einen Punkt hinter Arsenal, das wiederum drei Punkte hinter dem PSV liegt.

"Besondere Spiele"
"Von diesen besonderen Spielen träumen wir doch alle", sagte PSV-Trainer Guus Hiddink, dessen Mannschaft bei einer Niederlage von Panathinaikos bei Rosenborg BK ungeachtet des eigenen Ergebnisses die nächste Runde erreichen würde. "Es ist ein schönes Gefühl, wenn man sieht, dass sich die Arbeit des letzten Jahres auszuzahlen beginnt. Es wäre toll, wenn es so weitergeht." 

Wengers Blickwinkel
Arsenal-Trainer Arsène Wenger musste zusehen, wie seine Mannschaft sowohl die Führung in der Premier League abgegeben hat als auch die letzten drei Champions League nicht gewinnen konnte und dreimal Unentschieden spielte, obwohl man in jedem Spiel in Führung lag. Aber der Franzose ist guter Dinge und sagte: "Wir haben trotzdem in dieser Saison nur ein Spiel verloren. Wenn wir jetzt in Panik verfallen sollten, dann müsste ja ganz Europa in Panik verfallen! Ich habe totales Vertrauen in meine Spieler. Ich erwarte immer sehr viel von ihnen und bin noch nie enttäuscht worden. Ich glaube, dass wir in den beiden nächsten Spielen zeigen werden, dass wir viel dazugelernt haben und stark genug sind, um auf höchstem Niveau zu spielen.

900 Minuten ohne Gegentor
Sie werden auch wieder zu ihrer alten Form finden müssen, wenn sie am Mittwoch auf einen starken PSV treffen, der in den letzten 900 Minuten keinen Gegentreffer und in der Champions League erst zwei Tore hinnehmen musste. "Im Hinspiel im Highbury haben wir sie die meiste Zeit ganz gut im Griff gehabt, aber am Schluss hat uns einfach die Kraft gefehlt", sagte Hiddink. "Ich hoffe, dass wir diesmal mehr Glück haben als im Hinspiel. Wir haben Spieler, die für Gefahr sorgen können, und wir werden versuchen sie dort zu treffen, wo sie verwundbar sind.

Immer gefährlich
Trotzdem warnte er: "Man darf Mannschaften wie Arsenal nie unterschätzen, auch wenn sie in einem Formtief sind. Sie sind mit ihren starken Einzelspielern immer in der Lage, für Gefahr zu sorgen. Sie verfallen nie in Panik und die Spieler greifen sich trotz der Probleme nicht gegenseitig an. Man darf sich gegen sie keine Pause gönnen. Sie sind immer gefährlich."

Psychologischer Vorteil
Wenger zeigt ebenfalls Respekt für den Gegner. "Der PSV ist eine sehr gute Mannschaft", sagte er. "Aber wir haben auswärts immer gute Ergebnisse erzielen können und das werden wir auch dort zeigen." Und er glaubt auch, dass Arsenals 4:0 Sieg vor zwei Jahren für seine Mannschaft ein psychologischer Vorteil sein könnte. "Das wird noch in den Köpfen der PSV-Spieler sein, denn sie wissen, dass wir auch in Eindhoven gewinnen können."  

Sibon von Anfang an
Hiddink wird auf seinen Stürmer Jan Vennegoor of Hesselink, der sich am Sonntag gegen SBV Vitesse die Bänder in der Schulter gerissen hat und bis 2005 ausfallen wird, verzichten müssen. Der für ihn eingewechselte Gerald Sibon erzielte ein Tor beim 2:0 und wird wohl gegen Arsenal spielen.

Bergkamp verletzt
Arsenal muss auf die verletzten Brasilianer Edu und Gilberto verzichten, und Dennis Bergkamp wird auf Grund einer Achillessehnenverletzung ausfallen. Verteidiger Sol Campbell könnte nach einer Wadenverletzung sein Comeback geben. "Er ist körperlich wieder voll da und seine Anwesenheit gibt uns einen richtigen positiven Schub", sagte Wenger. "Wir brauchen seine Fähigkeiten in der Abwehr, aber ich bin nicht sicher, ob er schon zum Einsatz kommen wird."