Sparta wieder im Konzert der Großen dabei

AC Sparta Praha - Ferencvárosi TC 2:0 n.V. (Gesamt: 2:1)
Jirí Homolas Treffer ist für Sparta Millionen wert.

Von Ladislav Josef aus der Toyota-Arena

Dank eines Tores von Abwehrspieler Jirí Homola in der Verlängerung schaffte der AC Sparta Praha gegen Ungarns Ferencvárosi TC zum siebten Mal den Einzug in die Gruppenphase der UEFA Champions League.

Homola der Held
Nach der 0:1-Niederlage in Budapest vor 14 Tagen standen die Tschechen vor heimischem Publikum mächtig unter Druck. Erst als Lukáš Zelenka in der Nachspielzeit der ersten Hälfte die Führung und damit den Gesamtausgleich schaffte, lief es besser. Schließlich war es ausgerechnet Homola - dem viele den Siegtreffer der Ungarn im Hinspiel angekreidet hatten - vorbehalten, in der 114. Minute die Entscheidung herbeizuführen.

Sparta ideenlos
Obwohl die Gastgeber engagiert in diese Partie gingen, fehlte es Sparta an den nötigen Überraschungsmomenten und Ideen, so dass es in den ersten 30 Minuten keine einzige Torgelegenheit zu verzeichnen gab. Im Gegensatz dazu hatte Ferencváros, das auf den verletzten Kapitän Péter Lipcsei verzichten musste, eine großartige Chance, frühzeitig die Weichen für die Gruppenphase zu stellen.

Vagners Fehlschuss
In der 21. Minute schaffte es aber Robert Vagner, der Tscheche, der vor zwei Wochen im Hinspiel gegen seine Landsleute getroffen hatte, nicht, den Ball nach einer schönen Flanke freistehend vor dem Tor über die Linie zu drücken.

Glückliches Händchen
Spartas Trainer Frantisek Straka reagierte schnell auf die schwache Vorstellung seiner Truppe und brachte schon nach einer halben Stunde den offensiven Mittelfeldspieler Rastislav Michalík für Linksverteidiger Martin Petras und dieser Wechsel sollte sich auszahlen. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte fiel ein abgefälschter Freistoß des neuen Manns genau vor die Füße von Zelenka, der zum 1:0 einschob.

Poborský im Pech
Straka setzte weiter auf Offensive und wechselte nach einer Stunde Petr Vorisek ein, um noch in der regulären Spielzeit eine Entscheidung zu erzwingen. Spartas Kapitän Karel Poborský, der letzte Woche sein 100. Länderspiel absolviert hatte, hätte dann fast in grandioser Manier für das 2:0 gesorgt, doch sein Hackentrick rollte um Zentimeter am langen Pfosten vorbei.

Die Entscheidung
Sparta hatte das Spiel weiter fest im Griff, obwohl man in der regulären Spielzeit keinen weiteren Treffer mehr erzielen konnte. Ferencváros-Torhüter Lajos Szücs rettete dann mit einer exzellenten Parade bei einem Fernschuss von Marek Cech, doch in der 114. Minute war auch er machtlos. Der eingewechselte Miroslav Baranek brachte eine Poborský-Ecke per Kopf aufs Tor der Ungarn, Szücs reagierte zwar glänzend, doch Homola jagte den Abpraller zum 2:0 ins Netz und wenige Minuten später durfte Sparta endgültig jubeln.